..so ist das..

(Froschis Welt. Garantiert Weidenkätzchen-frei.)

Mittwoch, 29. Oktober 2003, 09.54 Uhr

Ich sehe sie überall..: INVASION DER MÖRDER-KILLER-FRUCHTFLIEGEN VOM PLUTO!!! Sie sind überall! Aus irgendeinem merkwürdigen Grund umschwirrt Mathias und mich im Büro aller paar Minuten eine selbstmörderische Fruchtfliege, die unsererseits selbstverständlich sofort ihrer Fleischreste-zwischen-zwei-Händen-Bestimmung zugeführt wird. Soweit kein Problem, aber: wo zum Teufel kommt diese Invasionsflotte her? Die naheliegendste Vermutung, dass Mathias seine Leichen mal wieder nicht vorschriftsgemäß entsorgt hätte, stellte sich leider als nicht vollständig richtig heraus. Von uns verwest auch keiner mehr als üblich, so dass mir langsam die Optionen ausgehen. Bleibt der übliche Verdacht: in unserem Büro öffnet sich in regelmäßigen Abständen eine Dimensionsspalte aus der Vergangenheit, die diese eine, in einer Zeitschleife gefangene Fruchtfliege so täglichgrüßtdasmurmeltierig immer wieder in den Klatschhand-bedingten Tod schickt. So wie Prometheus damals immer wieder seiner Leber entledigt wurde, während er an Bräune gewann. Wie immer halt.

Froschi

Dienstag, 28. Oktober 2003, 10.06 Uhr

Ich weine um die Menschheit: Ich muss mal wieder mein Popstars-Klagelied gen Mond scheuchen: Gestern (nach dem Tanzkurs. Gniiiihihihi. Aber dazu gleich mehr.) war ja die Du-bleibst-Du-gehst-Du-hast-Pickel-Entscheidung in Sachen Overluders. Was mir nicht entgangen ist: Warum zum Henker machen die so eine eklige Show draus? Warum nicht einfach »Du gehst, alle anderen bleiben«? Warum diese elend langen Vorträge, warum dieses Trara um.. ähm.. Afroman? Zuerst »Du bist nicht in der Band, geh weinen«, kurz darauf »ach übrigens, wir sind Helden, haben uns gegen das Management durchgesetzt, und Du bist doch irgendwie drin. Kriegst aber kein Geld, weil Du unsere Anwälte bezahlen musst« - hä? War das erste eine Art in-die-Ecke-schicken, um danach den Oberlehrer rauszukehren und zu hoffen, dass .. ääääh.. achja.. Akay was draus gelernt hat? Fremdschämen pur. Andererseits: wenn die Kerls nach meiner Methode vorgingen, müsste PRO7 um die zehn je fünfminütige Werbeblocks direkt nacheinander schalten, um auf die Stunde Sendezeit zu kommen. Jedoch: warum eigentlich nicht?

Ich schwinge die Hufe: Jawoll, gestern war die erste Stunde unseres Tanzkurses. Nicht ohne gewissen Stolz und mit weltmännisch aufgepumpter Brust verkünde ich hiermit, dass Peg und ich nicht so ganz untalentiert zu sein scheinen. Hochdietassen! Allerdings stehen noch zwei Dinge vor der Weltherrschaft durch Sohlenzappeln: 1.) Peg ist noch relativ rebellig, der muss ich den Führungsdrang noch abgewöhnen. 2.) Man sollte eigentlich annehmen, dass ein wenig Schunkeln und Drehen eine smoothe Sache ist. Nicht so bei mir, der ich den Anfängerfehler machte, einen dicken Pulli zu tragen: man schwitzt schlimmer als in einem Fitneßstudio, das in einer aufgedrehten Sauna steht! Aaaaaargh! Nun gut, nächstes Mal eben im hauchzarten Chiffonkleidchen..

Froschi

Donnerstag, 23. Oktober 2003, 10.53 Uhr

Ich bin einen Schritt weiter.. ..an der Weltheilung: neben der monetären habe ich jetzt auch die stimmliche Gewalt auf meiner Seite: gestern Abend waren wir (Peg, Kerstin, Steffen, Doreen und ziemlich ich) in einer nicht uncoolen Karaoke-Bar. War bei mir schon fünf Jahre her (also das karaokieren, nicht das in-Bar-gehen), und so war ich relativ unvorbereitet. Und trotzdem: Robbie Williams hätte »Angels« nicht besser hinbekommen.. außer dem Refrain vielleicht. Der.. nun.. ich übe weiter! Aber dafür habe ich wahnsinniger gekuckt als er! Beweis. Und aus irgendeinem merkwürdigen Grund heiße ich seit dem Auftritt Bob. Bob Apul. Ich verstehe es selbst nicht vollständig, aber irgendeine bekloppt-höhere Logik steckt bestimmt dahinter.

Nächste Woche wieder, allerdings mehr, lauter und falscher. Applaus, Applaus, Applaus! Den übrigens auch für Michi, da er es endlich geschafft hat, die Urlaubs-Bilder einzuscannen. Jetzt müßte ich nur noch die Zeit finden, den Bulgarien-Report zu schreiben - argh!

Froschi

Dienstag, 21. Oktober 2003, 10.54 Uhr

Wir sind reich wie Scheich! Jawoll! Unermeßlicher Reichtum regnet auf uns herab! Ich zünde meine Kippen nur noch mit Tausendern an! Ich wienere meinen Dritt-Bentley nur noch mit handgewürgtem Nerz! Peg gewandet sich nur noch in fußgeknüpfte Seide! Ich brauche zwischen acht Stunden und zwei Tagen, um durch unser Haus zu laufen, während ich auf von Jungfrauenmündern geküßten Orchideenblüten wandle! Unsere Fahrer brauchen eigene Fahrer! Jawoll! Der erste Schritt zur Weltherrschaft ist getan! Jawolljawollja!

(Unser erstes Lotto-Spiel segnete uns mit einem Netto-Gewinn von 1.45 Euro. Das machen wir jetzt noch 2-3 Mio. mal, danach gehört die Menschheit schon so gut wie uns. Waaaaarharharharharharharhar!)

Froschi

Montag, 20. Oktober 2003, 09.51 Uhr

Ich jammere ein wenig: Fitness ist eine echt runde Sache. Man hat das gute Gefühl, etwas Richtiges, etwas Sinnvolles für sich selbst zu tun. Abnehmen und Ausdauer steigern hat ja noch keinem direkt geschadet. Aber: warum Muskelkater? Man sollte doch eigentlich annehmen, dass Körper und Geist eine harmonische Fitness-Kooperation eingehen: »Hey, Körper! Es geschehe Stählung! Ich bitte um mannigfaltige Verbreitung von Endorphinen und natürlichen Muskelaufbaupräparaten!« .. »Joooo, Endorphine sind aus, kommen nächste Woche wieder rein. Natürliche Präparate sind rezeptpflichtig, aber ich hätte da noch gebrauchte Mikroläsionen. Kost' nix.«
Ich vermute, dass das wieder so eine mit Drüsen zusammenhängende Sache ist. Aber wieso ist der Weg zum Erfolg andauernd mit Stolperdrähten und Skorpiongruben verstellt?

Froschi

Freitag, 17. Oktober 2003, 12.03 Uhr

Er ist da: Ja, er ist da. Er, auf den wir alle gewartet haben. Er wird uns alle zum Licht führen. Er macht unser Leben guter. Er ist da. Er. Ich muss spielen. Wenn nur nicht mein linker Ellbogen vom gestrigen Training rummuskelkatern würde.. gnaa.. naja, die Gewöhnung wird das schon richten. Ich.. bin.. URSUS!!

öhm..

Froschi

Donnerstag, 16. Oktober 2003, 14.05 Uhr

Es.. es.. es kommt näher!! es ist groß.. es ist überall.. es ist schneller als Du.. es hat viele Gesichter.. es hat noch mehr Arme.. es ist stärker als Du.. es bekommt Dich immer wieder zu fassen.. Du kannst laufen, aber Du wirst ihm nie gänzlich entkommen.. es weiß genau, wo es Dich treffen muß.. es ist immer da, immer.. es ist viel schlauer als Du.. Du wirst es niemals kontrollieren können.. es ist immer vor Dir da, egal wo Du bist.. wenn Du einen Kopf abhackst, wachsen zehn nach.. Du wirst es niemals los.. niemals..

Jep, das Arbeitstier ist schon irgendwie nervend. Netterweise bringt es in meinem Fall auch immer öfter seinen gleichwertig nervenden Bruder mit: er nennt sich »notwendiges Windows-Update«, und wir alle kennen sein Werk.. aber was soll's, ich installiere Windows gerne nochmal. Argh.

Ich hasse es: Cliffhanger. Ich hasse sie wie die Pest. Ich habe damals »Das Imperium schlägt zurück« ob des offenen Endes verachtet, »24« hat mich nach jeder Folge mit den Zähnen knirschen lassen, und das gute alte Origin-Spiel »Bioforge« bereitet mir heute noch Albträume: das Ende war mörderisch offen, die Fortsetzung der genialen Story war für den Nachfolger/die Erweiterung angekündigt. Hat allerdings mangels Geld nie stattgefunden. Und jetzt schon wieder: XIII. Geniales Spiel, spannend bis zum Schluß, aber dann: der Oberbösewicht steht vor mir, hält mir eine Waffe an den Kopf.. und unten steht »Fortsetzung folgt...«

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRGGGGGGGGGGGGHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!

Froschi

Sonntag, 12. Oktober 2003, 17.06 Uhr

Ich bin fertig: Zock-Wochenende gehabt. Jump, Psycho, Apoc, Michi und Nobby am Start gewesen. Kein Schlaf. Viel zuviel WarCraft 3. Und ich habe jetzt irgendwie so Flecken vor den Augen. Blinkende. Und bin tierisch kaputt. Mann, sind wir gut! Wie wäre es mit etwas Harmonie in einem von Chaos durchsetzten Universum? Gerne: unsere Insel des Friedens.

Ich bin doch fit, wenn ich genau darüber nachdenke: Jedenfalls bald. Peg auch. Wir geben Menschen ab sofort Geld, damit die uns schön und jung aussehen lassen. Abrackern müssen wir uns aber irgendwie immer noch selbst. Komische Sache das.

Froschi

Donnerstag, 09. Oktober 2003, 10.35 Uhr

Ich bin ein mieser Wetterfrosch: Irgendwie fehlt mir das richtige Gespür für die gefühlte Temperatur. Das war schon immer so; ich wunderte mich schon als kleiner Mann, was Muttern falsch daran fand, im Winter mit einem T-Shirt bekleidet die weißen Straßen zu erkunden. Ein Fluch, der mich bis heute verfolgt: die letzten Tage gelangte ich im dünnen Hemd in den ersten Winterausbruch, heute hielt ich mich für schlauer und stopfte mich in einen Rolli. Ungeachtet der Tatsache, dass die Sonne scheint. Nun ja, mit einem Seitenblick auf den Wetter-o-Mat links oben und der rasanten Wolkenbewegungen über mir könnte sich die Investition vielleicht mal bezahlt machen. Oder der Fluch macht gerade Lockenpause.

Ich blute aus den Ohren: So, jetzt haben wir also gleich zwei neue Bands: Overground und Preluders (Ich könnte mich ob des Wortspiels stundenlang bepissen, jawollja. Deutscher Humor!). Die vorher um jedes ausgeschiedene Popsternchen geheult haben, als wäre ihm zum Ausstieg ein Organ seiner Wahl transplantiert worden, sich aber jetzt gegenseitig die Hölle heiß machen: »Ihr habt vielleicht die Managerin, aber wir haben den besseren Song!« - mein Spruch der Woche. Nur damit ich das nochmal auf die Reihe bekomme: ein Haufen zusammengecasteter Kids + »Euer Name iiiist..« + »Euer erster Song iiiist..« = eigener Style? Eine mir fremde Mathematik. Was mich natürlich gleich zum dazugehörigen Thema bringt: Sie haben »Losing my Religion« getötet! Waaah! WAAAAAAAAAAAH! Das ist mir gestern abend aufgefallen: ich liege im Bett, lausch REM, und bin von LMR genervt! Einem meiner All-Time-Favourites! Und das nur, weil ich die ganze Zeit irgendwelche.. ähm .. schauspielern*hust*den Zicken vor dem geistigen Auge habe (jaja, ihre Choreographie ist ungleich schwerer als die der Konkurrenten. Wer kann schon konzentriert nach oben starren und die Hand ausstrecken? Aber Hauptsache, man berührt die Menschen auf einer religiösen.. ähm.. emotionalen.. Was zum..?). Vielen Dank, Uwe-Fahrenheit-Pappnas, vielen Dank! Der Mann mit dem psychopatischsten Blick seit Hannibal Lechter; der Mann, bei dem ich mir sicher bin, dass er nachts junge Ziegen reißt. Rache!
Natürlich stellt sich mir wie so oft die Frage, warum ich mir das eigentlich antue. Aber wie ebenso oft habe ich eine puzzleartig gut passende Theorie: ich vergleiche das ab sofort mit der Faszination, wenn wir Menschen im Zoo fickende Affen beobachten. Man ist irgendwie gleichermaßen abgestoßen wie interessiert. Wenn die Affen jetzt noch herumzicken, heulen und choreographiert baumeln könnten, bräuchten wir eh keine Casting-Shows mehr.

Froschi

Dienstag, 07. Oktober 2003, 05.30 Uhr

Ich bin munter?: Da draußen ist's dunkel. Kein Wunder, ist ja auch mal wieder eine unchristliche Zeit zum Wachsein. Für mich natürlich kein Grund es nicht zu sein. Muss nämlich gleich wieder zum Hauptbahnhof, um eine schöne Spielefirma zu beehren. Schlaf ist überbewertet. Wenn ich mich die nächsten Tage nicht melde wurde ich abgeworben. Wieso lasse ich meine Termine eigentlich nie auf den späten Nachmittag legen, vorzugsweise auf einer tropischen Insel mit Hula-gestählten Cocktailschwenkerinnen?

Ich liebe Zufallsgeneratoren: Mein Rechner macht lustige Dinge, die mich gleichermaßen erheitern sowie in tiefe Bestürzung ob der Natur des Universums stürzen: er springt an, wie es ihm passt. Normaler Einschaltvorgang: Knopf drücken, warten, hochdietassen. Hiesige Einschaltprozedur: Knopf drücken, Knopf drücken, Knopf drücken, fluchen, Raum verlassen, irgendwas anderes machen, plötzlich aus der Ferne Bootvorgang vernehmen. Ich nehme an, dass sich Jah was dabei gedacht hat, aber es kann nur was Beklopptes gewesen sein.

Froschi

Sonntag, 05. Oktober 2003, 20.56 Uhr

Ich bin zweifle an jemandes Verstand: Eine Welt, in der Obi mit einem sehr preiswerten Notebook Werbung macht, ist eine merkwürdige Welt. Zumal als besonderes Merkmal lediglich der große TFT-Monitor hervorgehoben wird. Alles sehr suspekt. Mir.

Besuch ist doch was Schönes: Jump und Cori waren am Wochenende im Haus, was exzessive Siedler-von-Catan-Sessions, zwei schön laute E-Gitarren mit Neil Young auf den Saiten und jede Menge gute Zeit nach sich zog. Ich liebe es. Was nichts mit McDonalds zu tun hat. Hauptsächlich, weil ich auf deren blöden Bechern in letzter Zeit immer die Goethestraße ziehe. Mist, verfluchter. Töte für Traumhaus.

Froschi

Mittwoch, 01. Oktober 2003, 20.03 Uhr

Ich bin wieder mutig: Gestern abend war mal wieder Selbstexperiment-Zeit. In Anbetracht der Abwesenheit von Peg und der Anwesenheit einer leckeren Flasche weißer Spätlese ließ ich mich auf folgenden Test ein: die deutsche Version von Ali G Indahouse am Stück anzusehen. Ich war bereit. Ich hatte innerlich viele Mola-Gags vorbereitet. Ich war leicht angetrunken. Ich hatte vorher PJ Harveys »Rid of me« laut auf der E gespielt. Und trotzdem versagte ich. Es geht einfach nicht. Es geht einfach nicht. Mola ist scheißescheißescheiße. Er und sein widerlich ekliges Organ sind der Grund, warum der an sich sehr geile Film auf deutsch einfach nicht komisch ist. Nicht mal ansatzweise. Morgenlatte klingt wie ein 14jähriger Mörder-Erkan-und-Stefan-Fan auf LSD, nicht ein jämmerlicher Gag funktioniert. Waaaaaaah! Deswegen habe ich mir den Film heute morgen gleich nochmal im Originalton reingezogen, um mein Weltbild wieder in korrekte Dimensionen zu biegen. Danach war alles gut. Jaaaaa.

Ich bin klüger als zuvor: Aufmerksame Leser meiner kleinen Heimseite werden sich erinnern, dass ich wahnsinnig gerne über den Münchner Guten-Morgen-Verkehr jammere. Zurecht. Mit gutem Grund sozusagen. Der ist ja auch nicht des Menschen Freund. Nun ja, heute habe ich eine Entdeckung gemacht, die mich irgendwie auf eine perverse Art und Weise aufheitert: Der Verkehr ist nicht nur morgens so! Ich mußte heute gegen 15 Uhr überraschend ins Büro fahren (Ja, ich habe ein paar Tage frei. Verflucht mich ruhig; ich lenze, während ihr buckelt. Har!), und musste feststellen, dass selbst zu dieser gottverlassenen Zeit jeder bekannte Stau in adäquater Form herrschte. Bleibt nur ein Schluß: in München arbeitet niemand. Alle Welt fährt nur im Kreis, um mir auf'n Sack zu gehen. Warum tut sie das?

Froschi