Dienstag, 14. Dezember 2004, 12.10 Uhr
Schlaflos in Schnarrtanne: Ich muss meinen letzten Eintrag korrigieren: Nicht das Erzgebirge, sondern das Vogtland wurde mit
meiner Anwesenheit geehrt. Wenn auch nur kurz. Aber dafür umso heftiger. Alleine die Ankunft in Schnarrtanne (sic!) gestaltete sich so
schwierig, wie es der Name vermuten lässt. Wenn man den Arsch der Welt sucht, pendelt man sich unweigerlich im Schnarrtanner Kreis ein.
Wie auch immer: Ich hatte mir (natürlich) eine mittelschwere Erkältung zugezogen, woraufhin ich a.) keine Freude am reichlich
vorhandenen Alkohol verspürte und b.) mit schon kurz nach 22 Uhr ermattet gen Bett begeben musste, um den geschwächten Körper mittels
Schlafkur zurück auf Höchstleistung zu schaufeln. Hat nicht geklappt. Wieso?
Grund 1.) Ca. 23 leicht bis mittelschwer zugekippte
Zeitgenossen, die abwechselnd, wirklich ausdauernd und extrem schmerzfrei »Die Perfekte Welle« oder »Viva Colonia/Bavaria«
in Hausbeben-Lautstärke von sich geben. Normalerweise keine große Sache, aber ich lag mit dem Ohr und dem Rest des Körpers zum Boden
genau im Zimmer darüber. Grund 2.) Der Weltmeister im Schnarchdezibelsprengen, gegen den sogar ich nicht mal ansatzweise
mithalten kann. Und der wirklich ausdauernd schnarcht. Ununterbrochen. So wie.. dauernd. Immer. Ohne Pause. Nicht davon abzubringen.
Laut. LAUT! Um Gottes Willen, sein Bett hat gezittert!
Nachdem ich dann so schnupfend und in mich hineinweinend eine ganze Zeit lang rotierte, habe ich mich zum Gang ins mittlerweile
verwaiste Wohnzimmer entschlossen - was so gegen 6 Uhr der Fall war. Einige Rachenzäpfchen-beruhigende Tees später (siehe auch Eintrag
vom 8. September) fand ich mich Gitarre sowie GBA spielend und interessante Bücher über die Quantenphysik lesend auf dem Sofa wieder,
unfähig ein Auge zuzumachen. Natürlich. Konsequenz: Ich sah wohl derart Zombie-ähnlich aus, dass Peg ein Machtwort sprach, mich ins Auto
schmiss, und wir verfrüht wieder nach Minga gezischt sind, wo ich endlich ins wohlverdiente Koma fallen durfte. (übrigens an Steffen: vielen Dank (ernsthaft!) für die Einladung!)
Ach ja: Hörbücher sind toll. Man glaubt gar nicht, wie schnell man am Ziel ist, wenn man während der Fahrt »Illuminati«
von der deutschen Synchronstimme von Harrison Ford vorgelesen bekommt!
Froschi