..so ist das..

(Froschis Welt. Garantiert Weidenkätzchen-frei.)

Dienstag, 03. Juni 2008, 21.51 Uhr

Ich lebe! OMG, ich leeeebe!

Bah, kaum schreibt man mal ein paar viele Tage lang nix, schon werden einem Zettel an den virtuellen Zeh geknotet. Nein, ich bin nicht tot. Nein, Peg ist nicht schwanger. Nein, Galadriel hat sich nicht mit der Armee der halben Notfallschweine verbündet, um den Neu Wulmstorfer Teil der Menschheit in einer gigantischen haarigen Messe zu vernichten. Obwohl sie kurz davor war. Aber dann haben wir sie einfach geschnappt und aus dem Hasizimmer (neuerdings Besucherwarteraum/Aromazimmer) nach draußen verbannt. In die »Casa Del Hasa«, einer Hasi-Villa mit mehreren Stockwerken, von denen sie zu Beginn allerdings nur jeweils eines zu besuchen imstande war. Hasen-Polarität: Entweder oben oder unten, einen Mischzustand (auch bekannt als »Treppe«) gab es anfangs nicht, jedenfalls nicht von ihrem Standpunkt aus. Sprich: Wollten wir dafür sorgen, dass sie kuschelweiches Fell behielt, also keinem eventuell höflich anklopfendem Regen ausgesetzt sei, hatten wir zwei Möglichkeiten. a.) bestand darin, die Treppe mit Salat, Drops und Hasi-Crack zu bemustern und darauf zu hoffen, dass der Verstand zwischen den Schlappohren ausreicht, um ein Muster zu ergeben. Das ist selbstverständlich nicht eingetreten. Stattdessen bestand Fräulein Hasi darauf, sich erschreckend lang zu machen, um auch wirklich das letzte Salatblatt von der letzten Stufe zu puhlen, und sich damit bedrückend schnell im unteren (partiell nassen) Stockwerk auf eine Kaurunde zu verziehen. Und zu schmollen, weil ja der Teppich (partiell) nass war, wogegen wir als nicht treu sorgende Hasieltern nichts tun würden. Wer würde da nicht in den Langmachsalatklauundtreppenstufenbenutzungsverweigerungsstreik treten?

Möglichkeit b.) bestand in folgerichtiger Konsequenz nun darin, sich die in Langmachsalatklauundtreppenstufenbenutzungsverweigerungsstreik befindliche Häsin zu schnappen und sie über den Außenlift (Peggys eiserner Griff) von Location A ((partiell) nasses Erdgeschoss) nach Location B (unglaublich weiches, komfortables und mit ausnahmslos jeder erdenklichen Hasen-Leckerei (Salat, Drops, Hasi-Crack, dazu ein Minzblättchen) aufgestattetes Luxus-Loft in Sonnennähe) zu befördern. Was logischerweise jedes Mal von der Tatsache sabotiert wurde, dass Frollein Has bedrückend schnell dem erfolglos zuschnappenden Außenlift auszuweichen imstande war. Denn in unserem durch exklusiven Lebensstil geblendeten Einkaufswahn übersahen wir bei der Casa Del Hasa, dass sie zwar zwei ganz wunderbare Hasi-Luxusappartements samt komfortablem Mischzustand nebst einem soliden Dach ihr eigen nannte, eine schnelle Zugriffsmöglichkeit (man denke in diesem Zusammenhang an eventuell notwendige Hasen-Einsätze in Beirut) allerdings nicht. Resultat: Der mobile, fluchende Außenlift quetscht sich in den engen Haupteingang und fuchtelt so lange in Schlappohrnähe herum, bis das Hasifleisch genervt aufgibt. Was natürlich nie passierte. Konsequenz: Bleibt das blöde Vieh eben unten, die Kröte lernt ihre Lektion schon!

Hat sie selbstverständlich nicht.

Nagut, war gelogen: Hat sie schon, nach ein paar Tagen jedenfalls. Vielleicht war's ihr zu blöd, auf dem (partiell) nassen Boden zu hocken und das treppenförmige, mit Salat, Drops und Hasi-Crack verzierte Brett zu betrachten, das aller Wahrscheinlichkeit nach in ein weiches, komfortables Hasi-Luxusloft führt. Vielleicht war ihr kalt. Vielleicht haben ihr die Spinnen einen Tipp gegeben, die oben nächtelang unnötig laute Parties gefeiert haben. Wir wissen es nicht, wir werden es höchstwahrscheinlich auch nicht erfahren. Von Galadriel jedenfalls nicht. Denn sie hat jetzt viel zuviel Freude daran, aller paar Minuten mit ordentlich Krach die Treppe rauf- und wieder runter zu stürmen. Vielleicht sollten wir sie doch wieder nach oben verpflanzen. Aber was machen wir dann mit dem frisch geschlüpften Besucherwarteraum/Aromazimmer?

Und da verlangt ihr noch von mir, hier regelmäßiger zu schreiben! Als ob ich keine anderen Sorgen hätte...

Froschi

Mittwoch, 14. November 2007, 11.30 Uhr

Jedes Jahr dieselbe Scheiße: Obwohl - so schlimm wie in den letzten paar Wochen war es eigentlich noch nie:

Half-Life 2: Episode 2. Team Fortress 2. Portal. Tony Hawk's Proving Ground. Virtua Fighter 5. Zelda: Phantom Hourglass. Crash of the Titans. Die Simpsons: Das Spiel. TimeShift. Guitar Hero 3. Call of Duty 4. Crysis. Mass Effect. Rayman Raving Rabbids 2. Need for Speed: Pro Street. Assassin's Creed. Unreal Tournament 3. FEAR Files. Eternal Sonata. The Witcher. Super Mario Galaxy. Metroid Prime 3. Und dazu gefühlte 27 Spiele aus den letzten Monaten, für die ich bislang keine bis kaum Zeit hatte.

Sehr geehrte Damen & Herren Publisher: Seid ihr bescheuert? Wer soll sich das alles innerhalb von vier Wochen kaufen? Und selbst wenn nicht (jaha, Superberuf ftw!) - wer soll das alles spielen? Und vor allem: Wer kommt auf die behämmerte Idee, »nur« gute Titel zum gleichen Zeitpunkt auf den Markt zu schmeißen, in dem sehr gute bis brillante des gleichen Genres denselben Markt fluten? Kann die Denke tatsächlich »Och, wer sich Call of Duty 4 und Crysis und Episode 2 kauft, der greift garantiert auch zu TimeShift« sein? Das ist so... dumm! Aber wohl Tradition. Jedes Jahr dieselbe Scheiße. Irgendwann werde ich euch alle zusammentreiben, Knüppel aufn Kopp und euch schwören lassen, die Begriffe »Weihnachtsgeschäft« und »Sommerloch« nie wieder zu benutzen! Unter Androhung von Kastration auf Kneifzangenbasis selbstverständlich.

Falls sich einer gefragt haben sollte, warum hier mal wieder ewig nichts los ist - da war eure Antwort! Ich war und bin mit Knüppelschleifen beschäftigt.

Froschi

Samstag, 06. Oktober 2007, 10.33 Uhr

Es war wohl einfach an der Zeit: Obwohl ich nachweislich jung, frisch und knackig wie ein guter Keks bin, hat mich jetzt doch mal erwischt: Die Hexe hat einen Frag gelandet! Allerdings war’s kein Headshot, von daher ist’s dank der ausufernden Mischung aus unerklärlich gesundem Lebensstil, Delphinkillerdrogen sowie dem Heizkissen Of Doom™ schon wieder so gut wie vorbei. Dafür bahnt sich die Mutter aller Erkältungen an, das ist doch auch was.

In anderen Neuigkeiten hat uns‘ Michl nach all den Jahren der Aufopferung, Zölibat und Eremitendasein in Innsbruck endlich die Früchte seines Leidens geerntet und das GameStop-Pendant eines Oscars dafür gewonnen, dass sein Laden den meisten Gebrauchtspieleverkäufern das Geld aus der Nase zieht! Einen herzhaften Glückwunsch in den Süden – wir sind so stolz auf dich wie die Eltern, die du nie hattest! Hach, sie werden so schnell erwachsen..

Froschi

Dienstag, 18. September 2007, 15.52 Uhr

Kinder, seid ihr groß geworden: Mehr als ein Monat Funkstille. Tja. Die übliche Ausrede? Aber ja. Und dabei hätte ich so viel zu erzählen gehabt: Ich habe kein Wort über meinen Geburtstag inkl. der allerallerbestesten Torte aller Zeiten, in jahrelanger Schweißarbeit von Peg handgeschmiedet, verloren. Ich habe der Welt den kleinsten anzunehmenden Burger vorenthalten, der seiner Größe zum Trotz ein potenter Darmbeschleuniger war. Habe die Games Convention 2007 ausdrucksstark ignoriert, die nicht nur massig Arbeit und ein gigantischer Erfolg für uns war (auch wenn ich in Guitar Hero 2 verdientermaßen von zwei Viertelwüchsigen abgezogen wurde wie die Schale einer Banane), sondern mich auch meinem neuen Lieblingsort Rabatz näher denn je brachte. Ich habe für mich behalten, dass wir ein schnuffiges neues Auto haben, das »Murky« heißt. Und das war nur die Spitze des Eisbergs!

Tja. All das wird jetzt keiner erfahren. Was jedoch nicht länger verheimlicht werden kann, ist dies: Es war an der Zeit, dass es endlich mal einer ausspricht! Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie an eine S-Bahn-Brücke krakelt.

Froschi

Dienstag, 07. August 2007, 10.24 Uhr

Zu viele Diensttage: Dinge, die ich gerade nicht mag:

  • Die Games Convention-Vorbereitung inkl. nicht erreichbarer Publisher, für deren Spiele man sich interessiert, sowie leider viel zu gut erreichbarer Publisher, deren Spiele einem scheißegal sind, die aber teuflisch penetrant am Telefon und im Postfach kleben, und auch nach dem 42. »Nein, ich habe weder Zeit noch Interesse!« nicht locker lassen, weil sie der Meinung sind, dass die Russen jetzt wirklichwirklichwirklich endlich gelernt haben, wie man Shooter programmiert, die mehr als nur die braun-rote Farbpalette beherbergen. Was nicht der Fall ist.
  • Die Nordschleife am Nürburgring bzw. meine Unfähigkeit auf selbiger einen besseren Platz als den dritten zu erfahren, vor allem angesichts der Tatsache, dass ich den Rest des Arcade-Modus' von Forza 2 in einem problemlosen Rutsch abgefrühstückt habe.
  • Die unerklärliche Tatsache, dass sich gerade vier SingStar-Testmuster auf meinem Schreibtisch tummeln, inkl. einer Die Toten Hosen-Special Edition. Ich weiß es eigentlich besser, aber gelegentlich stelle ich mir doch vor, dass diese Welt eine schönere wäre, wenn Fortsetzungen, die über den dritten Teil hinaus gehen, mit kettensägenbasierten Skalpierungen belehrt würden.
  • Dass ich auf der GC dieses Mal viele lieb gewonnene Gesichter nicht wiedersehen werde.
  • Dass ich keine Zeit für interessante oder wenigstens witzige Beiträge habe.
  • Trolle.
  • Froschi

    Dienstag, 17. Juli 2007, 10.36 Uhr

    Das ist doch... Gifffft für die Haaaaare! Der gemeine Bürger stellt sich unter dem Job des Spieleredakteurs ein Leben in Glanz und Glorie vor. Und er hat ja auch recht. Meistens jedenfalls. Leider beinhaltet die Arbeit auch den lästigen, aber irgendwie unvermeidlichen Kontakt mit dem geistigen Bodensatz dieses Planeten, wie mein aktueller Leserbrief des Monats etwas zu deutlich beweist:

    Von: Daniel Riemer [mailto:animefreak_m@hotmail.com]
    Gesendet: Sonntag, 15. Juli 2007 14:23
    Betreff:

    DU hässlicher, glatzköpfiger Looser! Das Buch Harry Potter und der Orden des Phönix ist ein Meisterwerk! Spiel du doch weiter deine dummen EGO-Shooter - zis in deinem Alter! Du hast versagt!!!! Lusche und ne Perrücke wäre auch angesagt! Scahde das du in deinem Leben nicht mehr erreicht hast!

    Ich gehe davon aus, dass er sich darauf bezieht. Oder er verwechselt mich mit Daniel Radcliffe. Das passiert mir in letzter Zeit auch ständig.

    Froschi

    Freitag, 13. Juli 2007, 07.03 Uhr

    Ständig unendliche Erholung? Fast. Nach der verregneten, aber ungemein entspannenden Woche im Haasennest geht's heute abend in die verregneten, aber ungemein entspannenden Arme von Köln. Zu Familie Apoc. Dazwischen lag (bzw. liegt immer noch, was der Grund dafür ist, dass ich zu einer derart unheiligen Zeit im Büro bin) die größtenteils trockene, aber leider nicht sehr entspannende E3. Genau genommen ist sie das Gegenteil von entspannend. Anti-entspannend. Die schwarze Materie der Entspannung. Der Ratzinger der Entspannung. Die Skorpiongrube der Entspannung. Denn obwohl sie dieses Jahr angeblich geschätzte 715 Prozent kleiner sein soll als all die Jahre davor, haben Entwickler und Publisher nach wie vor nicht gelernt, dass das durchschnittliche Jahr 51 weitere Wochen hat, in denen man Presskits veröffentlichen kann. Vielen Dank für weitere sechs verlorene Jahre meines Lebens!

    Froschi

    Samstag, 23. Juni 2007, 12.46 Uhr

    Nordorius BIG: Urlaub, Urlaub, t00w, t00w, t00w! Häääääääääy, ab in den Norden - da, wo's höchstwahrscheinlich noch mehr regnet, als gerade bei uns. Aber wir lassen uns die Stimmung nicht drücken - unser gemietetes Haus heißt nämlich »Haasennest«! Yay!

    Froschi

    Montag, 18. Juni 2007, 11.03 Uhr

    Heute Handarbeit: Laut meinem Großvater ist Wichse so Kram, den man sich auf die Schuhe schmiert, damit sie glänzen. Äh, Aufschuhedamitsieglänzenschmierkram. Jedenfalls ein ganz geläufiges Wort. Auf der anderen Seite ist mein Großvater 84 Jahre alt, und kennt auch noch Begriffe wie »Grumbeer«, was irgendwie eine Abkürzung für »Grundbeere« ist, das im Schwäbischen eine schnöde Kartoffel beschreibt. Jedenfalls hat das Gewichse meines Großvaters (Ein Ausdruck, von dem ich nie dachte, dass ich ihn in den Mund bzw. in die Finger nehmen würde. Und auch das klingt irgendwie verwerflich. Bizarre Konditionierung? Illuminaten?) nichts mit dem zu tun, was täglich mit mehreren Millionen Handys in der einen und Jungpenissen in der anderen Hand passiert. Worauf ich hinauswill: Was zum Teufel soll der Untertitel Zwei abgewichste Profis bedeuten? Erschreckend glänzende Fachmänner, zwei an der Zahl?

    Habe mich übrigens vor ein paar Tagen in London tierisch darüber geärgert, dass er dort schon für dezent unverschämte sieben Kilo in den Läden steht, während ich hier noch Extrakohle für Kinopopcorn locker machen muss. Und noch mehr ärgern tut mich gerade, dass vor ein paar Tagen ein Blitz in unserer Nachbarschaft eingeschlagen hat, der nicht nur meinen Switch geröstet, sondern vor allem auch meinen Rechner nachhaltig getiltet hat. Aber das hat nichts mit Wichsen zu tun.

    Froschi

    Samstag, 09. Juni 2007, 09.39 Uhr

    Analyze this: Träume sind irgendwie komisch. Heute habe ich (nach meiner üblichen triumphalen Weltherrschaft) davon geträumt, dass Peg in Leipzig ein Vieh aus ihren Klamotten geschüttelt hat, das ein bisschen, aber nicht ganz wie eine Mücke aussah. Oder wie eine Motte. Wir konnten uns nicht entscheiden, deswegen taufte ich sie »Mütte«. Und weil ich gerade grausam gelaunt war, kippte ich die Mütte ins Abwaschbecken, um ihrem schmerzhaften Ertrinkungstod zuzusehen. Doch leider entpuppte sich ihr Körper als schwammähnlich, jedenfalls saugte sie all das Wasser auf und gewann beträchtlich an Körpergröße. Als mir schließlich ihre kalten, glänzenden Facettenaugen ungefähr auf meiner Höhe entgegenstierten, griff ich zum Skapell, welches ich von meinem letzten Faschingseinsatz als Dr.Greene noch zufällig in einer Leipziger Küche rumliegen hatte, verpasste der Mütte einen kühnen Hieb und sah zufrieden zu, wie sie unter einem »PFFFFFFFFFFFRRRRRRRRRRRRRRRRÄÄÄÄÄÄÄÄÄUUCHZZZZZZZZZZZZ!«-Geräusch das Waschbecken wieder mit schlammigem Matsch füllte. Moral: Schmeiße nie eine Mütte ins Waschbecken, sie treibt deine Wasserrechnung nach oben und bedroht die Menschheit!

    Ich wünschte, ich würde mal vom Gruppensex mit sieben Keira Knightleys träumen. Aber nö.

    Froschi

    Dienstag, 22. Mai 2007, 13.43 Uhr

    Kein Faulspiel, nur Foultier: Jaja, ich weiß, ich weiß. Nicht gerade viel los hier. Ist auch nicht so, dass nix passieren würde, oder ich nix zumindest nennenswert Blödes zu kommentieren hätte. Aber ich bin gerade so faul. Und hab ja anderweitig genug zu schreiben. Ob es wohl reichen würde, wenn ich ein paar Buchstaben aus anderen Texten hierher trage, und sich jeder daraus seinen eigenen Text stricken könnte? Hier schonmal ein paar As: aaaaaaaaaaaaaaaaaa. Und weil ich's so mag: yyyyyyyyyyy.

    achjo, wo ich den Editor eh gerade offen habe: Ein paar Impressionen aus Innsbruck, das nicht nur handlich, sondern seit Neuestem auch voller Michi ist:

    Das erwartungsvolle Lächeln der Schlag Stock Five (hier nur in der Alternativversion »Wurst Brot Four«)

    Die unbändige Freude über den Anblick eines natürlich gewachsenen Berges.

    Ein weltexklusiver Screenshot aus Crysis 2: Alm On Fire

    Ein unerwarteter Auftritt der Beastie Boys, um ihre 2008 startende »Yodel like you just don't care«-Tournee zu promoten.

    Das seit langem herbeigesehnte Revival des Sonnenfensterpunks.

    Die wichtigste Warnung aller vorstellbaren Zeiten, die bei Nichtbeachtung zum sofortigen Schrumpeln des Universums führt.

    Ein klarer Blick auf die Unendlichkeit, interessanterweise auf einem McKlo entdeckt.

    Tür Günther.

    Sowie ein Bär mit einem Penis in Entenform. Oder einer Ente in Penisform, darüber streiten die Gelehrten.

    Schon ordentlich was los, nich?

    Froschi

    Samstag, 28. April 2007, 16.27 Uhr

    Wir bitten um eine Schweigeminute: Heute morgen verstarb unser kleiner Godzilla sehr unerwartet und im Alter von gerade mal viereinhalb Jahren. Wir werden unser graues Raubkuscheltier sehr, sehr, sehr vermissen. Und Galadriel ist jetzt sehr, sehr, sehr allein.

    Godzilla. Wie er gerade sich selbst entdeckt.

    Die trauernden Hasieltern

    Sonntag, 18. März 2007, 19.26 Uhr

    Mist, doch schon wieder ein Monat rum: Wie die Zeit vergeht, wenn man eine 360 hat.. jaja.. Nun, sei's drum - hier Teil zwei der großen, bedeutenden, weltumspannenden Berichterstattung aus der fastkleinstenaberdafürziemlichbunten Stadt der Welt: Las Vegas! (den ersten Teil finden Frischlinge etwas weiter unten)

    Donnerstag, 25. Januar 2007

    09.02 Uhr: Jaaaaa, ein sehr spät anfangender Event ist ein Segen! Erstmal ganz gemütlich unterm Privat-Wasserfall baden, dabei Nachrichten kucken und hernach in aller Seelenruhe frühstücken. Hoffe, dass die Fernbedienung wasserdicht ist.

    09.47 Uhr: BRATZ! Verdammte Scheiße, ständig bekomme ich hier eine gewischt! Verfluchter Nerzteppich! Oder ist’s der amerikanische Elende-Krauts-ihr-werdet-für-immer-bezahlen-Modus?

    10.02 Uhr: Dekadenz-Frühstück! Reihum verzieren Giganto-Rühreier, Mutanten-Würste, meterhohe Schaumkronen auf dem Kakao und ganze Elefantenteile die Teller. Bin versucht, statt einem Messer eine Kettensäge zu fordern.

    11.07 Uhr: Wieder auf dem Zimmer, Post-Magensprengung-Entspannungsphase. Mache dabei interessante Beobachtung: Es gibt hier nirgends, und ich betone nirgends ein »Bitte helfen Sie uns, Wasser zu sparen«-Schilder, mit denen man sonst in jedem Hotel der Welt zugespammt wird. Wundert mich zwar, aber irgendwie dann doch wieder nicht. Würde vermutlich das sensible Raumzeit-Dekadenz-Gefüge stören.

    12.27 Uhr: Kleiner Spaziergang durch Vegas? Bin dabei!

    13.51 Uhr: Wann auch immer der Gott der Wahl das völlig aus Drogen bestehende Gehirn geschaffen hat, es ist definitiv im Kopf des Designers gelandet, der die Las Vegas-Hotels/Casinos gestaltet hat. Anders lassen sich Dinge wie »Eine benutzbare Achterbahn führt um das ganze Hotel herum, das irgendwie ein Nachbau von Manhattan ist« (New York, New York), »Ein gigantisches Märchenschloss, das Disneyland vor Neid erblassen lässt« (Excalibur), »Eine gigantische Pyramide, die nachts mittels eines Lichtstrahls mit ihrem Heimatplaneten kommuniziert. Und eine Sphinx. Einfach so. Wir haben ja die Kohle.« (Luxor) oder »Hey, lass uns mal den Eiffelturm 1:1 nachbauen, die Froschfresser haben mit Sicherheit nichts dagegen!« (Paris) nicht erklären. Und dann noch das unglaubliche Bellagio mit seinem völlig unerklärlichen Wasserspiel, für das es eigentlich keine Worte gibt! Das völlig irrsinnige MGM Grand mit seinem gigantischen Bronzelöwen davor! Jenseits von Gut und Böse. Fotoapparat fährt Sonderschichten.

    13.53 Uhr: Begegne dem großartigsten Schaufenster der Welt: bei Schorsch Armani. Ein gigantisches, gigantisches Schaufenster, in das bei H&M oder Peek&Cloppenburg vermutlich 22 vollgestopfte Puppen gestapelt würden, samt gleichwertig vielen »Schaut her, wie irre günstig wir sind!«-Schildern. Armani hat das nicht nötig. Irgendwo in der Mitte dieses Monuments aus Glas finden sich, sehr verloren, zwei Caps, zwei kleine Handtäschchen und ein paar Schuhe. Gibt es eine schönere Art »Ihr wisst, was es bei uns gibt! Und ihr wisst auch, was es kostet! Falls nicht, wagt es ja nicht, hier rein zu kommen!!« zu sagen? Finde ich irgendwie geil. Genauso wie meinen neuen Schweinefreund, der mir irgendwo im Innern des Bellagio-Dungeons ein langes und erschreckend wohlhabendes Leben prophezeiht.

    13.57 Uhr: Denke, dass ich Melonen-Squishee trinke. Irrtum könnte nicht größer sein: Zutsche nämlich gerade Zucker mit Zucker angereichert und von einem Zuckertopping bedeckten Becher Zucker in mich hinein. Roten Zucker. Ich bin durstig, außerdem habe ich dafür bezahlt. Also nehme ich mir felsenfest vor, dass das Ding auch komplett meine Speiseröhre passiert.

    13.59 Uhr: Habe noch nicht mal die Hälfte geschafft, kollabiere aber bereits. André ist auch keine große Hilfe. Wann auch immer ein Diabetiker schnellen Selbstmord begehen will, sollte er einfach mal nach Vegas kommen.

    14.02 Uhr: Becher voller Zucker ist immer noch zur Hälfte voll. Muss vor so viel Übermacht kapitulieren. Vernichte Inhalt, der eine brasilianische Familie vermutlich einen Monat lang versorgen könnte, angewidert in einem wohlgeputzten Mülleimer.

    14.14 Uhr: Sobald man den Einflussbereich eines Casinos verlassen hat, stehen überall die gleich abgewrackten Gestalten herum, die einem Flyer für Stripclubs in Visitenkartengröße aufdrücken wollen. Allerdings schnipsen sie dabei immer an die Flyer-Stapel, was ein Geräusch verursacht, das bei mir innerhalb kürzester Zeit den Wunsch weckt, ihnen die Hauptschlagader langsam mit einem rostigen Löffel aufzuritzen. Mischung aus heißer Sonne, überzuckertem Blut und Dauerschnipser-Penetratoren macht mich aggressiv.

    15.03 Uhr: Tingeln langsam ins Hotel zurück, begleitet von Sonne, Kartenschnipsern und jeder Menge Straßenverkäufern, die der Meinung sind, dass jeder zehn gefälschte CSI: Vegas-Hoodies haben sollte. Passieren dabei M&M’s-Tempel. Überlege, all mein Geld auf einmal auszugeben. Könnte ja sein, dass ich irgendwann mal wieder Zucker brauche.

    15.08 Uhr: Habe so den Verdacht, dass außerhalb des Strips nicht mehr so viel von Las Vegas übrig ist. Nehme mir fest vor, dieser Theorie später vertieft auf den Grund zu gehen.

    15.42 Uhr: Uh, da war ja noch was: Auf zum Midway Gamer’s Day!

    16.12 Uhr: Unnötig viel Geheimnistuerei in einem großen Sonderbereich des Hard Rock Hotels: Gigantischer Vorhang, düstere Musik, noch kein Betreten möglich. Etwa 120 Journalisten aus aller Welt stehen ziellos herum, labern fleißig und trinken noch fleißiger die herumgereichten Drinks, die teuflisch viel Tequila enthalten. Wir beschließen, dass es mal eine interessante Erfahrung darstellen dürfte, Interviews besoffen zu führen. Kippen fleißig.

    16.30 Uhr: Ah, wir dürfen rein. Leichtes Wanken.

    16.34 Uhr: Auf der großen Leinwand steht »No Cameras Please«. Haha! Selbst schuld, wenn ihr mir so eine Vorlage liefert! Das dürfte eine der meistfotografierten Anzeigen des Abends gewesen sein.

    17.36 Uhr: Viele Vorträge, noch mehr Präsentationen und ein spamartig wiedergekäutes »Redefining Irgendwas« später gibt es erschreckend gutes Essen. Und noch viel mehr zu trinken. Wodka Bull ist mein Freund. Außerdem darf jedes Game ausführlich gezockt werden.

    17.51 Uhr: Kollege von anderem Magazin filmt unvorsichtigerweise eine Präsentation. Sofort steht ein bösegesichtiger Schrank neben ihm, der ihn vermutlich vor die Wahl stellt, entweder den Film zurückzuspulen und vor seinen Augen zu löschen, oder das Gleiche im Innern seines Rektums auszuführen. Kollege überlegt eine Weile.

    18.41 Uhr: Führe Interview mit Elijah Woods Bruder Zach, der zufällig nebenbei noch Designer von Black Site ist. Vermeide jede Frage nach seinem Bruder, ein ebenfalls mitinterviewender Brite kann sich bedauerlicherweise nicht beherrschen. Zach verknotet erwartungsgemäß seine Augen. Er scheint diese Fragen schon mal gehört zu haben.

    19.26 Uhr: Ed Boon, der Kopf hinter Mortal Kombat, ist eine coole Sau. Das Interview hätte locker noch eine halbe Stunde länger gehen können, wenn Midway nicht im Hintergrund Druck gemacht hätte. Die Organisation der Interview-Slots lässt etwas zu wünschen übrig. Achja: Der dazu gehörige Bericht tummelt sich hier.

    20.11 Uhr: Hasse Pete Townsend…äh… Townend.. äh… Dings für so viele Dinge. Aber vor allem für seine unbegründete Gewalt gegen wehrlose Gitarren. Quälsau!

    21.48 Uhr: Zurück im Hotel: Schlafen? Fernsehen? Arbeiten?

    21.52 Uhr: Nix von allem! Geht nämlich gleich zur Post-Präsentations-Party. Argh! Ächz! Bin zu alt für diesen Scheiß.

    22.11 Uhr: Öhm. Keine Turnschuhe erlaubt? Und idealerweise Anzug? In einem House-Club? Darf ich wenigstens meine deutsche Lunge benutzen?

    22.56 Uhr: Menschen in Anzug und ohne Turnschuhe gehen wild zu House ab. Wir thronen ein Stockwerk über dem Pöbel, kippen einen Wodka Bull nach dem anderen und führen serviettenbasierte Kommunikation, da Umgebung für handelsübliche Gespräche zu laut. Wird sich mit Sicherheit in elitären Kreisen als alternative Verständigungsform durchsetzen. Dafür sorge ich schon.

    23.01 Uhr: Verfluchter Wodka Bull wirkt sich negativ auf beschränkt fassungsvermögende Blase aus. Auf der anderen Seite lerne ich so auf der Toilette wertvolle Überlebenstipps für Las Vegas-Klos.

    23.12 Uhr: Verfeinern unseren teuflischen Hooker Handling Device™-Plan auf Servietten-Basis. Motto: »We grind their bones to bake our bread!«. Dieses Spiel wird sich nachweislich 100 Millionen mal verkaufen. Eine doppelt so brillante Wii-Version (mit Wiimote-Schlitzer-Modus) ist ebenfalls schon so gut wie in Arbeit. Debattieren beste Annäherungsstrategie an Take 2 und Electronic Arts, als uns auffällt, dass die Getränke alle sind. Mehr Alkohol! Wir sind mitten im Kreativprozess!

    23.30 Uhr: Spaß, Spaß, Servietten, Spaß.

    00.33 Uhr: Spaß, Spaß, Spaß!

    01.41 Uhr: Spaß, Spaß! Aber wir haben keine Servietten mehr! Greifen auf Rumzappel-Alphabet zurück.

    01.47 Uhr: Da steht eine junge Frau, deren Rücken vollständig von einem gigantischen Munsters-Tattoo bedeckt ist. Fragen sie, ob sie sich der Tatsache bewusst ist, dass ein gigantisches Munsters-Tattoo vollständig ihren Rücken bedeckt. Sie sagt, dass sie sich völlig der Tatsache bewusst sei, dass ein gigantisches Munsters-Tattoo vollständig ihren Rücken bedeckt. Sie mag die Munsters sehr, deswegen ließ sie ihren Rücken vollständig von einem gigantischen Munsters-Tattoo bedecken. Klingt plausibel, aber aus ihrer Stimme schwingt der Alkohol mit, habe daher leise Zweifel. Denn ich mag zwar z.B. Schnabeltiere sehr, komme deswegen aber noch lange nicht auf merkwürdige Ideen.

    02.01 Uhr: André wächst. Langsam, aber beständig. Sooooooo groß ist er schon!

    02.30 Uhr: Wir sollten langsam mal gehen. Die bequemen Sofas und kostenlosen, sehr guten Drinks hält ja auf Dauer keiner aus!

    03.12 Uhr: Stelle im Bett mit Interesse fest, dass die Wodka Bulls aus nachweislich zu wenig Wodka und zum Ausgleich aus viel zuviel Bulls bestanden. Die sich alle gleichzeitig, und zwar jetzt gerade, aktiviert haben. Augen sind geöffnet wie nie: Denke über exzessives Bodenturnen nach.

    03:47 Uhr: Dreckdreckdreckdreckdreckdreckdreckdreckdreckdreck!

    03:59 Uhr: Dreck! Na dann kann ich auch was Sinnvolles tun: Arbeiten. Schlüpfe in etwas zu kleine, dennoch fraglos königliche Robe und tippe ein paar Texte für Deutschland, wo es gerade mal früher Nachmittag ist.

    05.49 Uhr: Nu ist aber auch mal gut. Puls fährt langsam wieder auf zweistellige Bereiche runter. Nighty-night!

    Und an dieser Stelle geht es wie gewohnt in Kürze weiter. Wirklich in Kürze! Bedenkt mal, wie alt das Universum ist...

    Froschi

    Montag, 19. Februar 2007, 10.06 Uhr

    Heute mal Machoschwein: Bin ja prinzipiell für Gleichberechtigung und Kram. Aber gelegentlich sollten sich alle Feministinnen mal hinsetzen, den einen oder anderen Jutetee trinken und darüber nachdenken, ob frau wirklich alles nachmachen muss, was mann vorturnt. Denn »Frauenboxen«, irgendwann am Wochenende von Pro Sieben um einen hampelnden Stöpsel herum inszeniert, ist weitaus weniger »Fight Night« als vielmehr Miezekatzgefauche (Dank an Gevatter Sieg ist Mund für den Link). Und mal wieder schlug mein Fremdschämzähler in bohlen'sche Regionen aus.

    Froschi

    Mittwoch, 14. Februar 2007, 12.46 Uhr

    Hello, Mrs. President: Peg hatte ja gestern Geburtstag. Den Dreißigminuseinsten. Wir haben ihn gefeiert, wie man Feiertage wie diesen feiern sollte: Essen, Spielen und etwas Alkohol. Ging ja auch nicht anders. Bei solchen Freunden... Vielen Dank, liebe Hartbirne! Jetzt brauchen wir Zwerchfelltransplantate!

    Froschi

    Sonntag, 11. Februar 2007, 19.49 Uhr

    Wenn einer ein paar Reisen tut:…dann schreibt er meist was darüber. Ich jedenfalls schon. War für ein paar Tage in fabulösen Las Vegas, primär zum Midway Gamers’ Day (Stranglehold! Black Site! Yay, Baby!), sekundär zum Erkunden der kleinsten Großstadt der Welt. Tja. Was soll man da schon groß an Vorworten loswerden? Hm.

    Mittwoch, 24. Januar 2007

    09.26 Uhr: Hey, ich kommuniziere gerade mit der freundlichsten Check-In-Trulla aller Zeiten! Die verspricht mir nämlich, mich auf allen Flügen (Hamburg -> Frankfurt -> Denver -> Las Vegas) direkt an den Notausgang zu buchen. Zwecks standesgemäßer Beinausstreckung und schneller Fluchtmöglichkeit nach Killerspielerspieler-Enttarnung. Bin zutiefst dankbar. Aber wollen doch erstmal sehen, wie ernst ihr Lächeln wirklich gemeint war.

    09.31 Uhr: Treffe auf die freundlichsten Security-Menschen aller Zeiten, die nicht nur lächeln, sondern auch kleinere Tascheninhalts-Witze machen. Irgendwas stimmt doch hier nicht.

    10.43 Uhr: Hm. Sympathie -2. Auf dem Frankfurt-Flug bin ich vom Notausgang nämlich so weit entfernt wie Michael Jordan von einem Treffen des Ku-Klux-Klan. Bleibe trotzdem hoffnungsvoll. Ist ja nur eine Stunde.

    11.15 Uhr: Natürlich. Das unvermeidliche schreiende Kind. Dieses Mal direkt hinter mir. Verfluchte europäische iPod-Lautstärkenbegrenzung!

    11.16 Uhr: Kann es keine Nur-nervende-Kinder-und-ihre-treusorgenden-Mütter-Flüge geben? Zahle dafür auch gerne Extra-Steuer!

    12.10 Uhr: AU! Muss man ein Flugzeug unbedingt so landen, wie ein vom Mond geworfener Buckelwal auf der Erde auftrifft?

    12.11 Uhr: Schreiendes Baby Reloaded. Scheinbar sind seine Stimmbänder während des Fluges gewachsen.

    12.22 Uhr: Eherne Gesetze des Universums, #117: Egal, wo man ist – man trifft immer die gleichen Gesichter!

    12.46 Uhr: Lästern über Konkurrenz? Check. Alberne Jokes? Check. Der neue 300-Trailer? Check. Bin bereit.

    13.20 Uhr: War ja klar. Traue nie einer lächelnden Lufthansa-Eincheck-Trulla. Sie kennt deine Schwachstellen!

    13.21 Uhr: Bin vom überaus rockenden Virgin Atlantic verwöhnt: Kein privatisiertes Bordprogramm, kein Gamepad, kein eigener Monitor. Lufthansa ist so 1982. Gut, dass André ebenfalls seinen DS dabei hat.

    13.27 Uhr: Boarding complete. Drei Plätze für mich ganz allein! Wuhuuuu! Schluck das, penetrant unnötige Lufthansa-Eincheck-Trulla!

    14.19 Uhr: Start macht mich immer so dösig. Erstmal Runde genussvoll schlummern.

    14.24 Uhr: Ui, Snacks!

    15.30 Uhr: Ui, Essen!

    15.31 Uhr: Hm: Matschiges Huhn mit matschigen Nudeln und matschigem Kuchen. Immerhin ist das Brötchen angemessen knochig.

    15.39 Uhr: In der Gotze läuft nur Mist. Mal zappen.

    15.40 Uhr: Neiiin, Zappen geht ja nicht! Ein Programm für jedermann! Wie sehr vermisse ich das so angenehm rockende Virgin Atlantic! Was tun, was tun? Uh, schlafen!

    17.01 Uhr: Ich liebe amerikanische Zolldokumente! Irgendwann, wenn mir alles so scheißegal ist, dass ich Microsoft kaufe, und daraus eine Frühstücksflockenfirma mache, kreuze ich bei allen Punkten, von »Steht hinter Ihrer beabsichtigten Einreise die Absicht, sich an strafbaren oder unmoralischen Handlungen zu beteiligen?« bis »Haben Sie jemals ein Kind der Obhut eines Staatsbürgers der Vereinigten Staaten entzogen, dem das Sorgerecht für dieses Kind zugesprochen wurde?« ein in Großbuchstaben kaligraphiertes »JA! JA! Tausend mal JA!« an, und warte auf das Gesicht des Zollbeamten.

    17.38 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt hatte ich beim ungemein rockenden Virgin Atlantic bereits Nacho Libre & X-Men 3 verschlungen. Und hier? Lufthansa startet jetzt das »Main Feature«.

    17.39 Uhr: Es ist »The Illusionist«. Ich spiele dann mal.

    17.51 Uhr: Schnief.

    19.14 Uhr: Gut: Blöder Film vorbei! Schlecht: Noch blöderer Nachfolgefilm gestartet. Irgendwas mit glücklichen Menschen, wiehernden Pferden und zuviel Weichzeichner. Yoshi’s Island DS übt unwiderstehlichen Reiz aus. Videogame-Pheromone sind ein bislang kaum erforschtes Gebiet. Überlege mir schmissigen Titel für meine Doktorarbeit, verwerfe Gedanken schließlich für praktische Ausübung theoretischer Erkenntnisse.

    20.02 Uhr: Schniefschnief.

    21.32 Uhr: Noch knapp zwei Stunden bis Denver. Ob jetzt eine Mütze voll Schlaf eine gute Idee wäre?

    21.33 Uhr: Die Onboard-Echtzeit-Karte amüsiert mich: Wir fliegen gerade über einen Ort namens »Rheinlander«? Hihi!

    21.40 Uhr: Mehr Essen! Juchuuu! Reste vom Rind mit Dingen, die mal in der Nähe von Kartoffeln wuchsen! Rein damit.

    21.48 Uhr: Oh, und Grießpudding. Kann man nix gegen sagen.

    22.01 Uhr: Schnief!

    22.17 Uhr: Schniefschniefschniefe-di-schnief! Verfickte Klimaanlage!

    23.22 Uhr: Hui, sanfte Landung! Respekt.

    23.23 Uhr: Und warum liegt hier überall Schnee? Haben die den uns geklaut? Schweine!

    23.42 bzw. lokal 15.42 Uhr: Bin ein furchtbarer Lügner. Aber der forsche Jungbeamte scheint mir anstandslos abgekauft zu haben, dass ich allein nach Las Vegas reise und nicht gedenke, dort irgendjemanden zu treffen. Trottel.

    15.46 Uhr: Hier laufen tatsächlich Leute mit Cowboyhüten rum! Wo sind wir bloß gelandet?

    15.50 Uhr: Wir warten aufs Gepäck.

    16.00 Uhr: Wir warten aufs Gepäck.

    16.10 Uhr: Wir warten aufs Gepäck.

    16.18 Uhr: Ha, ich hab meins! André?

    16.19 Uhr: André nicht.

    16.24 Uhr : Ah, jetzt doch. Auf ins verschlungene Flughafenlabyrinth des Denver Clans!

    16.33 Uhr: Gepäckaufgabe 2.0: »You going to Vegas?« »Yep.« »Cool. Give that to me.«

    16.34 Uhr: Das Gepäck sehe ich nie wieder.

    16.35 Uhr: Fuck! Sicherheitskontrolle 2.0 scheint komplizierter zu werden! Menschen über Menschen! Bloß gut, dass wir noch eine knappe Stunde Zeit haben.

    16.52 Uhr: Bekomme Nachricht von den anderen, die von München aus geflogen kamen: Haben den Flug verpasst. Wir sollen bitte Fred Bescheid sagen.

    16.53 Uhr: Wer ist Fred?

    16.54 Uhr: Und vor allem: Wo ist Fred?

    16.55 Uhr: Für Amerikaner merkwürdige Laute dringen durch die Wartehalle: »Freeeeeeeed??«

    16.57 Uhr: Keine Reaktion. Es gibt keinen Fred. Aber immerhin waren wir eine Weile beschäftigt.

    17.01 Uhr: Endlich durch! Ging dann doch schneller als erwartet, lag möglicherweise daran, dass ich meine Stiefel die ganze Zeit über an hatte, und dann direkt vor dem Durchleuchtungsbeamten auszog. Habe bestimmt dem Ansehen der deutschen Gemeinde geschadet, was mir aber gerade und auch sonst die ganze Zeit über ziemlich wurscht ist. Außerdem geht unser Flug in 19 Minuten.

    17.11 Uhr: Anblick von Internet-Hotspot-Werbung erheitert mich: »Make reservations! Check e-mail! Surf the web! Play games!« - aber »Watch porn!« fehlt aus irgendeinem Grund.

    17.12 Uhr: Wir müssen zu B18. Natürlich fängt die Reihe bei B36 an.

    17.18 Uhr: Jahaa, bin fröhlich: Cowboys! Cowgirls! Cowflugzeug! Klischeehormone tanzen Polka!

    17.22 Uhr: Und natürlich auch hier kein Ansatz eines Notausgang-Platzes! Danke, verfluchte Lufthansa-Eincheck-Trulla!

    17.34 Uhr: Der lässt sich aber mal echt Zeit mit dem Abheben. Auf der anderen Seite: Wollte schon lange mal das letzte Viertel einer Startbahn sehen!

    17.35 Uhr: Uiiiiii: Das halbdunkle Denver aus der Luft = buntes Winterwunderland. Und ganz schön weitläufig.

    17.38 Uhr: Uiiiii, die Rocky Mountains! Ganz schön felsig. Und fast so schön wie die Alpen.

    17.43 Uhr: Entweder sind die Rockys mal echt hoch, oder wir fliegen verdammt tief. Jedenfalls fühlt es sich so an, als könnte ich einfach rausgreifen und eine heitere Schneeballschlacht veranstalten.

    18.05 Uhr: Oh Gott, Cowwoman (Klein, breit, clownrote Lippen, kurze blonde Locken, Blue Jeans, Karohemd in selbige gestopft, außerdem wette ich, dass sie unglaublich gut im Squaredance ist!) hört tatsächlich volle Pulle Country! Und sie hat allen Ernstes einen goldenen Sheriffstern auf der Uhr! Ihr Cowboy-Begleiter (Klein, breit, Hände wie Waschmaschinen, Blue Jeans, rosa Hemd. Argh.) zieht sich den Cowboyhut zum Schlummer tief ins Gesicht. Hilfe! Klischeepolizei!

    18.21 Uhr: Welcome to fabulous Las Vegas! Aus dem Fenster erkenne ich eine fabulös-glamouröse »Mattress Gallery«! Außerdem haben wir Westcoast-Time. Westsiiiiiiiiiiiide!!11

    18.33 Uhr: Holy fuck, schon am Flughafen stehen überall Bargeldkiller rum? Für die Leute, die eigentlich nicht in die Stadt wollen, sondern einfach herfliegen, alles verprassen und direkt wieder umdrehen? Das kann ja heiter werden..

    18.36 Uhr: Stimmt, wird es: Begegne größtem Steinhasen der Welt. Stelle mich höflich vor.

    18.42 Uhr: Entdecken Blizzards streng geheime Pläne für neues MMORPG. Scheint dieses Mal mehr die Bauarbeiter-Zielgruppe anzusprechen.

    18.52 Uhr: Ah, da ist ja Fred. Schau einer an.

    19.01 Uhr: Werden von gigantischem Spaßmobil abgeholt: Außen leichenwagenfarbiger Schulbus, innen Leder-Dekadenz!

    19.22 Uhr: Trudeln im »Mandalay Bay« ein. Angeblich sind die Fenster mit Blattgold überzogen. Von der Farbe her kann’s hinkommen. Halte Meißel und Kletterzeug bereit.

    19.31 Uhr: HOLY FUCK! Für das Zimmer braucht man ’nen Stadtplan! Habe zwei Betten, zwei Klos, Großbildfernseher im Wohnzimmer, Großbildfernseher im Schlafzimmer, kleinen Großbildfernseher im Bad, eine Flauscheweich-Couch, eine gigantische Badewanne mit eigenem Mini-Wasserfall sowie ein allgemeines Gefühl der Ocean’s Eleven-Dekadenz. Erwarte jeden Moment Tony Benedict mit einer Zeitung vor der Tür. Gleich mal viele Fotos machen. Für später, zum Angeben. Jetzt zum Beispiel.

    19.40 Uhr: Uiiii, Friends! Rachel war noch nie so groß!

    19.58 Uhr: Channel 5, American Idol goes to New York! Yay! Verständige mich mit dem nebenan residierenden André per fachmännischem Klopfzeichen, dass er gefälligst auch hinschalten soll. Denn gerade läuft der grandiose Auftritt von Ian Irgendwas, der für den Rest des Trips genügend peinliches Zitat-Material liefert (»Rubbish? Who says that? Is that british for 'garbage'?«).

    20.02 Uhr: Zischen ins Hard Rock Hotel. Treffen unterhaltsame Australier. Und ich vollziehe unvermeidliches Ich-bin-unwürdig-Ich-bin-so-unwürdig-Ritual an grandioser Gibson Doubleneck. Keine Ahnung, wem sie gehört hat, aber ich atme den Geist des Rock n Roll. Und viel trockene Luft. Aber dazu später mehr.

    00.17 Uhr: Bin betrunken. Nicht betrunken genug für das, was ich gekippt habe (Vermute, dass Mini-Cheeseburger und panierte Garnelen im Dutzendpack nachteiligen Effekt von Alkohol neutralisieren. Jedenfalls haben sie ihn nicht verstärkt.), aber definitiv betrunken genug, um zu spüren, wie kaputt ich bin. Hallo Giganto-Bett!

    ...und hier geht es in Kürze weiter. Irgendwann. In Kürze halt.

    Froschi

    Freitag, 09. Februar 2007, 11.38 Uhr

    Hat ja auch lang genug gedauert: Das Knirschen der Stiefel bei jedem Schritt. Das Hinterlassen einer einsamen Spur auf der Straße. Das Verkriechen in den Mantel, während der Wind in unterschiedlichen Höhen an der Strickmütze vorbeipfeift. Der aufregend frische Geschmack der Luft. Das warme Gefühl von frischem, glitzerndem Schnee in der Hand. Die weißen Haufen, die mal Autos waren.

    Der Schneeball, der deprimierenderweise mehrere Meter an Peg vorbeizischt.

    Schon irgendwie geil.

    Froschi

    Mittwoch, 31. Januar 2007, 19.29 Uhr

    Kille-Killespiele ahoi: Der ganzen Debatte um Todbringendemördertodesspieledestodes (»Killerspiele« ist meiner Meinung nach nicht ansatzweise dramatisch genug) könnte man ja eigentlich mit einem kalten, vielleicht dezent grimmigen Lächeln begegnen, schließlich findet sie hauptsächlich in den verwarzten Gehirnen einiger bayerischer Politiker sowie Zeitgenossen statt, die auch Bauklötze für jugendliche Gehirne noch weitaus niederträchtiger als Hosen tragende Frauen und vergleichbares Teufelszeug verderbend halten. Doch manchmal, ja manchmal wünscht man sich doch, einfach hinter den blinden Hass so manch reaktionären Redenschwingers blicken zu können. So wie heute morgen auf dem Deutschlandfunk: Würde eine derartige Diskussion im Fernsehen laufen, ich hätte nach zehn Sekunden aufgrund akutem Fremdschämausschlags hektisch schreiend den Sender gewechselt. Doch leider kann man in der echten Welt nicht zappen.

    Immerhin ist es irgendwie beruhigend, zu wissen, dass der Dickdarm-statt-Hirn-Horizont nicht bei Beckstein endet. Aber hilfreich ist es nicht.

    Froschi

    Mittwoch, 24. Januar 2007, 07.02 Uhr

    Kautz Attacks! Ich zische für ein paar Tage ins benachbarte Las Vegas. Falls ich mich danach nicht zurückmelden sollte, habe ich vermutlich irre viel Geld gewonnen und tummele mich auf einer meiner Privatinseln in den Tiefen der Karibik. Falls sich danach gar keiner mehr melden sollte, habe ich das Internet gekauft und daraus einen freundlichen Strauß Frühlingsblumen gebastelt.

    (Eigentlich ist ja heute schon Donnerstag. Und ich bin bereits in Vegas. Und schwelge in dekadentem Luxus (dazu bald mehr und Bilder). Aber gestern morgen ging der Server aus irgendeinem Grund nicht, und ich musste die Maschine kriegen..)

    Froschi

    Montag, 22. Januar 2007, 13.02 Uhr

    Mal was Klassisches: Was tut man, wenn man nix zu vermelden hat, diverse Leute einen aber trotzdem dazu anstacheln, etwas Neues zu vermelden? Man saugt sich ein schlaues Wurfstöckchen aus der Nase, das man dann auch forsch an diverse Leute verteilt! Also: Wenn Fabi, Taris, Gunnar sowie Markustina nicht mitmachen und fleißig weiterschmeißen, dann wird Jack Thompson neuer Bundeskanzler! Überlegt's euch also...

    Drei Dinge, die mich tierisch ärgern würden, falls ich morgen stürbe:

  • Ich würde nie Duke Nukem Forever spielen können. Wobei das zugegebenermaßen nicht ganz fair ist: Ich werde auf jeden Fall sterben, bevor DNF erscheint.
  • Ich würde nie erfahren, ob Coldplay und Radiohead mal wieder ein brauchbares Album fabrizieren.
  • Ich würde nie mitbekommen, wie unsere potenziellen Kinder zuerst zu den Klassen-Klugscheißern werden, und anschließend ein Furz-basiertes Mittel gegen Krebs, Haarausfall und Shows mit Dieter Bohlen erfinden.
  • Drei Songs, von denen ich wünschte, dass ich sie geschrieben hätte:

  • Rory Gallagher - Walk on hot coals. Das würde nämlich bedeuten, dass ich gottgleich Gitarre spielen könnte.
  • Radiohead - Street Spirit. Weil ich auch gerne mal Leute einfach so zum Heulen bringen würde.
  • Coldplay - The scientist. Einfach wegen dem fabelhaften Versmaß.
  • Drei Orte, die ich mir total super vorstelle, unabhängig davon, wie sie wirklich sind:

  • Kanada. Ganz Kanada. Das muss ein Hort der Liebe und des Friedens sein. Wo die Leute »abut« sagen, und es Landstriche mit Namen wie » Saskatchewan« gibt.
  • Neuseeland. Nur endlos weite, grüne Landschaften, wollige Schafe, die fröhlich bimmelnd über selbige hoppeln, und amüsant gewandete Armeen, die bei großen Filmproduktionen als Statisten mitwirken.
  • Mexiko. Lauter Kakteen, die wie posende Angler dastehen, lauter unrasierte Mexikaner in Ponchos, die mit einer Überdosis Tequila im Blut unter ihren Sombreros siestieren, umgeben von lauter Maultieren. Die alleine schon ihres Namens wegen großartige Tiere sind.
  • Drei Gelegenheiten, bei denen ich meine sonst übermächtige innere Ruhe verloren habe:

  • Als ein flüchtiger Bekannter meinte, er müsste Peggy unbedingt an den Hüften anfassen, um mit ihr zu reden.
  • Als uns einer die Vorfahrt nahm, mitten ins Auto fuhr, und gleich als Zweites (nach lautstarkem »Eyyy, wir hatten Vorfahrt!!«) allen Ernstes wissen wollte, ob wir den Wagen zu verkaufen gedenken.
  • Ein dritter Punkt fällt mir nicht ein, was ein bescheidener Hinweis auf meine beneidenswerte Contenance sein dürfte.
  • Froschi

    Mittwoch, 03. Januar 2007, 18.29 Uhr

    2007, was? Hm, eigentlich halte ich ja nicht soooo irre viel davon, allen Leuten unbedingt ein total superdiduper neues Jahr zu wünschen. In erster Linie war's nämlich Sonntag, dann kam wieder ein Montag, wie so oft davor auch schon. Aber schön, wenn's halt sein muss: Fröhliches neues Jahr, hoffentlich gut gerutscht, noch hoffentlicher ohne größere Verbrennungen wieder aufgewacht, alles wird viel besser als vorher, mit Geld-zurück-Garantie! Vergesst bitte nicht, dass jetzt am Ende der 200x eine Sieben steht, manche Leute verdrängen derlei Info zum unpassendsten Zeitpunkt! Und ich für meinen Teil verdränge mich jetzt wieder in die Schweigezone, habe nämlich noch Urlaub. Hua!

    Froschi

    Samstag, 09. Dezember 2006, 16.01 Uhr

    Immer muss man alles selbst machen: Falls sich einer gefragt haben sollte, warum es hier in den letzten Wochen und Monaten so still geworden ist: Ich war/bin beschäftigt. Nämlich damit. Unter anderem. Macht ihr denn auch alle schön jeden Tag mit? Solltet ihr!

    Froschi

    Freitag, 01. Dezember 2006, 08.55 Uhr

    Ich habe noch nicht alles gesehen: Bin ja selbst nicht der aktivste. Das sieht man zum einen am hiesigen Beitrags-Zustand, zum anderen am Ausschlag der Waage. Glücklicherweise bin ich nicht mehr als nötig auf den Kopf gefallen, so dass ich für alles mindestens eine gute, wenn nicht sogar erstaunlich überzeugende Ausrede finde. Zwar wissen Kenner von Pratchetts neuem (und sehr großartigem) »Klonk!«, dass es nur ein sehr kurzer Schritt von der guten bis zur schlechten Entschuldigung ist, aber das soll jetzt nicht das Thema sein. Denn ich habe soeben den faulsten Menschen der Welt getroffen. Eine Mischung aus überfahrenem Igel, Faultier mit Valium-Überdosis und festgefrorenem Schnabeltier: Den Mann, der (gefühlte) zwei Minuten auf den Fahrstuhl wartet, um dann mit selbigem ein Stockwerk nach unten zu fahren. Wohlgemerkt ist die Treppe direkt gegenüber dem Aufzug. Und weil ich Karussell super finde, bin ich einfach mitgefahren. Und dann wieder rauf. Weil ich da hin musste. In den dritten.

    Froschi

    Freitag, 10. November 2006, 20.06 Uhr

    Es gibt Gründe... ...für all die Schweigsamkeit. Eigentlich nur einen, aber der ist glatt vier Gründe dick! Nein, Peg ist nicht schwanger, stattdessen bin ich dermaßen mit Arbeit zugeschissen, dass ich selbst schon seit Wochen nicht mehr muss. Andererseits auch praktisch. Sei's drum, um das Ganze hier nicht allzusehr einpennen zu lassen, gibt's anschließend das Gedicht, das ich Anfang der Woche aus lauter Langeweile geschrieben und durch den Froschicam-Verteiler gejagt habe. Wer den nicht bekommt, ist möglicherweise doof. Dafür gibt's hier sogar den exklusiven Director's Cut ohne Schreibfehler:

    Es war ein Tag wie and're auch:
    Den Kopf verziert von einem Schlauch
    erhebe ich mich von den Kissen,
    die Weltbeherrschungsflagg' zu hissen!

    Am Anfang läuft es wie geplant,
    die Kurbel quietscht wie frisch gesahnt,
    der Wind ist still, das Laub gelangweilt,
    kein Arzt im Weg, der mich noch krankschreibt.

    Grad bin ich noch zutiefst zufrieden,
    bereit, die Affen auszusieben,
    da raschelt’s hörbar im Gebüsch,
    erstaunlich, denn es ist noch frisch!

    Mit reichlich Schwung und noch mehr Lärm,
    springt MAUS-MAN™ aus dem Buschgedärm!
    Ich seh' ihn an, er sieht zurück,
    er sieht mich an, ich sag »So'n Glück,
    dass MAUS-MAN™ ja ein Mädchen ist,
    und wie ihr sicherlich auch wisst,
    sind Mädchen harmlos, und auch weich!
    Bis später dann, mein Gnu kommt gleich.«

    Da sagt er/sie: »Moment einmal!
    Was ich hier halte, ist kein Pfahl!
    Noch ist es ein Stück Pottwalblut!
    Die Waffe meiner Wahl ist "Dude"!«

    Ich war geplättet, baff, am Ende;
    dass die Geschichte sich so wände,
    hätte ich nie niemals gedacht!
    Da hat die Aufklärung versacht!

    So blieb mir eines nur zu tun:
    »Hier ist mein Geld, mein Haus, mein Huhn.
    Da noch das Zebra aus der Tasche,
    zusammen mit der Selbstfüllflasche.

    Das ist mein ganzes Gut und Hab',
    ja, alles, was ich dir hier gab!
    Ja wie, du willst mein Portemonnaie?
    Da drin ist doch mein zwölfter Zeh!«

    Und so ging das noch viele Stunden,
    dann ward ein Kompromiss gefunden:
    Ich durfte geh'n, und zwar nach Haus',
    und MAUS-MAN™ zog'sch für alle aus!

    JUCHEI!!

    Und um den Namen Froschicam zu rechtfertigen, gab's dazu wie üblich ein Foto. Das war's vorläufig. Weiterlesen... bitte lesen Sie weiter... es gibt hier nichts zu hören!

    Froschi

    Montag, 23. Oktober 2006, 16.32 Uhr

    ...und dazu noch zwei Japandas, aber nicht verjapanscht: Da schau einer an, wie die Zeit vergeht. Naja, ist ja im Grunde noch Wochenende. Ahem. Nun, setzen wir unsere kleine Fabel von Lust und Moral (Habe übrigens den ersten Teil mit mehr Bildern aufgemöbelt. Also alle zuerst nochmal einen Eintrag weiter runter, huschhusch!) fort. Ich schluf gerade:

    Freitag

    3.48 Uhr: Finde es schade, dass mir das blinkende Klo weder einen guten Morgen noch festen Stuhl wünscht. Vermutlich ist es im Sleep-Modus. Ist ja auch noch früh.

    3.50 Uhr: Hach, die Lichter der Großstadt.

    5.41 Uhr: Hach, die Sonne der Großstadt. Mach die mal einer aus bitte, ich möchte noch pennen!

    6.26 Uhr: Huch, der »Herald Tribune« baumelt an der Tür. Armer Tropf. Immerhin war's für ihn schnell vorbei. Verdammte Yakuza!

    6.41 Uhr: Frühstück für 40 Euro? Her damit! Ich vermisse Heathrow ein wenig.

    7.22 Uhr: »A whole new woooooorld... a new fantastic point of view! No one to tell uns no or where to go...« - deswegen müssen wir uns auch mit Händen und Füßen durchfragen bzw. unsere Miss Marple-Gene an den Subway-Plänen aktivieren.

    9.20 Uhr: Da fliegt man 15somethingtausend Kilometer ans andere Ende der Welt, und trifft doch immer die gleichen Gesichter.

    9.24 Uhr: Riiiiiiiiisikoooooooo! Sei ein Mann! Trink etwas, das du weder kennst noch entziffern kannst!!

    9.25 Uhr: Uäch! In meinem Fall war's wohl Schlammtee mit Aalurin.

    9.30 Uhr: Geil, man kann mit Handy zahlen? Geht auch Blut?

    10.10 Uhr: Ken Kutaragi (Oberster Größter Meister von Sony CE) spricht.

    10.40 Uhr: Immer noch.

    11.00 Uhr: Immer noch.

    11.10 Uhr: Ich geh dann mal.

    Danach bis 17.20 Uhr: Messe! Viel Messe! VIEL Messe! Und verdammt viel PlayStation 3.

    Bizarres Detail auf der Messe und auch überall sonst, wo sich Menschen in einer Reihe zusammenfinden: Am Ende jeder größeren Schlange steht einer mit einem Schild, auf dem »Hier ist das Ende der Schlange!« steht. So entwaffnend logisch, dass mein Gehirn Polka tanzt.

    17.25 Uhr: Sony verspricht viel Essen und super Drinks! Bin dabei! Ab in den Bus!

    17.29 Uhr: Stau.

    17.32 Uhr: Stau. Blinkende Schilder überall. Wette, dass sie »Ab hier noch drei Stunden!« bedeuten.

    17.50 Uhr: Muss mich gelegentlich selbst daran erinnern, nicht dauernd auf Sony reinzufallen. Kein viel Essen, keine super Drinks im Bus!

    18.08 Uhr: Sony verschwendet mein Leben. Zeit, mit André köstliche Gags zu reißen. Herausgekommen ist ein Bong-Fu-Trailer, den ihr bestimmt, aber mit Sicherheit irgendwann mal zu sehen bekommt.

    19.04 Uhr: Langsam beginne ich an Absicht zu glauben.

    19.28 Uhr: Es muss Absicht sein! Der Busfahrer dreht Kreise, ich schwör's!

    20.07 Uhr: Ah, der Sony-Tower! Ganz oben durfte noch nie ein fremder Teufel rein. Woanders scheinbar auch nicht. Der Fahrstuhl kennt verdächtig wenig Ziele.

    Bis Mitternacht: Hui, Ken Kutaragi ist auch wieder da. Und ein Haufen Entwickler. Und ein Haufen PS3s. Samt einem Haufen Spiele. Nur das Sushi ist alle. Draußen wird Baseball gespielt.

    Nach Mitternacht: Erstmal eine rauchen. Wundere mich, dass keine ABM-Kraft mit einem Hochleistungsministaubsauger unter meiner Kippe steht, um den fachgerechten Abaschvorgang zu gewährleisten.

    01.04 Uhr: Schlafen? Arbeiten? Entscheidungen, Entscheidungen...

    01.05 Uhr: Na gut: Arbeiten.

    03.06 Uhr: Na gut: Schlafen!

    Samstag (offiziell)

    09.01 Uhr: Ich hätte meinen Japanisch-Kurs weiter als bis Lektion 1b machen sollen. Jedenfalls fahren wir erstmal in die falsche Richtung.

    09.07 Uhr: Ist aber auch schön hier.

    09.18 Uhr: »Women only!«-Bahnsteigabschnitte? Ich fühle mich unterdrückt! Ist bestimmt nur dazu da, damit die Frauen schneller auf Arbeit kommen, um dort von geknechteten Männer verdient geknechtet zu werden!

    09.20 Uhr: Was macht ein WLAN-Spot mitten in einer U-Bahn-Station? Die planen was, ich sag's euch!

    09.50 Uhr: OhgottohgottOHGOTTOHGOTT! Zehn Millionen Menschen in einer kleinen U-Bahn!

    09.51 Uhr: AAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRRRRRRRGH!!!11

    09.52 Uhr: Nur gut, dass ich nicht klaustrophobisch bin.

    09.55 Uhr: Puuuuuuh! 3/4 der Menschen strömen wie ferngesteuert aus der Bahn. Jetzt ist sie nur noch brechend voll.

    10.19 Uhr: Kulturschock pur: Sehe ungefähr 1000 Menschen, die in Dreier-Reihen völlig diszipliniert an einer Ampel stehen, die sich an einer recht ruhigen Straße langweilt. Es wird grün. Menschen laufen (alle in Reihe). Es wird rot, Menschen stehen. Jörg und ich sehen uns das Schauspiel etwa zehn Minuten völlig ungläubig an. Bin davon überzeugt, dass am Ende dieser endlos scheinenden Schlange einer mit einem Schild lungerte, auf dem »Hier ist das Ende der Schlange!« stand. Alle bekloppt.

    10.30 Uhr: Da ist die Messe ja schon wieder. Erstmal Versorgungs-Shoppen.

    10.41 Uhr: Sag niemals, dass ich mich garantiert nicht trauen würde, irgendetwas zu probieren! Dieser getrocknete Tentakel wird vernichtet!!

    10.42 Uhr: Knackig. Und etwas zäh.

    10.43 Uhr: Nagut, hauptsächlich zäh.

    10.47 Uhr: In der Tat: recht zäh. Aber es wird langsam weicher.

    12.52 Uhr: Disziplin! Aber ich müsste mal aufs Klo.

    12.54 Uhr: Hm. Bin ratlos. Die hiesigen Loki setzen einen Doktor im Bodenturnen voraus.

    13.10 Uhr: Alle zehn Millionen Menschen, die vorhin in der Bahn waren, haben sich sprunghaft vermehrt, und sind samt Nachwuchs jetzt auf der Messe.

    14.11 Uhr: Gott weiß einen guten Lacher zu schätzen: Wie darauf gelauert verabschiedet sich mein Laptop exakt in dem Augenblick ins Kein-Strom-mehr-Nirvana, in dem ich im langsamsten Pressezentrum der Welt eine wichtige Mail abschicken wollte. Keinen Bock mehr. So wichtig war sie dann doch nicht.

    14.30 Uhr: Immerhin haben andere Menschen irre viel Spaß.

    15.02 Uhr: Oder auch nicht.

    15.30 Uhr: Irgendwo muss auch mal gut sein. Deswegen suchen wir uns jetzt ein möglichst merkwürdig aussehendes Restaurant und spielen das Das-traust-du-dich-garantiert-nicht-zu-essen-Spiel.

    16.02 Uhr: Mmmmmmmmm, Paniertes mit Paniertem, dazu gibt's Paniertes! Und Bier.

    16.03 Uhr: Und Reis. Unpaniert. Schade.

    16.38 Uhr: Hmmm... ein Getränk, das »Sweat« im Namen trägt? Oder lieber eins, das wie ein biologischer Kampfstoff aussieht? Entscheidungen, Entscheidungen...

    16.43 Uhr: Rückfahrt. Die Hälfte der Zug-Anwesenden pennt. Davon gibt es übrigens nur zwei Varianten: Entweder nach vorn versunken halb auf dem Boden. Oder auf der Schulter des Nebenmanns.

    16.46 Uhr: Es gibt nur Klapphandys. Dicke Klapphandys.

    17.38 Uhr: Zurück in Shibuya. Kaufhaus. Brauchbar große Spielkram-Abteilung. Jede Menge großartiger DS-Games, die bei uns erst in einem halben Jahr, einem Jahr oder nie erscheinen, stehen gelangweilt rum. Ich würde ihnen liebend gern ein fröhliches Zuhause bieten, habe aber meinen Japanisch-Kurs nur bis Lektion 1b gemacht. Außerdem bin ich nicht ausgesprochen reich.

    17.56 Uhr: Ein Comic-Warnschild, das einen darauf aufmerksam macht, dass man heulen könnte, wenn man die Hand zwischen die sich schließenden Fahrstuhltüren steckt. Ich liebe es. Ernte allerdings merkwürdige Blicke der Fahrstuhl-Mitfahrgesellschaft für mein Herumgefotografiere. Japaner scheinen es merkwürdig zu finden, dass sich auch andere wie Touristen verhalten können.

    18.02 Uhr: Egal, um welche Summe es sich handelt: Selbst wenn du nur ein Snickers kaufst, wird dir die zu zahlende Summe in einen Taschenrechner getippt und vors Gesicht gehalten.

    20.30 Uhr: Zeit für einen Wir-sind-nicht-mehr-lang-in-Japan-Drink!

    20.42 Uhr: Und noch einen!

    21.02 Uhr: Und noch einen!

    21.20 Uhr: Was kostet eigentlich der Wodka in dieser hoch über den Wolken schwebenden, sehr teuer aussehenden Hotelbar?

    21.30 Uhr: Hochitassn!

    21.46 Uhr: Huch, da ist ja Stefan von Sony. Samt begleitenden Fremd-Redakteuren. Bock auf einen Barbesuch? Aber immer!

    22.01 Uhr: Bar entpuppt sich als japanischer HipHop-Schuppen. Genau wie europäischer HipHop-Schuppen. Nur mit mehr asiatisch aussehenden Gangstas.

    23.02 Uhr: Trage mein Hamburg-Shirt. Vorm Klo spricht mich einer darauf an: Martin aus Düsseldorf. Wie klein die Welt doch ist. Wir lachen herzhaft. Würde gern auf den Lokus, aber dort röchelt einer seit einer halben Stunde ins Becken.

    23.07 Uhr: Mehr Bier! Mehr Erdnüsse!

    23.12 Uhr: Ob direkt unter dieser ziemlich stark blasenden Klimaanlage zu stehen wohl negativen Einfluss auf meinen ohnehin durch omnipräsente Klimaanlagenberieselung stark angeschlagenen Hals haben wird?

    23.20 Uhr: Mehr Bier! Mehr Erdnüsse!

    23.34 Uhr: Interessantes Phänomen: Stellt man leere Bierflasche oder -dose ab, kann man seinen Arsch darauf verwetten, dass sie spätestens eine Minute später ordnungsgemäß weggeräumt wurde. Und die Schale mit Erdnüssen wird auch ständig nachgefüllt. Hm. Harte Jungs, diese japanischen HipHopper.

    01.20 Uhr: Wollemernischlangsahmjehn? Mirmüssenmornfrürausz!!!

    01.30 Uhr: Wlsches vonnen drein war jetzt unna Hotel? Bllll...

    Sonntag

    07.45 Uhr: Fühle mich gut. Schädel brummt nur ein wenig, dafür lässt mich mein Hals spüren, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

    08.28 Uhr: Sach mal, wann geht eigentlich unser Flieger?

    08.28 Uhr: Ah.

    08.28 Uhr: ..dann müssten wir ja.... FUCK!!!11

    09.25 Uhr: Wo ist Airwolf, wenn man ihn braucht?

    09.26 Uhr: Wo ist ein übersichtlicher Bahnhof, wenn man ihn braucht? Haben noch genau vier Minuten, um Zug zu schaffen, der uns gerade so zu unserer Maschine bringt. Sonst bleiben wir auf immer hier! Erleiden ähnliches Schicksal wie Tom Cruise in »The Last Samurai«!

    09.29 Uhr: Einer ausgesprochen hilfreichen Bahnangestellten und unseren im Notfall unglaublich gut arbeitenden Laufmuskeln sei Dank schaffen wir es noch gerade so in den Zug, der 40 Sekunden nach unserer Ankunft lostuckert.

    09.32 Uhr: Aaaaaah, bequeme Sitzplätze. Wie geschaffen für uns durchschwitzte Extremsportler!

    09.33 Uhr: Scheiße, reservierte Plätze. Schön, stehen wir halt auf.

    10.30 Uhr: Eine Stunde vergeht wie im Flug, wenn man nur stehen kann.

    10.36 Uhr: Kein Mensch am Virgin Atlantic-Schalter? Virgin Atlantic rockt! Jetzt haben wir ja noch fast eine halbe Stunde Zeit. Gaaanz gemütlich zur Security und zum Gate. Wir haben alle Zeit der Welt.

    10.52 Uhr: Jörg, was soll das heißen, du hast deine Boarding Card nicht dabei? Wir haben gerade eingecheckt!

    10.53 Uhr: Durchwühl alle Taschen, du musst sie haben!

    10.55 Uhr: Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! (Jörg rennt zum Check-In zurück, ich tänzele am Gate hin und her)

    10.56 Uhr: Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck!

    10.57 Uhr: Fuckfuckfuckfuckfuckfuckfuckedifuck!

    10.59 Uhr: Meeeensch, da isser ja! Lag die Boarding Card doch noch am Check-In-Schalter. Eieiei. Ab an Bord!

    Jetzt kann nix mehr passieren. Ab nach Hauseeeee! Weeeeeee!

    16.02 Uhr: Me no likey shaky flight!

    17.08 Uhr: Bordprogramm rockt! Essen rockt. Virgin Atlantic rockt!

    20.12 Uhr: Mein Hals schlägt zurück. Und er hat die Nase auf seine Seite gebracht! Rebellenpack!

    22.11 Uhr: Hey, »V for Vendetta« rockt! Geiler Film!

    23.18 Uhr, geschätzte 20 Minuten vor Ende des hervorragenden Films: »Wir befinden uns jetzt im Landeanflug. Blablabla, auf jeden Fall mache ich jetzt die Fernseher aus. Schnallen Sie sich bitte an!«

    23.19 Uhr: Neeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin!!!

    23.20 Uhr. Ähm. 16.20 Uhr. Oder? Ich bin nicht sicher. Das ständige Uhr-Umstellen geht mir auf den Sack!

    16.38 Uhr: Hallo Heathrow. Du bist hässlich.

    17.02 Uhr: Jörgs Gepäckpapiere befinden sich scheinbar noch am Check-In-Schalter. In Tokio. Hm. Doof. Ach, wird schon alles gut gehen.

    22.08 Uhr: Nein, wird es nicht. Wer weiß, wo sein Gepäck seine Runden dreht. In Hamburg ist es jedenfalls nicht.

    22.17 Uhr: Huiii, die Abholmaus! Ab nach Hause!

    (Jörgs Gepäck ist übrigens am nächsten Tag wieder aufgetaucht. Schwein gehabt. Er war kurz davor, von seinen Töchtern wegen Geschenk-Abwesenheit gelyncht zu werden.)

    Froschi

    Dienstag, 03. Oktober 2006, 14.01 Uhr

    Einmal Japansen, japaniert bitte!: Da war ich also nu in Tokio. Ziemlich weit weg, das. Und was macht man, wenn man sich weit weg von zuhause tummelt? Man führt Reisetagebuch! Und versucht den alten Nackt-und-mit-betrunkenen-Ameisen-eingerieben-laut-auf-der-Straße- »Don't cry for me Argentina«-singend-Trick. Der stößt allerdings nur in sehr wenigen Kulturen auf Verständnis. Versteh das mal einer. Sei's drum. Den unwichtigen Teil (unheilig früh aufstehen, lange zum Flughafen fahren) lasse ich mal weg, da ist nicht viel passiert. Bin nur unheilig früh aufgestanden und ziemlich lange zum Flughafen gefahren. Wir befinden uns bereits im Flieger nach Heathrow.

    7.30 Uhr: Baby schreit an Bord, Echo ist vorbildlich, Flucht unmöglich. Sehe kein Licht am Ende des Tunnels, liegt daran, dass kein Tunnel in der Nähe ist. Außerdem habe ich die Augen zu. Höre stattdessen Musik am Ende der Kopfhörer. Laut.

    8.42 Uhr: Wozu gibt es eigentlich diese »Bitte erst aufstehen und die Gepäckklappen möglichst dramatisch aufreißen, wenn das Flugzeug zum absoluten und nicht wiedergutmachbaren Stillstand gekommen ist!«-Durchsagen, wenn sich ohnehin keiner daran hält? Jahrhundertealte Tradition?

    8.55 Uhr: Hallo Heathrow. Lange nicht gesehen. Das machte mich froh. Du bist immer noch einer der hässlichsten Flughäfen, die ich kenne. Gibt's hier wenigstens Wolfenstein 3D fürn GBA?

    8.59 Uhr:Passkontrolle:

  • Ich: »Good Morning! (flötflöt)«
  • Er: »Grmpf.«
  • ...
  • .....
  • Er: »Grmpf...« (Er analysiert mein neues Reisepassbild, welches zugegebenermaßen sehr furchtbar und -erregend ist. Sein Gedankengang dreht sich vermutlich um die Frage, ob er mich gleich hier erschießen oder erst noch mit ein paar Kneifzangen foltern lässt.)
  • ....
  • Ich: »Thanks. Bye.« (Schwein gehabt. Lächeln verhindert Kriege.)
  • 9.06 Uhr: Huch, wer hätte gedacht, dass so viele Leute Gepäck besitzen? Und alle wollen es gleich jetzt haben? Doof. Noch doofer, dass wir aus mysteriösen Gründen nicht gleich von Hamburg bis Tokio durchchecken konnten. Außerdem geht mir die hier irgendwo dauernd jaulende Sirene auf den Sack.

    10.24 Uhr: Knapp zehn Euro für einen Bagel und einen Cappuccino? Ich liebe Heathrow.

    11.16 Uhr: Uns gehen wirre Ideen durch den Kopf, während wir in der langen, langen, langen Security-Schlange stehen. Resultat: Ein Film namens »Wie ich Osama bin Laden dazu brachte, sich auf der Wies'n zu besaufen!«. Zeitgleich gibt es dazu ein Point-n-Klick-Adventure.

    11.28 Uhr: Die glitzernde, leuchtende, verführerische Welt der Tax-Free-Shops heißt uns willkommen.

    11.33 Uhr: Doch nicht. Das Sega-Feuerzeug entpuppt sich als potenzielle Bedrohung für die Menschheit.

    11.42 Uhr: Die PSP auch. Ich habe es immer gewusst!

    11.46 Uhr: Freiheit! Besitz! Liebe!

    12.22 Uhr: ... mmmmmm..britischer Süßkram..

    12.23 Uhr: Klebrig, aber köstlich.

    12.24 Uhr: ...mmmmm... Guiness...

    13.00 Uhr: Kein Wolfenstein. Dafür Roboraptor-of-Doom.

    13.04 Uhr: Was machen denn die ganzen unasiatisch aussehenden Redakteure hier in der Lobby? Impertinenz!

    13.21 Uhr: Unsere Maschine heißt »Lady Luck«! Ha! Friss das, Murphy!

    13.31 Uhr: Hossa, Mörder-Bordprogramm! Da Vinci Code, Nacho Libre, X-Men 3, Mission Impossible 3, Scrubs, Simpsons. Zwölf Stunden werden einfach nicht reichen! Kurz vor Tokio: »Dreht noch 'ne Runde, ich bin noch nicht fertig!«. Virgin Atlantic rockt!

    14.00 Uhr: Putziges Comic-Safety-Erklärungs-Video statt Stewardessen-Laientheater. Virgin Atlantic rockt!

    16.43 Uhr: Hui, Chicken Teriyaki! Mehr! Virgin Atlantic rockt!

    17.17 Uhr: »Nacho Libre« ist super! Währenddessen zieht unter uns das schwarze Meer gelangweilt dahin. Ich sehe es an. Es sieht fragend zurück.

    19.16 Uhr: »X-Men 3« ist auch super! Aber das wusste ich schon. Mmmmmm... Nuss-Rosine-Riegel. Virgin Atlantic rockt!

    19.17 Uhr: Huch, laut Inflight-Karte zieht gerade Istanbul an uns vorbei. Unterdrücke schweinische Gedanken an besoffenen Mohammed in Strapsen.

    20.12 Uhr: »Da Vinci Code«? Keine Frage: Super! Ich sehe zuviel fern. Zeit für ein Nickerchen.

    20.13 Uhr: Oh, Eis? Dafür habe ich noch Zeit. Virgin Atlantic rockt!

    20.17 Uhr: Onboard-Tetris? Sogar mit Mehrspielermodus? Dasisjanding! Virgin Atlantic rockt!

    21.25 Uhr: Das hat ja auch gedauert: Ein neues Baby schreit das Universum an. iPod volle Pulle ahoi!

    21.58 Uhr: MEIN HINTERN! MAIN LÄYBÄN! Au.

    23.41 Uhr: Hey, wieso weckt ihr mich? Es ist mitten in der Na... ähm... wieso scheint da draußen die Sonne? Uuuuuh... Frühstück!

    1.06 Uhr: Wsmfglbwtzwiesoschonwidderweggn? Wsssolldrlärm? Ah. Tokio. Wo kommt das denn her?

    Ortszeit: 8.47 Uhr: Zufall? An der japanische Passkontrolle sind für die paar einheimischen Passagiere alle acht Schalter besetzt. Bei »Foreign Passports« sind's für die restlichen Massen zwei. Nicht nett.

    9.20 Uhr: Gesalzene Preise, rubbeldiekatz: 24 Euro für eine Busfahrt. Okay, die geht durch halb Japan, aber trotzdem. Dafür wird einem aber auch das Gepäck in den Bus getragen, während MC Busmädchen ohne Luft zu holen und mit noch weniger Pause interessante Details zur bevorstehenden Fahrt erzählt. Vor Fahrtbeginn gibt's dann noch einige tiefe Verbeugungen vor den ehrenwerten Fahrgästen. Fühle mich komisch.

    10.00 Uhr: Landschaft auf der bislang knapp 15 Minuten währenden Fahrt könnte auch aus der Gegend um Wuppertal stammen - wenn man den gelegentlich aus dem Nichts springenden Bambus außer Acht lässt. Von den unendlich vielen Geisterfahrern abgesehen bislang eine emotional laue Tour.

    10.14 Uhr: Von Osten über die Autobahn kommend ist Tokio mal eine echt hässliche Stadt.

    10.20 Uhr: Stau.

    10.30 Uhr: Stau..

    10.40 Uhr: Stau. Außerdem ist Tokio immer noch hässlich.

    10.50 Uhr: Innenstadt offiziell erreicht. Nicht viel hübscher, aber irgendwie plastischer.

    11.00 Uhr: Innenstadt. Viele Ampeln.

    11.10 Uhr: Innenstadt. Viele Ampeln.

    11.20 Uhr: Innenstadt. Viele Ampeln.

    11.30 Uhr: Das hört nicht auf! Busfahrt zieht sich wie Gespräch mit Rudolf Scharping.

    11.40 Uhr: Frei! Frei! Frei, zu tun, was immer man möchte! Z.B. in ein Taxi steigen, denn wir sind nach wie vor nicht im Hotel.

    12.00 Uhr: Katastrophenalarm im Hotel: Eine Reservierung existiert nicht, vorausbezahlt wurde scheinbar auch nichts. Was tun, was tun? Bilder vom einsam und nur vom schummrigen DS-Licht beleuchteten, unrasierten Kautz unter einer Tokioter Brücke erobern den Geist. Horrorvisionen verschwinden angesichts spontaner Umbuchung und des Auftauchens der Firmenkreditkarte schnell wieder.

    12.18 Uhr: Komisches Land: Sehr kleine, ungemein zerbrechlich wirkende Mädchen/junge Frauen schleppen unser Gepäck, weigern sich freundlich, aber bestimmt dagegen, es aus der Hand zu geben, und bedanken sich hinterher tausend Mal für diese Ehre. Ähm.

    12.22 Uhr: 29ter Stock! Aiaiaiaiaiaiaiiiii!

    12.23 Uhr: Ziemlich gute Aussicht hier.

    12.24 Uhr: Wirklich eine hässliche Stadt.

    12.25 Uhr: Draußen herrschen hochsommerliche 26°C, drinnen sieht's nicht viel besser aus. Klimaanlage - auf ein Wort!

    13.10 Uhr: Erkunden City. Magen sondiert automatisch optimale Futterquelle.

    13.18 Uhr: In den Schaufenstern aller Restaurants liegen Plastik-Pendats des potenziellen Essens. Magen ist unschlüssig: Dinge mit rohem Ei oder Dinge mit rohem Fleisch?

    13.25 Uhr: Hello Kitty!-Paradies entdeckt! Gehirn kollabiert. Kein Grund, nicht etwas in rosa für Peg zu kaufen!

    13.38 Uhr: Japanische Jugendliche sind geschlechtslos, jedenfalls sind Männlein und Weiblein optisch nicht zu unterscheiden. Hat vermutlich evolutionäre Gründe: Im Falle der permanenten Abwesenheit eines Geschlechtspartners (man denke in diesem Zusammenhang an viele Pickel) befruchtet man sich einfach selbst.

    14.42 Uhr: Hihi, italienisches Essen scheint etwas aufregend exotisches zu sein. Wir greifen zu chinesischer Allerweltsnahrung: zwei kleine Schüsseln mit Reis und Kram + zwei Bier = knapp 20 Euro. Wo ist Heathrow, wenn man Hunger hat?

    15.12 Uhr: Huch, eine verschwörerisch wirkende Spielhalle? Huch, Virtua Fighter 5? Huch, Jörg außer Rand und Band?

    15.18 Uhr: Hohnlache innerlich über die offen zur Schau gestellten bestenfalls mangelhaften Tekken DR-Skills eines japanischen Jugendlichen. Flasche! Soll ich mal meine PSP auspacken, hä? Soll ich mal?

    16.21 Uhr: Laufen mit vielen guten Plänen im Kopf (Imperialer Palast, Zoo, Techno-Viertel, Schwertmuseum etc.) und noch mehr Enthusiasmus im Herzen zurück ins Hotel. Nur schnell frischmachen.

    16.42 Uhr: Bin ein wenig geschafft.

    16.44 Uhr: Jörg auch.

    16.48 Uhr: Habe ein sehr weiches und ein sehr hartes Kissen. Stapele beide für optimales Liegeerlebnis übereinander.

    16.49 Uhr: Nur für einen Moment die Augen ausruhen. Die vielen neuen Bilder sind ja auch anstrengend, von der hellen japanischen Sonne ganz zu schweigen.

    16.49 Uhr: ....zzzzZZZZZzzzz...

    ...zu sein fortgesetzt...

    Froschi

    Dienstag, 19. September 2006, 22.25 Uhr

    Das heißt was. goes to Japanesien: Morgen früh geht's los. Ich habe alles dabei: DS, PSP, Ladekabel, einen albernen Hut, Godzilla-Repellant. Und mein »Wie überlebt man ohne Gehirn?«-Buch für den Fall einer Fugofisch-Begegnung. Ich freue mich auf Klos, die lauter furzen als ich, Straßenschilder, die mich in die Selbstschnetzelanlage geleiten und Taxis, deren Fahrt ein durchschnittliches Monatsgehalt kostet.

    Bin so aufgeregt. Huiiii! Tokio! Ich komme!

    Muss dafür allerdings um vier aufstehen und fünf Stunden Wartezeit in Heathrow in Kauf nehmen, bevor es gut zwölf Stunden in die Luft geht. Heathrow! Buäch!

    Froschi

    Samstag, 16. September 2006, 15.22 Uhr

    Warum der Fortschritt super ist: Wie ihr vermutlich wisst (Oder höchstwahrscheinlich nicht, weil ich's keinem erzählt habe, aber das ändert sich ja gleich. Wenn ihr also den Text zuende gelesen habt, dann seid ihr im Bilde, und könnt euch auch angesprochen fühlen. Ignoriert diese Klammer beim zweiten Lesen einfach. Die ist für die anderen. Die Unwissenden.), bin ich ein Gewohnheitstier. Wenn etwas funktioniert, dann ändere ich es nur ungern, selbst wenn das neue die Hälfe kostet, doppelt so super ist und Krebs heilt. Aus diesem Grund habe ich in München z.B. bei QSC Monat für Monat knapp 40 Euro für 1000er DSL gelatzt, obwohl jeder andere Anbieter mir nicht nur Überlichtgeschwindigkeit, sondern auch zwei neue Autos pro Monat versprach. Aber QSC funktionierte einfach. Und mein Leben ist gut, wenn die Dinge einfach funktionieren. Das betrift viele andere Sachen auch: Rechner, E-Gitarre, Konto, Klamotten, Betriebssysteme, Hasen (ursprünglich wollte ich hier »Peg« schreiben, aber das hätte mich zu vieles gekostet). Und natürlich auch Audioplayer. Ich war immer glücklich mit Winamp, auch wenn jeder mit weisen Sprüchen wie »Foobar/WMP/Wurst 2.0 ist viiiiel besser, benutz das, unbedingt!!« angeklugscheißt kam. Mache ich nicht. Winamp macht nämlich genau das, was ich will, außerdem hat es Milkdrop. Doch dann trat der iPod nano in mein Leben. Und wo er schon da war, trampelte auch gleich itunes über mich hinweg. Und bislang war es für mich eher Mittel zum Zweck, auch wenn ich die ITMS-Verquickung ganz super finde. Seit heute jedoch ist das frisch gebackene itunes 7 mein Lieblingsplayer. Und zwar einfach nur aufgrund der geradezu unglaublich sexy aussehenden, wenn auch schrecklich konservativ klingenden »Objekte in einer Liste, zusammen mit Covern oder in Cover-Übersicht anzeigen«-Darstellung. Die kann ich mir stundenlang ansehen und dabei gelegentlich milde seufzen.

    P.S.: Habe gerade zum ersten mal in meinem Leben ein Fenster geputzt. Es ist nicht ganz so exotisch und aufregend, wie ich es mir vorgestellt hatte.

    Froschi

    Dienstag, 11. September 2006, 09.29 Uhr

    Wie Gott mich missverstand: Trööööööt! Fröhlichen elften September! Ist doch nur freundlich gemeint. Könnte aber falsch verstanden werden. Trööööööt! Fröhlichen Schumi-hört-auf-Tag! Ebenso. Taröööööööö! Fröhlichen Alter-Sack-kommt-ins-gelobte-Land-Tag! Nüscht. Freundlich zu sein zahlt sich nicht mehr aus.

    Froschi

    Sonntag, 27. August 2006, 11.09 Uhr

    Die Surwürvel sind gefallen: Nun, das war einfach dieses Jahr: Der Rücken tut nur ein bisschen weh (die Publisher haben sich Blei-Merchandise abgewöhnt), die Füße könnten etwas Liebe vertragen (leider haben sie sich kein Sänften-Merchandise angewöhnt), die vielen Taschen (eine Angewohnheit, die je nach Beschaffenheit des Materials mal mehr, mal weniger brauchbar durchdacht ist) sind mit noch mehr Papierkram, DVDs, Dingen (die zuerst mehrere Monate tatenlos im Keller lagern werden, bevor ich mich dazu entschließe, die entweder wegzuschmeißen, oder Menschen, die ich nicht mag, damit vollzupflastern) und tatsächlich nützlichen Gegenständen (nach wie vor eine viel zu seltene Institution) vollgestopft bzw. mittlerweile von der Sondierungs-Beauftragten Oberstin Maus nach Relevanz sortiert bzw. ausgemistet. Was habe ich sonst noch von der GC mitgebracht? Hauptsächlich Erkenntnisse:

  • Es gibt nach wie vor zuviele Leute in unserem Teil der Branche, die sich für echt wichtig und total berühmt halten.
  • Terminplanung ist nicht sehr viel mehr als eine Ansammlung von Stichpunkten, die dich eventuell, aber nicht sehr wahrscheinlich zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einer bestimmten Person führen. Vermutlich eher nicht.
  • The Dome zum gleichen Zeitpunkt wie die Messe stattfinden zu lassen, mag monetär prima und noch dazu zielgruppenkompatibel sein. Ich fühlte mich von Ackerhoppern, kleisterlächelnden Blondinen und fragwürdig gekleideten Vokuhila-Wiederbelebern bei Vorführungen belästigt.
  • Nintendo sollte keine Pressekonferenzen abhalten, wenn sie nichts vorzuführen haben.
  • Es gibt keinen Löffel.
  • Essen ist schlecht für dich. (Jedenfalls auf der Messe selbst. Auf der teuflisch krachend vollen Branchenparty ist Essen dein Freund. Falls du es in dir behalten kannst, was auf Grund der »My hips don't lie«-Überdosis im Taxi davor nicht wahrscheinlich ist.)
  • Alte Freunde, mit denen man am wenigsten gerechnet hätte, wiederzusehen und mit ihnen einen großartigen Abend zu verbringen, ist den ganzen Messestress wert.
  • Ignoriere alle Menschen, die eine Wii-Tasche von dir wollen. Es werden zu viele sein.
  • Das Business Center ist ein Platz des Friedens, der Liebe und der Ruhe. Wer auf der Messe tatsächlich in die Hallen geht, hat's nicht besser verdient.
  • Interviews mit japanischen Entwicklern sind immer ein großer Spaß.
  • Interviews mit amerikanischen Entwicklern, die sich nicht hinter »When it's done« oder »Can't tell you that now«-Floskeln verstecken, sondern einfach mal drauflosquatschen, sind ebenso selten wie super.
  • Interviews, die sich einfach aus dem Spaß der Präsentation heraus bei einem Bier oder zwei ergeben, sind am supersten.
  • Interviews, die keine Interviews, sondern versteckte Präsentationen zu Spielen sind, die dich nicht interessieren, sind doof.
  • Es gibt Menschen, die kommen 20 Minuten ohne Atemluft aus.
  • WLAN wäre prinzipiell eine super Sache.
  • So im Wesentlichen. Ach ja: Viele geile neue Spiele gesehen. Darunter viele neue, die's sonst noch nicht zu sehen gab. Macht mich fröhlich/hibbelig. Außerdem habe ich auch mal die Navigation sowie die Links da drüben links entrümpelt. Sollte jetzt nur noch die Bilder aktualisieren. Hm.

    Froschi

    Dienstag, 22. August 2006, 11.25 Uhr

    Da schau einer an: Wie die Zeit vergeht. Jaja. Früher war das alles anders. Da hatte man Zeit und so. Dutzende davon! Heute nicht mehr. Da waren wir erst im oioidollen Urlaub, jetzt geht's schon wieder zur Games Convention. Dabei hätte ich so viel zu erzählen. Und noch mehr zu zeigen! Aber kein Zeit, kein Zeit... hinterher aber bestimmt! Bis dahin könnt ihr euch ja mit dem Gedanken trösten, dass keiner die Sonne braucht. Erst recht nicht im Urlaub.

    Froschi

    Montag, 07. August 2006, 09.53 Uhr

    Trink meinen Schweiß Schweiß, Baby: Es bereitet mir... Schmerzen. Große... Schmerzen. Kann... nicht... wegsehen... will aber! Verdammtes Fickende-Affen-Syndrom!

    Froschi

    Montag, 31. Juli 2006, 14.33 Uhr

    Ja! Ja! Teufel auch, ja!! Die E3 nippelt ab? Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke! Danke!

    (about fuckin' time!)

    Froschi

    Donnerstag, 27. Juli 2006, 16.54 Uhr

    Neuigkeiten aus dem Heißschrank: Kerstin war da. Leider ist sie nicht cool genug für uns alle. Vielleicht möchte uns Mr. Freeze mal besuchen? Mit Pinguinen unterm Arm ist er uns herzlich willkommen.

    Übrigens: Ein fröhliches Mööp-Mööp der MS Fuckuall.

    Froschi

    Donnerstag, 20. Juli 2006, 16.39 Uhr

    Der Sex ist unvermeidlich. Eine Blume der Liebe: Kaktus und Distel haben ausgedient. Ab sofort verschenkt man »Verpiss Dich!!«-Stauden. In Fachkreisen auch als Urticaceae Tictactoeae bekannt.

    (möglicherweise sehen wir hier auch die Zukunft der gerissenen Verkaufsstrategie)

    Froschi

    Samstag, 15. Juli 2006, 18.30 Uhr

    Krank im Haus: Wichtige Lektion fürs Leben: Wenn's in der Seite mehr als ein paar Stunden lang weh tut, dann ist die OP nicht mehr fern. Zugegebenermaßen, bei mir jetzt nicht mehr, aber vielleicht kann man diese Weisheit ja auch auf Zähne oder Nasen übertragen. Sei's drum, der Blinddarm ist raus, dafür war Paul vier Tage drin. Im Haus, das Kranke macht. Was habe ich gelernt?

  • Das Essen wird viel schlimmer sein, als du es dir in deinen schlimmsten Albträumen vorstellst. Wenn du mit gepökelter Vogelspinne auf Kellerasseldickdarm rechnest, dann bekommst du Lemur-Fingernägel auf Vormonats-Labskaus.
  • Scrubs hat recht. Visite war grundsätzlich von 7:15:00 Uhr bis 7:15:16 Uhr
  • Männerstrapse sind nicht so sexy, wie sie klingen. Genauso wenig wie die zur OP verlangten Netzhosen. Auch bekannt als »Hotpants, die selbst Herbertstraße-Bewohnerinnen zu pervers wären«. Nein, es gibt keine Fotos.
  • Krankenschwestern, die nebenbei Models sind und Nobelpreise sammeln, gibt es nur in Hollywood. Hierzulande herrscht die Birnenform vor.
  • Fernsehen, bzw. das vor- und nachmittägliche Fernsehprogramm sind eine Erfindung hirnfressender Außerirdischer, die keinen Bock mehr auf manuelle Menschheitsverblödung hatten.
  • Überall sind kranke Menschen. Überall. Deprimierender wäre nur, auf einem Friedhof in der Wüste zusammen mit Jochen Busse ausgesetzt zu sein.
  • Langeweile kann und wird auf Dauer tödlich sein. Ich bin gerade noch davongekommen.
  • Der größte Nachteil, gerade in eine neue Stadt gezogen zu sein, in der du noch niemanden kennst: Keiner besucht dich (außer Peg natürlich, was ja irgendwie eine Selbstverständlichkeit ist).
  • Aber es hatte auch Vorteile: Ich habe vier Kilo abgenommen. Endlich einen Spiegel komplett durchgelesen. Sowie all diese Erkenntnisse gewonnen. Und auch wenn er mir Schmerzen bereitet hat: Ich wünsche meinem Appendix alles Gute, wo auch immer er jetzt sein mag. Immerhin kannte ich ihn mein Leben lang.

    Froschi

    Dienstag, 04. Juli 2006, 08.53 Uhr

    Wahlweise auch in rot-weiß-blau erhältlich. Schocking News aus Fernwest: Guantanamo Bay soll irgendwann dicht gemacht werden? Und was wird aus meinem Merchandise-Geschäft? Wo ist die Lobby, wenn man sie braucht?

    Froschi

    Freitag, 30. Juni 2006, 12.22 Uhr

    Sie sind überall: Bislang dachte ich, Spam sei doof und unpersönlich. Das hat sich seit gerade eben geändert: »Your cash, odd man!« lautet da der Mail-Header. Woher kennen die mich nur? Und wo bleibt das versprochene Geld?

    Froschi

    Mittwoch, 21. Juni 2006, 09.01 Uhr

    Weird Al for President! »..never had a date that you couldn't inflate - and you smell repulsive too...« sowie »...you're half undressed, eating chips off your chest... while you're playing Halo 2...« sind nur ein paar Zeilen aus dem großartigen »You're pityful«, dem neuesten Wundervoll aus dem Hause Weird Al Yankovic. Gratis. Saugen, aber hopp!

    Froschi

    Samstag, 17. Juni 2006, 09.54 Uhr

    Hmm, Brot: Würde man all die Nutellareste, die man beim global verzweifelten Schaben ums Verrecken nicht aus dem unförmigen Glas herausgepuhlt bekommt, in ein großes Paket packen und unter den Menschen verteilen, wäre das Welthungerproblem gelöst. Und lieb hätten wir uns alle sowieso. Wegen dem Zucker.

    Froschi

    Freitag, 16. Juni 2006, 09.52 Uhr

    Evil's best friend: Was ist schlimmer, als über einer sehr alten Frau zu wohnen, die ihre Mutter zuhause am Leben erhält und von daher sehr allergisch gegen jedes Geräusch lauter als ein durchschnittliches Furzen ist? Neben einem jungen Polizisten zu leben, der nicht nur der langweiligste Mensch der Welt ist, sondern abends gern in Ruhe seine Hausschuhe poliert. Wir werden niemals brauchbare Nachbarn haben. Ganz schlechtes Karma.

    Ganz nebenbei: Gibt's im Christentoom eigentlich noch den Hexenhammer?

    Froschi

    Mittwoch, 07. Juni 2006, 11.21 Uhr

    The Morning After: *gääääääääääähn!*.... *streeeeeeeeeeeeeeeck*... *wäh*... *kratzkratzkratz*.... *rollohoch*... *kurzerblick*... *rollorunter*. Schwein gehabt. Welt ist noch da.

    Froschi

    Dienstag, 06. Juni 2006, 13.37 Uhr

    Alt, alt, alles alt: Wer kennt die folgenden Titel noch? »Boom, Shake the Room!«, »Here comes the Hotstepper«, »The Fly«, »Set you free« & »Inside«. Die Klasse? Irgendjemand? Wer mit mehr als der Hälfte davon vertraut ist, ist mindestens so alt wie ich und sollte den Kram ebenfalls zwecks Zeugs Refreshing Course schleunigst auf den Pod packen. Wer sich das nicht traut und lieber auf hip macht, gibt zu, dass er auf Underworld steht. Und Pink. Äh. P!nk.

    Froschi

    Mittwoch, 24. Mai 2006, 13.06 Uhr

    Jahaa, da lacht er noch. Aufmischen Impossible: Zu viele Bodyguards.

    (Nicht dass ich was gegen Tom Cruise hätte. Zumindest nichts wirksames. Nur gelegentlich verspüre ich den Wunsch, sein Gesicht in einen mit Elchurin angereicherten Klumpen Torf zu betten und mich danach auf seinen Kopf zu setzen. Für ein, zwei Stunden. Oder alternativ seinen Sack an seine Zunge zu tackern.)

    Froschi

    Montag, 22. Mai 2006, 16.42 Uhr

    Wir sind so kluk! Wir Deutschen sind schlau, seit kurzem ja auch offiziell. 107 averagierende IQ-Punkte sind bemerkenswert, gerade angesichts der Rütli-Durchschnittssenker. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es locker zwölf bis 42 mehr wären, wenn es da draußen nicht einen Batzen Millionen Bild-Leser und Grup Tekan-Downloader gäbe.

    Nur singen kömmer nich. Doof.

    P.S.: Huch! Der Mick ist im Haus! Versteckt Töchter und Strauchtomaten!

    Froschi

    Freitag, 19. Mai 2006, 12.49 Uhr

    Meinschheitsvernichtungsmasterplan, die erste: Wenn ich allmorgendlich die gehirnamputierten, seelenlosen, verkümmerten Zombies sehe, die freudig ihre Bild-Zeitung konsumieren, könnte ich jedem davon tagein tagaus ohne Unterlass in den Hals kotzen. Und würde es mit einem Grinsen im Gesicht tun. Ich hoffe, die und die Springer-Schergen werden die ersten an der Wand sein, wenn die Revolution kommt. Brrr!

    Auf der anderen Seite haben ja die dümmsten Bauern die größten Kartoffeln. Wäre es also möglich, mit der gesammelten Brainpower aller Bild-Leser nicht nur eine kleinere Glühbirne zu betreiben, sondern auch noch das Kartoffelbrot für die Welt zu backen?

    Froschi

    Donnerstag, 11. Mai 2006, 17.53 Uhr

    Wusste ich's doch: Ich hasse die E3. Ehrlich, ich hasse sie einfach. Die völlig unnötige, nervende, jegliche andere Form von Arbeit im Keim erstickende, überbordende Masse an Videos, Screenshots, Pressemeldungen, Artworks und tausenden Produkten, von denen natürlich jedes besser als das andere ist, aber genauso in der homogenen Masse untergeht wie selbiges, weil's einfach von allem viiiiiielzuvielzuvielzuvielzuviel ist, geht mir einfach pünktlich jedes Jahr zur gleichen Zeit tierisch auf den Sack. Als ob die Computerspielelandschaft eine schlechtere wäre, wenn man Infos über das ganze Jahr verteilt unter die Massen streut...

    Immerhin hat das Ganze auch ein was Gutes: 4PlayersTV rockt sehr große Zeit!

    Froschi

    Sonntag, 07. Mai 2006, 16.07 Uhr

    Schwing, schahawing: Meine Fresse, sind The Fray gut! Sobald sich »How to save a life« erstmal im Gehirn festgekurbelt hat, was ziemlich genau nach dem dem ersten Hören der Fall ist, will man nie wieder was anderes hören. Was doof ist, da Fiona Apples »Never is a promise« genau denselben Plan verfolgt. Und was nu? Womit tapeziere ich jetzt meinen Gehörgang?

    Achja, noch ein Sondergruß an die armen E3-Schweine: Hahaaaaa! Wärt ihr mal so clever gewesen wie ich, und hättet mit einem Kollegen getauscht, ihr könntet jetzt im herrlich sonnigen Deutschland sein und heute abend mit der Liebe eures Lebens ins Dirty Dancing-Musical gehen! Andererseits sollte ich vielleicht nicht zu sehr frohlocken. Die Messe war bislang noch jedes Jahr auch für die Daheimgebliebenen eine arbeitstechnische Zumutung...

    Froschi

    Donnerstag, 04. Mai 2006, 14.02 Uhr

    Ein Tag wie kein anderer: Hamburg. Sonne. 20oderso Grad. Kaum Wolken am Himmel. Frohlocken und nackt in den Auen tanzende Jungfrauen allüberall. Endlich! Nach all den Wochen! Und was macht Kautz? Holt sich als erstes eine gut triefende Erkältung. Blöde Ffeiffe!

    Froschi

    Mittwoch, 26. April 2006, 16.48 Uhr

    Wir präsentieren voller Stolz, noch breiter geschwellter Brust und fertig aufgestellten Kraulfingern: Galadriel! Der neueste Bewohner von Kautzhalliland, serienmäßig mit mobilem WiFi-Hotspot (aufstehend), »Gott, ist die süüüüß!«-Enemy-Distract-System der neuesten Generation, braun-orangem Knuddeldiwuddel-Fell und, ihren schlappen acht Lebenswochen zum Trotz, scheinbar im Überfluss herausblubbernden Pheromonen. Denn was war Godzillas erste amtliche Handlung, nachdem seine WG-Partnerin ins gemeinschaftliche Revier gezogen kam? AUFFE HÄSIN, ABER ZACKICH!!11! Und dann auch noch falsch rum! Oder war's Pet-Petting? Nur ein beherzter Einsatz seitens Peg verhinderte ausufernde Leporidaephilie. Dafür setzt es jetzt Zwangstrennung und einen zusätzlichen Besuch beim Tierarzt! Junge Liebe, pah!

    Nochmals tausendundfuffzich Dank an die verrückte Susanna für das großartige Viech!

    Froschi

    Samstag, 22. April 2006, 16.53 Uhr

    Wie ich den Axel Schulz-Ähnlichkeits-Wettbewerb verlor: Sie sagten, es wäre so einfach! Sie sagten, du musst nur Das Tier(tm) zeigen. Sie sagten, du musst nicht viel reden, nur den Sauron-Blick beherrschen, während du in Hamburg herumstiefelst. Sie sagten, dass danach alles von allein seinen Gang ginge.

    Habbich alles gemacht! Und was ging? Nüscht! Keine Million auf dem Konto, nicht eine! Dabei habe ich mir so viel Mühe gegeben: Wenn das keine fuffzisch Millionen wert ist, was dann?

    Alle doof!

    Froschi

    Freitag, 21. April 2006, 10.15 Uhr

    Kino Kong: Es ist ein sehr gutes Zeichen, wenn in einem Kinosaal Waldorf & Stadler in der Wand sitzen. Aber gibt es ein großartigeres Cinema-Erlebnis, wenn die Vorstellung fünf und Cola einen Euro kostet, man im Saal rauchen darf, die Beinfreiheit länger als die eigenen Gräten ist, die Sitze an die heimatliche Couch erinnern, man sich auch während der Vorstellung wie im Flugzeug bedienen lassen und im Zweifelsfall sogar Sekt und Whiskey an den Futon bringen lassen kann? Nö, gibt's nicht. Das Neu Wulmstorfer Capitol regelt ganz, ganz große Zeit.

    Froschi

    Montag, 10. April 2006, 13.10 Uhr

    Merket auf, merket auf: Ich habe gerade zwei Spiegeleier mit Spinat vernichtet. Kartoffeln waren auch im Spiel. Und 19 Cent-Ketchup. Ich weiß nicht, ob dieser Ketchup 19 Cent wert war, aber es war verdammt guter Ketchup. Und die Eier waren auch nicht übel. Vom Spinat ganz zu schweigen. Der allerdings von den Kartoffeln fast in den Schatten gestellt wurde. Aber nur fast. Diese Info war kostenlos. Im Gegensatz zum Ketchup.

    Froschi

    Dienstag, 04. April 2006, 09.25 Uhr

    Ich mag pragmatische Stories: »Welcome Alex. You are a prince from the country of Radaxian, who was kidnapped by evil men when you were but a small boy. Your native land is now being grossly misgoverned by the tyrant 'Janken the Great'. Your mission is to save the populace from him.«

    Zwar immer noch ein bisschen viel Text für »Geh raus und hau sie alle mit deiner Mörderfaust des Todes um!«, aber so knuffig. Trotz Xbox, PS2, GameCube, PSP, NDS und Mega Drive im Spielzimmer habe ich mein Master System im Allgemeinen und Alex Kidd im Speziellen irgendwie lieb. BACK TO ADVENTURE!

    Achja, weil's schon irgendwie sein muss: Pieppieppeep!

    Froschi

    Dienstag, 28. März 2006, 19.38 Uhr

    Die Chronologie eines Umzugs:

    Aus The Bretter- Und Kistenparadies formerly known as Unsere Dolle Wohnung wurde mithilfe von zufällig anwesenden Astronauten sowie Chamäleon- und Stinktiermenschen eine Wüste geschaffen. Ein orgiastisches letztes Mahl bei Scheich Horst inkl. unbändigem Flötenspiel und Tudujahee-Gesängen sowie dem offiziell allerletzten Mal Schnee. Den gibt’s oben nämlich nicht. Wegen der Fische. Ist es Trauer, ist es Freude? Ein schmerzvoller Abschied, dann naht auch schon die Kreuzigungstruppe. Ein letzter Blick auf die Südwelt im Allgemeinen, den Schnee im Speziellen und das versinnbildlichte Staubkörnchenhafte der menschlichen Existenz im Besonderen, dann erschallt auch schon der lockende Ruf der Autobahn. Und dann noch mal. Und schwupps, sind wir da. War total einfach. Beamen ist super.

    Schlafen dagegen ist doof. Also stehen wir mit dem jungen Wurm auf und verwandeln Objekt A (leere Hülle in Hausform) in Objekt B (Unsere Dolle Wohnung 2.0). Inkl. Spielzimmer! Meinem eigenen! Einem Wasser kochenden Pinguin! Und sehr privatem Großwildraum für Godzilla! Wenn das nicht super ist!

    Neu Wulmstorf ist generell spitze: Wir haben unsere eigene Bloomingdales-Filiale, jede Menge Gratis-Wind sowie einen Frosch, der uns beim Pinkeln zuwinkt.

    Und Schnee haben wir auch. Verdammt noch mal!

    Froschi

    Mittwoch, 15. März 2006, 14.30 Uhr

    Macht's jut. T minus einen Tag: Okay, jetzt ist es also soweit: Hamburg. Viele Leute haben mich in den letzten Monaten gefragt, warum ausgerechnet Hamburg und Kram. An den Alternativen lag es nicht, im Gegenteil. Ich hatte einige auch und gerade finanziell durchaus verlockende Angebote, bei denen ich prinzipiell nur hätte »ja« sagen müssen. Wir wären hier geblieben, der Status Quo wäre gleich gut geblieben, wir wären bei unseren Freunden, wir wären nach wie vor in dieser großartigen Stadt, Peg hätte sich nicht um einen neuen Job bemühen müssen, hätte ihren alten behalten können - bei den Kolleginnen, die sie so mag, bei den Geschäftspartnern, mit denen sie seit Jahren ein tolles Verhältnis pflegt. Das wäre der einfache Weg gewesen, der logisch scheinende. Aber dennoch haben wir uns gemeinsam dagegen entschieden. Warum? Aus zwei Gründen: Erstens ist die Zeit reif für einen Neuanfang, für den nächsten Schritt. Wir ziehen gemeinsam in eine komplett neue Stadt, die keiner von uns kennt, in der wir kaum Freunde oder Bekannte haben, in der alles unbekannt, frisch, aufregend ist. Es ist ein Abenteuer, fast schon eine neue Welt, ein Wagnis - eines, das es (vermutlich) wert ist, eingegangen zu werden. Außerdem hat man mir von jeder, ausnahmslos jeder Stelle mehr oder weniger deutlich zukommen lassen, dass Hamburg großartig sei. Nun, wir werden sehen.

    Zweitens: Ich glaube an 4Players. Ich glaube an das Team, ich glaube fest daran, dass das, was wir machen wert ist, so weitergemacht zu werden, von denselben Leuten. Ich glaube daran, dass unsere Arbeit richtig ist, wichtig ist, gut ist - etwas unbescheiden möchte ich hinzufügen, dass uns der Erfolg recht gibt. 4Players wäre nicht mehr 4Players, wenn das Team auseinanderbricht. Wir sind über die Jahre perfekt zusammengewachsen, jeder kennt jeden, jeder weiß, wie der andere tickt, was er gut kann, was er schlecht kann. Diese Harmonie findet sich gerade in unserer Branche verdammt selten, und ist es mehr als wert, möglichst lange und fest erhalten zu bleiben. Wer weiß, vielleicht wird alles anders. Vielleicht verändert sich die Arbeit, vielleicht verändert sich das Umfeld, vielleicht merken wir in einem halben Jahr oder einem Jahr, dass es das nicht ist. Zurückkehren kann man immer. Ich möchte mir allerdings hinterher nicht sagen müssen, es nicht wenigstens versucht zu haben.

    Das war also mein letzter Beitrag aus Minga. Auch erstmal der letzte für eine Weile, weil ich mich nicht darauf verlassen möchte, dass das Konglomerat aus Telekom, freenet, der Umzugsfirma und den auf der Autobahn befindlichen uns dafür sorgt, dass wir pünktlich einen Internetanschluss haben. Dafür kenne ich die Arbeitsweise der Internet Provider zu gut. Vielleicht ist es auch der letzte Beitrag, der im alten Design stattfindet. Nach fast drei Jahren kompletter HTML-Rumgepfriemel-Handarbeit ist es sowohl optisch als auch technisch Zeit für Veränderungen. Mushirn 2.0 ist in Arbeit (Tausendundsieben Dank, Michi!). Wir lesen uns.

    Life aus Hamburch.

    btw. 25 Peeps. Hendriks 800ter, großartiger Internet-Spaß. Alle mitmachen!

    Froschi

    Montag, 13. März 2006, 08.55 Uhr

    Ein Fest der Liebe! Okay, es hat recht spät angefangen (Fußball! Teuflischer Fußball! Mögest du vom Antlitz der Erde verbannt werden auf immerdar!!), aber dafür wuchs es zu immer besseren, unaufhaltsameren Dimensionen heran! Was für ein Spaß! Tausendundvierzehn Dank an alle die da waren, an die T-Shirt-Schenker, an die großartige-Lieder-für-uns-Singer, an die Bekloppten dieser Welt im Allgemeinen. Und an alle, die nicht da sein konnten oder wollten: Verdammt schade bzw. selbst schuld! Hier mehr Bilder:

    Lechzende Liebe. Und Heiko. Der offizielle Booty Call des Abends. Die Defloration einiger Gesangsjungfrauen. Da keiner weiß, so sich Nadines zweite Hand befindet, bin ich der offizielle Gewinner des Abends. Maria gibt alles. Timo findet das super und reckt seine Siegerfaust enthusiastisch in die Höhe. Michi tut desinteressiert. Ein Lied der Liebe. Von denen an uns. Was passiert gerade auf der Bühne? Strippt Hendrik? Hat Heiko Fabi endlich seine Liebe gestanden? All das und mehr ab nächste Woche in »Loddar in Love«




    Da keiner weiß, wo sich Annis zweite Hand befindet, ist Achim der zweite Gewinner des Abends.
    Die bayerische Version von »Let me entertain you«. Der großartigste DJ wo gibt. Äh... gleich nach Timo! DAS ist der großartigste DJ der Welt von allen wo gibt! Mit lecker Zigarillo. Keine DJs, schon gar keine guten, aber trotzdem mit lecker Zigarillos. Man weiß ja, was man Frankie schuldig ist. Martins erstes großes Solo!! Michi leiht ihm eine stützende Schulter. Im Bild: Zombie-Fabi, Nympho-Maria und Lüster-Timo. Nicht im Bild: Ein Feuerlöscher. Erst recht nicht im Bild: Das Arschloch, das Marias Tasche geklaut hat. Unser Song! Gegrinst gesungen.





    Wir werden euch verdammt vermissen!

    btw: T minus drei Tage

    Froschi

    Montag, 06. März 2006, 15.30 Uhr

    Heute heiteres Rätselraten! Von welchem Spiel ist die Rede? »This masterpiece of wild action and unbelievable graphics brings you virtual reality at its best, as you move through a sensationally realistic 3-D world of amazing detail.«

    btw: T minus zehn Tage

    Froschi

    Dienstag, 28. Februar 2006, 16.12 Uhr

    Argh! Umziehen stinkt. Ein Doppelumzug logischerweise umso mehr. Ganz eklig wird es, wenn's das Büro betrifft. Und richtig scheiße ist, wenn man allein in selbigem hockt und alles selbst verpacken darf. Wieso habe ich nicht wie alle anderen heute Urlaub/frei/Blauschein genommen? Argh! ARGH!

    Froschi

    Freitag, 24. Februar 2006, 09.30 Uhr

    What's the internet for? The internet is for poooooooorn! The internet is for poooooooorn! Grab your dick and doubleclick! Poooorn, Poooooorn, Poooooooooooorn!!

    Es ist mir durchaus bewusst, dass das gute Teil mittlerweile so alt ist, dass es selbst die PCX-AAAAAAAAALT"§!21998hummahumma-Schreier mittlerweile vergessen haben dürften. Aber es ist so toll! Und man kann damit super Kollegen bis zur Besinnungslosigkeit penetrieren. Denn wer hat das lauteste Soundsystem im Büro? Ich, ich, ja ich!

    Froschi

    Montag, 13. Februar 2006, 11.50 Uhr

    Stöckchenfangen, das macht Spaß: Gevatter Secksiemund hat mir die mächtige Eiche zugeworfen, ich kontere mit einem Todeskloß vom Mars. Im Hals. Den wird er morgen beim Singen nämlich haben, nicht einen Ton treffen und ich lache mich tschechich. Egal. Mal wieder ein Fragebogen, was?

    Vier Jobs in meinem Leben:

  • Bild am Sonntag-Verkäufer: Ich schäme mich, einst der schwarzen Seite gedient zu haben. Immerhin habe ich die überzähligen Ausgaben weggeschmissen, ehrlich! Und das Geld habe ich auch nicht behalten, sondern Waisenhunden geschenkt!
  • Zivi: Gute Zeit. Mit Krankenschwesterschülerinnen, Langeweile im OP und Sodexho-K36-Transporten. Guuuuuuute Zeit.
  • Computer-Zusammenschrauber, -Auslieferer und –Ausbilder: Schlimme Zeit. Aber viel Deutschland. Das war ich nämlich damals schon. Und zwar unterwegs. Und zwar darin.
  • Weltbester Redakteur aller Zeiten. Von allen. Wo gibt.
  • Vier Filme, die ich immer wieder sehen kann:

  • Kung Pow.
  • HdR-Trilogie.
  • Zoolander.
  • Alles, was einen wenigstens witzigen, wenn nicht sogar, aber nicht unbedingt informativen Audiokommentar enthält. Witzig ist mir aber eigentlich lieber.
  • Vier Orte, an denen ich gelebt habe:

  • Rustawi: Irgendwo muss man ja geboren werden.
  • Karl-Marx-Stadt/Chemnitz: Es rult zwar, aber 18 Jahre sind genug.
  • Sehr, sehr kurz irgendwo im Stuttgarter Ödland. Auch nur der Arbeit wegen. Und auch nur einen Monat.
  • Minga. Hach. Gutes altes Minga.
  • Vier TV-Serien, die ich gerne gesehen habe:

  • Scrubs.
  • RTL Samstag Nacht. (Jedenfalls damals am Anfang. Wo's noch genial war. Vor Spochtschau und der anderen Scheiße.)
  • Simpsons.
  • Geht’s noch? (Was sich Pro7 erdreistet, dieser besten aller deutschen Comedy nicht mal ansatzweise eine in Gold und schweren Samt gehüllte Special-Schlagmichtot-DVD-Edition zu widmen, ist fern meiner Toleranzschwelle.)
  • Vier PC-Spiele, die ich gerne spiele:

  • MS Word.
  • Google Earth.
  • ScummVM.
  • Festplatte, wechsele dich.
  • Vier Orte, an denen ich Urlaub gemacht habe:

  • Italien!!
  • Irgendwo am schwarzen Meer.
  • Irgendwo an der Ostsee.
  • Irgendwo in Bulgarien.
  • Vier meiner Lieblingsgerichte:

  • Muddas Pelmeni.
  • Handgeschnitztes Sushi.
  • Jamaikanischer Yogi-Tee mit Keks.
  • Süße Maus.
  • Vier Webseiten, die ich täglich besuche:

  • 4Players
  • BILDblog
  • PCX
  • Antigames
  • Vier Orte, wo ich jetzt lieber wäre:

  • Neu Wulmstorf. Dann wäre der Umzug nämlich schon vorbei.
  • In einer Zeitmaschine. Die könnte ich so einstellen, dass es immer zwischen 5 und 6 Uhr morgens wäre. Dauerschlaf!
  • An der Isar. Auf dem Stein. Mit einem Stück Fleisch in der Hand. Wenn Sommer wäre. Womit die Zeitmaschine wieder ins Spiel kommt.
  • Italien!!
  • Vier Blogger, die das mitmachen sollen:

  • Hendrik
  • Keimling
  • Taris
  • Gunnar
  • Übrigens hat Peg heute Geburtstag! Süße 18! Gratuliert ihr alle!

    Froschi

    Sonntag, 12. Februar 2006, 11.38 Uhr

    Es ist schön! Es ist toll! Es hat den blödesten deutschen Untertitel aller Zeiten! Es ist das beste DS-Spiel neben Martio Kart DS: Mario & Luigi 2: Zusammen durch die Zeit.

    Fantastische Präsentation! Großartiger Humor! Herrliches Kampfsystem! Keine blöden Jump-n-Run-Einlagen! Gigantischer Bossfight! Knapp 20 Stunden Spielzeit, jede Minute davon ein Hochvergnügen! Zuviele Ausrufezeichen, aber jedes davon völlig berechtigt! Nieder mit den Shroobs!!

    Do you want to know more?

    Froschi

    Montag, 06. Februar 2006, 08.38 Uhr

    Sprich dich aus: Die Folgen meiner ersten Superbowl:

    Sie: »Hast du was Schönes geträumt?«
    Ich: »Kann mich nicht mehr erinnern.«
    Sie: »War bestimmt was von fliegenden Eiern.«
    Ich: »Fliegende Eier??«
    Sie: »Na Football!«
    Ich: »Achso. Dachte schon, du meinst Artilleriehühner.«

    (Interessante Sache übrigens. Football, meine ich. Besorgnis erregend, dass Peg mal wieder alle Regeln intus hatte, während ich noch nach dem Ball suchte. Spielt jedoch keine Rolle, bin ja early adopter. Und äh opinion leader. Sowie Unnecessary Roughness-Tollfinder.)

    Froschi

    Donnerstag, 02. Februar 2006, 08.53 Uhr

    fick, ficker, am ficksten: Suchmaschinenauswertungen sind toll. Weil man spannende Dinge erfährt. Und interessante Sachen über seine Mitmenschen. Vielen Dank für den Google-Beitrag »komm wir fahren nach amsterdam zum anhören«. Eines meiner am häufigsten angesprochenen Themen. Oder »video besoffene tauben«. Das hat ja unvermeidlich mit Godzilla und 4Players zu tun. Okay, »besoffene bayern« ist einigermaßen naheliegend, »geiles reden beim ficken« irgendwie auch. Bin ja eloquent. Ein wenig irritiert haben mich allerdings »etymologisch ficken« und »cappuccino ying yang«, aber sind wir nicht alle ein bisschen floloppt?

    Übrigens würde ich gerne mal den Eintipper von »nackte haut im fernsehen eingefangen« persönlich kennenlernen. Muss eine Mischung aus Hannibal Lecter im Anglerdress und Andreas Türck sein.

    Und warum zum Teufel ist »ficken« das Top-Referer-Suchwort? Hier geht's doch ganz gesittet zu. Ficken!

    Ficken!!

    Froschi

    Sonntag, 29. Januar 2006, 15.07 Uhr

    El Grande Finale Dingens: Haltet eure Hände und Mittelfinger (danke Pet!) im Zaume: Unsere Superfreundin Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.) hat erneut (und zum vorläufig letzten Male) interessante und gerade für die Erziehung wildgeborener Blagen wichtige Dinge beim Namen zu nennen. Bitte sehr:

    »Zu ihrer direkten Bekämpfung beachte man, welche Gegenmittel für die Kinder empfohlen wurden, denn sie gelten mit individueller Anpassung auch für Erwachsene. Am besten ist es, nach vorangegangener Untersuchung nur nach ärztlicher Vorschrift zu handeln. Über ältere weibliche Onanisten ist noch zu sagen, dass sie recht häufig einer ganz bestimmten Form der Onanie ergeben sind, und zwar jener, die nur auf geistigem Wege, also durch bedeutende Nervenanstrengung, ohne äußere Mithilfe zustande kommt. Man nennt sie auch "Phantasiekranke". Diesen kann nicht geholfen werden, wenn sie nicht selbst mit äußerster Anstrengung wollen. Dann mögen sie folgende Legensweise einschlagen: Früh aufstehen und nur bei ausgesprochener Müdigkeit ins Bett gehen, hart liegen und erhitzende Federn vermeiden, alkoholfreie, leichte Diät, tägliche Gartenarbeiten, Bergsteigen, nicht Sitzbäder, sondern wöchentlich zwei bis drei Halbbäder mit mäßiger Abkühlung, täglich kurze, kalte Waschungen der äußeren Genitalien, wenn Hitze oder Ausflüsse vorhanden sind (ja keine Ausspülungen der Scheide!) anspannende Berufs- oder Hausarbeiten, die vom inneren Menschen ablenken, strenge Vermeidung jeglicher die Phantasie erregender Lektüre. Dies wird sie heilen! Sind diese Bedauernswerten im übrigens aber gesund und sehnen sie sich im Alter der Reife nach der Ehe, sind sie vielleicht bei lebhaftem Temperament für das andere Geschlecht sehr empfänglich, dann mögen sie heiraten, um natürliche Befriedigung zu finden, was die gesunde Frau ebenso braucht wie der gesunde Mann.

    (Aus »Die Frau als Hausärztin: Ein ärztliches Nachschlagebuch für die Frau.«, Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.). 1911. Gott, ich liebe diese alten Schinken!)

    Froschi

    Freitag, 27. Januar 2006, 09.38 Uhr

    Hier gibt es keine Schnabeltiere! Nicht eines!: Das musste mal raus. Für alle, die vom Gegenteil überzeugt waren. So wie unsere beste Freundin Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.). Die wieder hochinteressante Dinge über Onanie zu berichten hat, gerade für die Frauen hier. Auf dem Mutterrund.

    »Leider sind die erwachsenen Onanisten auch unter dem weiblichen Geschlecht keine Seltenheit und die Zahl derjenigen, die Trost und Rat bei der Ärztin suchen, ist keine kleine. Wenn die Erkenntnis der wahren Bedeutung ihres Zustandes sie erfasst, kommt meist auch heftige Reue, Angst vor ernsten Folgen über sie, und sie machen große Willensanstrengungen, um sich von der bösen Leidenschaft zu befreien. Gebärmutterkatarrh, schmerzhafte Menstruation, allgemeine nervöse Erscheinungen, nicht selten nervöses Herzklopfen usw. sind die gewöhnlichen Erscheinungen bei ihnen. Alte Onanistinnen sind zur Ehe meist wenig tauglich; entweder leiden sie an Scheidenkrämpfen, oder sie sind gegen die Annäherung des Mannes empfindungslos. Meist ist sie ihnen auch widerwärtig. Bei bereits eingetretener Erschlaffung der Gebärmutter wird auch die Mutterschaft schwierig. Die Früchte werden oft nicht ausgetragen. In anderen Fällen ist chronische Gebärmutterentzündung mit ihrem Heer von Übeln die Folge der beständigen unnatürlichen Reizungen. Bei temperamentvollen jungen Mädchen dagegen ist, so wie beim geschlechtlich erregten Mann, die Ehe das beste Heilmittel, das aber zu rechter Zeit in Anwendung kommen muss. Die jetzt immer häufiger werdende Ehelosigkeit ist für Männer und Frauen von großer Gefahr; denn sie treibt sie nur zu oft der Onanie in die Arme.«

    (Aus »Die Frau als Hausärztin: Ein ärztliches Nachschlagebuch für die Frau.«, Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.). 1911. Der finale Teil 5 folgt in Kürze.)

    Froschi

    Dienstag, 24. Januar 2006, 16.27 Uhr

    Teil drei, Ju Chei: Mitten im Wissen steckenbleiben? Das ist nicht klug! Zeit für weise Worte, cremig gesalbt aus dem geübten Munde von Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.). Und ich freue mich auf zukünftige Google-Referrer.. argh..

    »Ermüdung, bei schwachen Kindern bis zur Erschöpfung, große Reizbarkeit, die sich in Weinerlichkeit, Zorn, Unarten äußert, Zerstreutheit, Unfähigkeit zu gesammelter Arbeit, blaue tiefe Ringe unter den Augen, eine fahle, hässliche Gesichtsfarbe, schließlich ein abstoßender Gesichtsausdruck, dazu abgebissene Fingernägel und beim Mädchen oft ein schleimiger Ausfluss aus der Scheide oder auch entzündete Geschlechtsteile sind die Folgen der traurigen Verirrung. Sie gleichen sich in späteren Jahren nur durch sehr hygienische und maßvolle Lebensführung aus, bei schwächlichen Menschen aber bleiben gewisse Kennzeichen für immer bestehen. Vor allem vererben sie auf ihre Nachkommen die sexuelle Schwäche, das Merkzeichen der heutigen kultivierten Menschheit. Sehr beruhigend wirken ein: warme Beinbäder, ebensolche Sitzbäder von fünf bis zehn Minuten Dauer und 35°C, einstündige Spaziergänge in ruhiger, gesunder Umgebung vor dem Schlafengehen, ernste, veredelnde Erzählungen, welche wohl rühren, aber nicht aufregen dürfen und das Kind von sich selbst ablenken; eifrige Arbeit, ohne Überanstrengung, aber doch Körper und Seelenkräfte anspannend; nicht minder Sport, der unter vernünftiger Leitung betrieben wird.«

    (Aus »Die Frau als Hausärztin: Ein ärztliches Nachschlagebuch für die Frau.«, Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.). 1911. Teil 4 folgt in Kürze.)

    Froschi

    Freitag, 20. Januar 2006, 12.27 Uhr

    Und weiter geht's: Liebe rechtschaffende Bürger! Lasst die Hände über der Bettdecke! Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.) spricht erneut zu euch!

    »Man erziehe Mädchen und Knaben zu wahrer Züchtigkeit, man stelle ihnen Berührung der Geschlechtsteile als etwas Verbotenes und Hässliches dar und halte auf einen reinen Ton im Hause. Aus so geleitetem Haus gehen dann herzensreine und keusche Menschen hervor! Bei noch unvernünftigen Kindern sehe man darauf, dass sie nachts die Hände immer auf der Bettdecke halten, dass sie nicht mit vollem Magen zu Bett gehen. Zuweilen ist es nötig, ihnen festgeschlossene Säcke aus durchlässigem Stoff anzuziehen, um direkte Berührung der Genitalien zu verhindern. Niemals schlage oder ängstige man onanierende Kinder, weil dadurch der Grund zu Nervenleiden gelegt werden kann. Sie sind Verirrte, aber keine Verbrecher, oft leider schon sehr kranke Menschen, und müssen daher zwar ernst, aber durchaus milde behandelt werden. Kaltwasserbehandlung erzeugt bei erregten Personen geschlechtlichen Reiz; man vermeide sie also und verhüte besonders das Frieren der Kinder. Beim Spiel bemerken sie oft die kalten Füße nicht; beständiges Frösteln erzeugt aber einen heftigen Reizzustand in den Genitalien, dem die Kinder dann mehr oder minder heimlich Folge leisten, indem sie mit den Händen, auf den Stühlen, mit der Bettdecke usw. nachhelfen, um Befriedigung herbeizuführen.«

    (Aus »Die Frau als Hausärztin: Ein ärztliches Nachschlagebuch für die Frau.«, Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.). 1911. Teil 3 folgt in Kürze.)

    Froschi

    Dienstag, 17. Januar 2006, 15.38 Uhr

    Liebe Kinder! Aufklärung ist wichtig. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen. Deswegen lasse ich mal in den nächsten Tagen unsere gute Freundin Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.) zu Wort kommen, um euch Schäfchen zu einem wichtigen Thema mit Rat und Tat zur Seite zu stehen: Der Onanie.

    »Onanie: Es ist besonders für Mütter dringend notwendig, dass sie urteilsfähig auf diesem Gebiete werden, um ihre heranwachsenden Kinder vor diesen traurigen Verirrungen zu schützen. Während der Entwicklungsjahre hat die Onanie die schlechtesten Folgen, weil der Organismus noch im Wachstum begriffen ist; ferner wird sie um so gefährlicher, je schwächlicher und belasteter ein Individuum ist. Übermäßige Ernährung, Fleisch und Alkohol im Vordergrund, angeborene Reizbarkeit des Nervensystems, ein zu warmes Bett (Federn!), schlechte Luft im Schlafzimmer, unvorsichtiges Gebahren der Eheleute in Gegenwart der Kinder, die oft mehr beobachten, als man sich denkt, Romanlesen, Theater, unzüchtige Bilder usw. führen zu unwillkürlichen Reizungen der Geschlechtsteile, um ein gewisses Wolllustgefühl zu erzielen. Bei den Knaben führt es zur Aufrichtung des Gliedes (später zu Samenergießungen), bei den Mädchen zu einer Blutübererfüllung des Genitalapparates und bei beiden zu bedeutender Nervenaufregung.«

    (Aus »Die Frau als Hausärztin: Ein ärztliches Nachschlagebuch für die Frau.«, Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann (in Zürich promov.). 1911. Teil 2 folgt in Kürze.)

    Froschi

    Samstag, 07. Januar 2006, 01.59 Uhr

    Endlich eine sinnvolle Verwendung fürs Mikro: Hey Nintendo! Ich habe eine glorreiche Idee für euch: SingStar DS (»Deutschlands Supertyp«). Sorgt in der U-Bahn mit Sicherheit für tierisch großes Hallo!

    (Ja, es ist spät. Ist mir bewusst. Kann grad nicht schlafen, zuviele Textideen für spätere Tests. Verdammte Berufskrankheit. Spielt God of War!)

    Froschi

    Samstag, 31. Dezember 2005, 14.54 Uhr

    Taröööööö! Pfnüüüüü! Möööööp-Mööööööööööööp!: Aaaah, Silvester. Fast so gut wie Venedig. Nur nicht so verschlungen. Und mit mehr Alkohol. Zeit, mal wieder richtig betrunken zu werden. Und sinnlos Dinge in die Luft zu jagen. Parkhäuser oder Eiskunsthallen. Und Schneegnus zu bauen. Auch wenn das meine Gesundheit gerade eigentlich gar nicht gut findet. Niemalsgeist. Die hat in den nächsten Tagen noch mehr als genug Gelegenheit zur Rekonvaleszenz. Fröhliches Schneeschubsen euch allen! Mööööööp-Wuuuuuuhn!!

    Wläp-Wläääääääp!! Klunk.

    Update, Update!: Post-Koma-Nachtrag. Erste Bilder und Partybericht zu finden hier.

    Froschi

    Samstag, 24. Dezember 2005, 11.31 Uhr

    Pflichten, nix als Pflichten: Muss man tatsächlich allen Leuten irgendwie gratulieren? Wofür eigentlich? Hm. Nagut. Fröhliche Weihnachten! Chäppy Chanukka! Heiteres Julfest! Allah ist groß! Äh.

    Froschi

    Sonntag, 18. Dezember 2005, 15.51 Uhr

    Bahrain, Bahrain, wie komma denn dahrain?: Ich war ja die letzten beiden Tage in Bahrain. Ja, ich habe vorher auch noch nie davon gehört. Dafür habe ich jetzt jede Menge wichtige Dinge über das Land gelernt:

  • Ninjas sind überall.
  • Gurte sind Verschwendung wertvoller Ressourcen.
  • Rote Ampeln sind zur Zierde da.
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen sind heitere Zahlen am Straßenrand.
  • Kein Schlagloch ist groß genug, um ausweichen zu müssen.
  • Die Waage auf dem Klo ist ein Zeichen.
  • Das Telefon auch. Vor allem, wenn das Klopapier mal alle ist.
  • Ein Schokoriegel gibt einen prima Schnurrbart ab.
  • Sandgelb ist eine Spitzenfarbe! Für alles.
  • Fotos sind Teufelszeug. (weil Seelenklau)
  • »Manama« ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch ein gelungener Gag für Touristen.
  • Herumstehende Weihnachtsmänner und -tannen sowie letitsnow-Gesänge sind auch ohne die geringste Schneeaussicht sowie dem islamischen Glauben zum Trotz cool.
  • Oasen in der Wüste sind out. Der Bahrain-Flugzeugabstürzer kraucht zur nicht eben zentral gelegenen Formel 1-Strecke.
  • »Hava Nagila«-pfeifend aus dem Klo zu kommen ist dort nicht die beste Idee aller Zeiten.
  • Und Schweden brauchen keinen Alkohol, um betrunken zu sein. Wenn ich mal Zeit habe, illustriere ich diese und mehr Erkenntnisse mit beachtlichem Fotomaterial.

    Froschi

    Dienstag, 13. Dezember 2005, 09.43 Uhr

    Drei Tage, zwei Seelen, eine Entscheidung: Jetzt steht es also fest. Hamburg wird es sein. Mitte März ziehen wir zu den Fischköppen, nachdem wir das Wochenende dort im großartigsten Hotel (nh), im zweitgroßartigsten Restaurant (Feuerstein) und im drittgroßartigsten Wagen der Welt (C-Klasse) verbracht haben. Und Neu Wulmsdorf sieht auch sehr fluffig aus. Kinozimmer ahoi! Ayayayayayyyyy! O dios mio!

    Jetzt muss ich freenet DSL beantragen. Okay, zum Mitarbeitertarif, aber müssen muss ich's trotzdem. Gut, dass ich noch drei Monate Zeit habe.

    Froschi

    Dienstag, 06. Dezember 2005, 16.31 Uhr

    Ich bin so oldschool: Ich habe ein neues albernes Spielzeug gefunden: Den OldSkool DemoMaker. Damit kann man sehr einfach kleine Grafikdemos im alten Amiga-Stil zusammenklicken. Und eigene Bilder, 3D-Objekte und Trackersongs benutzen. Was ist natürlich sofort für die das Universum zu Harmonie führende RealiTeam-Intro genutzt habe. Mit einem uralten Song von mir. Der »Orgelklabim« heißt. Fuchs der ich bin, habe ich das Ganze auch noch in einen kleinenfeinen Wettbewerb gepackt, bei dem es interessante/wahnwitzige/ungemein wertvolle Dinge zu gewinnen gibt.

    Macht alle mit! Jetzt! Bevor euer Nachbar eine viel bessere Demo hat!

    Mehr Infos gibt's auf 4Sceners.

    Froschi

    Freitag, 02. Dezember 2005, 14.59 Uhr

    Die Empfehlung des Tages. Ach was, des Monats: Mario Kart DS. Nicht nur, weil es das bislang beste Rennspiel für den DS und meiner Meinung nach auch insgesamt seit langer, langer Zeit ist. Sondern auch, weil Nintendo zum ersten Mal seit ebenfalls Langem auf ein DS-Wortspiel im Titel wie »Double Speed« verzichtet hat.

    Obwohl »Dodal Super« in diesem Fall angebracht gewesen wäre.

    Froschi

    Donnerstag, 01. Dezember 2005, 08.37 Uhr

    Exklusivbericht! Killerspiele, live in meiner Wohnung: Man muss ein Baguette-Brötchen nur wenige Tage liegen lassen, um eine stumpfe Waffe von enormem Mord-Potenzial zu erhalten. Ein perfider Plan Frankreichs? Verbietet alle Bäcker!!

    Froschi

    Dienstag, 22. November 2005, 18.57 Uhr

    Thiiiiiiiings... can only get bettahahaaaaa...

    Mist.

    (Wenn Alice Schwarzer Grund zur Freude hat, dürfte es um die Menschheit im Allgemeinen und die Deutschen im Speziellen ziemlich schlecht bestellt sein. Das ist so ähnlich, als würde GWB bei der Verkündung seines Abtritts diabolisch grinsen und sich immer wieder ein Prusten verkneifen.)

    Froschi

    Mittwoch, 16. November 2005, 10.54 Uhr

    Es kennt mich. Es sieht mich. Es kommt, mich zu holen!!

    ...eh?? »Klara Finden«, ja? Ich bin mir nicht sicher, was sich die Telekom bei diesem.. diesem.. Wesen vom anderen Stern gedacht hat. Aber es sollte besser etwas mit sehr illegalen Drogen zu tun haben.

    Froschi

    Mittwoch, 09. November 2005, 09.39 Uhr

    Wer war's? Star Wars!: Manche Leute fragen sich ja angesichts der letzten Szene in EP3, warum der Bau des Todessterns selbst vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie immerhin 20 Jahre gedauert hat. Nun: Alleine die ganzen Klos einzuschrauben dürfte zehn Jahre beansprucht haben. Ganz zu schweigen von dem »Hey, lass uns mal einen dünnen Tunnel bauen, der direkt zum Reaktor führt, da passiert garantiert nie was!«-Einwurfloch.

    (die Magratheaner hätten das außerdem viel schneller hinbekommen!)

    Froschi

    Donnerstag, 03. November 2005, 13.05 Uhr

    Aufs Mauuuuuueeeeeeeel!!113: Ong-Bak ist super. Der großartigste Auffe Fresse!!-Film des Jahres. Tony Jaa (oder wie auch immer völlig unaussprechlich er im Original heißt) hat seinem enorm bescheuerten Film-Namen Ting zum Trotz einfach Skills jenseits, weiiiiit jenseits von Jackie Chan oder Marc Dacascos. Deswegen freue ich mich wie ein Wiesel auf den Nachfolger: Tom-Yum-Goong. Dieses Mal wird kein Buddha-Kopf geklaut. Sondern ein Elefant. Also ein ganzer. Und das ist doof, weil der heilig ist. Mehr Story braucht man nicht, um erneut die großartigsten Kicks diesseits des Rio Grande zu verpacken. Zieht euch die Trailer rein und kurbelt danach die Kinnladen wieder hoch. Keine Seile, keine CG.

    Alles wird super, solange nicht wieder Luc Besson den Film nach hierzulande bringt. Was der Mann mit dem Soundtrack von Ong-Bak gemacht hat, verdient eine Kastration auf Skorpion-Basis.

    Froschi

    Freitag, 28. Oktober 2005, 11.56 Uhr

    Ich hasse es, wenn Gott lacht: Du magst deinen Rechner. Du pflegst ihn. Sorgst dafür, dass die Registry schön sauber ist. Dass die Platte schnurrt wie Peg bei einer Kopfmassage. Dass Grafikkarte, RAM und Rest ordentlich Gas geben. Du bist stolz auf das Erreichte. Du denkst Dir »Hachja, die Details könnte ich ruhig noch hochschrauben, das geht locker«. Dein Leben ist gut. Und dann kommt ein Spiel, irgendein Spiel, hält dir den Finger ins Gesicht und hohnlacht »Deine Mühle ist Scheißeeeeeeeee!!11 Ha. Haaa!«

    Das ist nicht nett.

    Froschi

    Montag, 24. Oktober 2005, 11.26 Uhr

    Mein Anzug ist gar nicht lila. Ehrlich.

    Schere, wem Schere gebührt: Jaja, die Hochzeitsnachbeben. Die sind super. Speziell, wenn sie noch superer gezeichnet sind. Von daher, bevor es untergeht: Markus »Bar Karma« Zieglers Beitrag zu unserem Verheirateten-Dasein. Stimmt zum größten Teil. Allerdings nicht alles: Mein Anzug war gar nicht lila. Und die Chance, den Schergen persönlich irgendwann unter irgendeiner Art von Haube wiederzufinden, schätze selbst ich mittlerweile geringer ein als von einem Schnitzel kackenden Gürteltier im Flug skalpiert zu werden. Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben.

    Froschi

    Freitag, 14. Oktober 2005, 08.37 Uhr

    Ist denn schon Nintendonnerstag? Nintendogs ist super. Peg hat an »Fluffy« jedenfalls allerlei weibliche Freude. Diverse Kollegen auch. Nur ich nicht. Weil mein DS belegt ist. Von Fluffy. Und Peg. Aber ich hab ja Godzilla. Und einige Vorschläge an Nintendo für eine weitere Verwertung der großartigen Wortspielidee: Nintendobermann zum Beispiel. Für die etwas härtere Klientel. Oder Nintendodos. Da lernt man auch gleich noch was über Genozid. Nintendorsch und Nintendolphins würden die Wasserdarstellungefähigkeiten des DS auf die Spitze treiben. Und an Nintendogma hätte ol' Benedict gewiss reichlich Freude.

    Nagut, das reicht jetzt auch. Sonst brauche ich nur wieder Nintendolormin.

    Okayokay, nur noch einen. Speziell für uns' Angie. Nintendosenpfand.

    Froschi

    Mittwoch, 12. Oktober 2005, 11.43 Uhr

    Ein Brief der Liebe: Liebe Bayerische Motorenwerke. Ich finde eure Autos toll. Sie sind schnell und schnittig und fluffig. Der Hintern schläft einem beim Fahren zwar schon mal ein, aber das ist es wert. Eure Radios sind zwar per se unbedienbar, aber das Auto fährt ja im Grunde von allein. Allerdings solltet ihr mal an euren Navis arbeiten. Es ist ja okay, dass mich das gute Teil grundsätzlich in die falsche Richtung leitet, schließlich haben wir es mit einer Frauenstimme zu tun. Dass selbige allerdings einen offenbar tief grollenden Hass gegen Autobahnen hat, ist geschlechtlich schwer zu erklären. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

    Ganz nebenbei: Merkel for Kanzler? PH34R! We is teh doom0red!

    Froschi

    Donnerstag, 06. Oktober 2005, 17.19 Uhr

    WTF? Können Schweine neuerdings fliegen? Friert der Teufel? Können Frauen einparken? Sushi beim Lidl? Als notorisch skeptischer Vertreter der Selbst-Rohfisch-Schnitzer werde ich natürlich einen Teufel tun und das vermutlich vor lauter Glutamaten von ganz allein kotzende Zeug auch nur anfassen. Aber interessant finde ich das irgendwie schon.

    Froschi

    Mittwoch, 21. September 2005, 10.07 Uhr

    Der Zahn der Zeit und so: Du weißt, dass du alt und verwirrt wirkst und dein Leben prinzipiell vorbei ist, wenn du der Meinung bist, dass frühere Bravo Hits-CDs ja eigentlich im Grunde gar nicht mal sooooo übel sind.

    Froschi

    Sonntag, 28. August 2005, 08.39 Uhr

    Wie eine Bande Wiesel im Hemd: GC. Interessante Messe, so insgesamt. Speziell zur Abwechslung mal aus Ausstellersicht. Oder vielmehr Schlüsselband-Herausgeb-O-Mat-Sicht. Die sind alle verrückt. Alle. Ohne Ausnahme. Als wären Schlüsselbänder bzw. Leuchtdinger Schlüsselband bzw. Leuchtding gewordenes Ambrosia. Ich vertrete die Theorie, dass wenn du kein Spiel zu präsentieren, sondern einfach nur 300.000 Schlüsselbänder auf deinem Stand rumliegen hättest, du der King der Messe wärst. Argh. Alle verrückt. Schlimmer als Zwiebeltiere. Aber Sonic war da. Und Keimic (samt Coreginic). Außerdem war das Konzert wie immer gigantös.

    Deswegen (und weil ich in Fight Night Round 2 offiziell ungeschlagen nach Hause gefahren bin, harhar!) zischen die zwei von uns jetzt an den Gardasee. Weswegen ich auch so eklig unsonntagsgemäß früh wach bin. Natürlich haben wir ein Cabrio. Natürlich schifft es zur Zeit wie blöd. Hachja, die schönen Traditionen...

    Froschi

    Freitag, 12. August 2005, 22.08 Uhr

    Argh: Die letzten Wochen: GC-Printmagazin. GC-Vorbereitung. Normal-stressiger Redaktionsalltag. Firmenumzug. Alt geworden bin ich zwischendurch auch. Und dann noch die GC selbst nächste Woche. Mittwoch bis Sonntag. Mit Riesenstand und allem Krimkram. Wer mich bewundern will, sollte besser Samstag oder Sonntag kommen, vorher habe ich 'nen Haufen Termine. Argh. Deswegen morgen ich-will-vergessen-Feiern. Juhu!

    Froschi

    Donnerstag, 28. Juli 2005, 08.07 Uhr

    Ich habe einen Plan: Eines lauen Sommertages werde ich mich morgens fröhlich aus dem Bett schwingen, eine köstliche Schüssel Cornflakes inhalieren, eine angemessen große Axt nehmen, und bei allen Musikproduzenten dieser Welt, die anerkanntermaßen großartige Songs zum Ende hin scheiße machen, belehrende Schwünge verteilen. Ich fange mit Liam Howlett (The Prodigy) an, der »Girls« in den letzten anderthalb Minuten grandios versaut hat. Zack, keine Fragen, neuer Skalp! Danach ist Moloko fällig, allerdings etwas härter. Um ein Exempel zu statuieren. Wer dem extrem geilen und noch extrem geiler tanzbaren »Forever More« nach etwas über fünf Minuten das gehirnzerfleischendste Orgel-Solo seit dem Erwachen des Homo Erectus verpasst hat, verdient heilsame Elektroschocks. Achtet nicht auf die Zeitungsmeldungen, die übertreiben eh alles.

    Froschi

    Freitag, 22. Juli 2005, 10.02 Uhr

    Ich bin leicht zu erfreuen: Kann es etwas Schöneres geben, als mit einem Haufen Bekloppter einen gediegenen Abend im gerammelt vollen Bondi (verdammt!) Ned Kelly's zu verbringen, von einer Bande besoffener Brit-Jugendlicher mit jeder Menge Robbie Williams besungen zu werden und von einem gleichsam angetüdelten jamaikanisch-amerikanisch-australischem Europa-Afrikaner über seine Gentleman-Attitüde aufgeklärt zu werden? Ich glaube nicht.

    Froschi

    Donnerstag, 14. Juli 2005, 17.17 Uhr

    Geile Klavierlehrerin gesucht: Referer- und Suchmaschinenauswertungen sind super. Und erheiternd. Und zu einem nicht geringen Teil am Verstand der Menschheit zweifeln lassend. Aber nichtsdestotrotz erheiternd. Meine gegenwärtigen Favoriten, frisch aus der Liste gepuhlt:

  • »allein gegen die seelenfänger zusammenfassung«

  • »arbeitsverweigerung ausrede«

  • »was am 25. juni alles geschah«

  • »schlafkur münchen«

  • »ficken an der isar«

  • »video besoffene tauben«

  • »wie lange kein alkohol nach dem pfeifferschen drüsenfieber«
  • Und mein persönliches Highlight: »geile klavierlehrerin ficken«. Wie zum Geier führt das zu mir? Ich sollte mehr nackte Haut reinpacken, das scheint wie ein Magnet zu wirken. Vielleicht ein Bild von mir ohne Mütze?

    Froschi

    Mittwoch, 06. Juli 2005, 10.54 Uhr

    Viva del Wurst!!11: Rom ist toll! Da waren wir nämlich die letzten fünf Tage. Verspätet geflittert und so. War im Grunde total super. Allerdings nicht alles. Von daher: Ein paar wichtige Punkte für künftige Urlauber:

  • Sprich mit niemandem! Alle wollen nur dein Geld!
  • Fotografiere niemanden! Alle wollen nur dein Geld!
  • Kaufe nichts, das nicht von mindestens drei soliden Mauern umgeben ist! Alle wollen nur dein Geld!
  • Erkunde die grobe Ganzheit Roms nicht an einem Tag in Flip-Flops! Deine Füße werden dich büßen lassen!
  • Live Eight: Been there, done that.
  • Wenn alle Touristen aus Rom verschwinden würden, wäre die Stadt menschenleer!
  • Selbst in den kleinsten Bus passen locker 200% der vorgeschriebenen Maximalpassagiere!
  • Wasser ist Leben!
  • Ausrufezeichen sind super!
  • Und ganz nebenbei: Warum haben Vampirbabys nicht total löchrige Daumen?

    Froschi

    Donnerstag, 16. Juni 2005, 12.13 Uhr

    Axt anyone?: Die Frage »Uuuund? Wie fühlt man sich so, wenn man verheiratet ist??« wird mit der 400sten Wiederholung nicht witziger. Außerdem ist mir gestern auf der Fahrt zu Nintendo aufgefallen, dass sehr viele Frank Sinatra-Songs verdammt ähnlich aufgebaut sind. Rockt trotzdem, der Mann. So insgesamt.

    Froschi

    Mittwoch, 25. Mai 2005, 19.32 Uhr

    Weltenschmerz: Das Bondi ist nicht mehr. Jedenfalls gegenwärtig nicht. Verkauft, verzogen, verirgendwast. Irgendwann wird's wiedereröffnet, aber keiner weiß wiewowann. Okay, Karaoke ist jetzt nur verschoben (Donnerstags im Ned Kelly's, der Schwippschwagerbar des Bondi), aber was machen wir jetzt Mittwochs? Eieiei. Erst Penny, dann Greg, dann das ganze Bondi. Schnöde Welt, Du wirst nie mehr dieselbe sein.

    Froschi

    Donnerstag, 19. Mai 2005, 16.38 Uhr

    Määäähr Bildäääääär, määäähr Bildääääär: Bitte wendet euren geschätzten Blick ein erneutes Mal dem erlebt-Bereich zu, denn dort erwartet euch eine schnell hingeschluderte Erstversion meiner großen Hochzeit-Foto-Love-Story. Dieses Mal hauptsächlich Foto, zugegeben. Erläuternde Hinweise via mouseover. Mehr = bald. Und dann auch in super-di-duper.

    Froschi

    Samstag, 14. Mai 2005, 16.37 Uhr

    The Day After: Gott, bin ich fertig! Gott, geht's mir gut! Gott, bin ich verheiratet! (Bilder und sonstiges Impressionen von der geilsten Feier seit Menschheitsbeginn gibt es in Bälde. Sobald mein Verstand wieder geradeaus funktioniert und ich mich menschenähnlich bewegen kann.)

    Froschi

    Mittwoch, 11. Mai 2005, 11.43 Uhr

    Bildäääääär, Bildääääär: Schöne Sachen, die Freude machen (ganz besonders mir). Die anderen Buidl (speziell die dunklen, Doom 3-ähnlichen aus der Naga) befinden sich in Michis Handy. Übrigens: Zwei Tage noch. Und nein, ich bin immer noch nicht nervös. Durch meine Adern fließt reines Cryonit.

    Froschi

    Montag, 09. Mai 2005, 15.39 Uhr

    Ratsch-Fatsch: Vier Tage noch.

    Ich hatte selten soviel Spaß und wäre gleichzeitig vor Scham am Liebsten im Boden versunken wie auf meinem Junggesellenabschied. Tausendundsieben Dank an alle Beteiligten und ihr werdet eines Tages aber sowas von dafür bezahlen, jahaaaa!!11 Zur Feier des Tages hat sich Peg außerdem noch timinggerecht eine saftige Grippe eingefangen. Frauen. Auf die ist Verlass..

    Update: Hier die ersten Bilder aus der Nachtgalerie. Rest folgt, sobald ich einen Bluetooth-Adapter finde.

    (Oh, ich sehe gerade, dass ich mal wieder was ins Archiv hauen sollte. Startseite = über ein Jahr alt. HA! Wer kann da drübää? Oder vielleicht schenke ich mir das, bis Mushirn 2.0 fertig ist. Was gleich nach Bong-Fu der Fall sein dürfte. Mal sehen.)

    Froschi

    Freitag, 06. Mai 2005, 10.27 Uhr

    Rappel-di-Bappel-di-Zupf: Sieben Tage noch.

    (Wieso fragt mich eigentlich jeder am Telefon oder in persona, ob ich schon aufgeregt bin? Das regt mich auf! Außer gestern. Da hat der Alkohol den Mordtrieb abgetötet. Grmbl.)

    Froschi

    Dienstag, 03. Mai 2005, 14.08 Uhr

    tick.. tack.. tick.. tack..: Zehn Tage noch.

    (Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, dass der Begriff »untot« zumeist völlig falsch verwendet wird? Ich meine - sind wir nicht alle untot? Der klassische Untote sollte eigentlich als »Ex-Toter«, »nicht mehr ganz Toter« oder »auf der anderen Seite von 'untot' befindlicher Toter« eindeutiger definiert werden.)

    Froschi

    ..das
alte Neue..