..so ist das..

(Froschis Welt. Garantiert Weidenkätzchen-frei.)

Freitag, 28. November 2003, 08.06 Uhr

präzise auf den Punkt gebracht Ich sollte Politiker werden: Politiker zu sein ist bestimmt ein toller Job. Besonders in der Opposition. Man hat mindestens eine volle Legislaturperiode Zeit, einfach nur rumzugammeln und »Nein!« zu sagen. Der einzige Lebensinhalt einer Opposition von Welt ist scheinbar, das Gegenüber in allen Belangen runterzuputzen (»..wenn wir das gemacht hätten, wäre es viel besser geworden..«), und natürlich immer tapfer »Nein!« zu sagen. Neinneinnein! Nein! Naheeeeein! Nein. Geil. So wie es der einzige Sinn der CDU/CSU-Union scheinbar ist, zu allen Vorschlägen der SPD erstmal anderer Ansicht zu sein. Oder zuerst Interesse zu heucheln, und dann doch den Oppositionspfad einzuschlagen. Ich hätte einen Vorschlag zur Güte: Wie wäre es mit einem neuen Leitspruch samt generalüberholtem Logo für die Union? Würde die allgemeine Glaubwürdigkeit ein wenig steigern. Mein Beitrag befindet sich rechts.

Ich swing, wenn ich winne: Ich liiiiiebe den 3/4-Takt. Der ist einfach großartig. Viel besser als der schnöde 4/4-Takt. Den kann ja jeder. Bauerntakt. Pöbeltakt. Um nicht zu sagen: Unionstakt. Der 3/4 hingegen.. hmmmmmm.. 3/4... der ist toll. Hat irgendwie was von »das Glas ist dreiviertel voll«. Viel besser als alle anderen. Was nicht mal direkt was mit dem Walzer zu tun hat, den ich seit Neuestem auch sehr schätze - besonders den Wiener, der einen schon nach wenigen Runden zum Brechen bringt, wenn man sich auf das Gegenüber konzentriert. Egal. 3/4-Takt ist toll. Sollte es viel öfter geben auf dieser Welt.

Froschi

Montag, 24. November 2003, 09.32 Uhr

Ich verstehe.. Parfüm-Werbung einfach nicht. Ich verstehe sie einfach nicht. Im Grunde geht es ja darum, ein mehr oder weniger stinkendes Produkt hauptsächlich an die Frau zu bringen. Lobenswertes Konzept, kein Einspruch meinerseits. Aber: welche Aussage hat eine auf einem Tisch herumstolzierende Brünette, die sich scheckig darüber lacht, das sie ganz knapp einem bösartig lauerndem Sektglas ausweichen konnte? Welche Botschaft vermitteln zwei an akuter Unterernährung leidende Wesen, die sich in einem roten Treppengang zu Tode knutschen? Und dazu immer: »Name« .. (dramatische Pause) »by (hier beliebigen Namen einsetzen)«. Parfüm-Werbung spielt bei mir in einer Liga mit den freigelassenen Wahnsinnigen der Ferrero-Weltunterdrückungstruppe, die den Frieden durch irres Funkeln in den Augen und Genuß verleimter Zuckerplörre bringen. Ich mag merkwürdig sein, aber mir ist alberne Werbung immer noch um einiges lieber, als avandgardistisch-abgehobene Ästhetik-Clips mit dem Aussagewert eines Stückes Torf.

Ich vermute Absicht: Die Erfolgsmeldung ob der Reanimation meines Rechner-Luders konnte ja nur ein Werk des Sarkasmusgottes sein, um mich in trügerischer Sicherheit zu wiegen. War ja auch irgendwie klar, dass das Ganze kein Erfolg sein konnte. Aber um mich ob meiner Vorfreude zu knechten, hat sich das Werk Beelzebubs was Neues ausgedacht: Nicht nur konsequent abschmieren - ohhh nein, über diese Phase sind wir längst hinweg. Jetzt startet er, bringt eine merkwürdige »Autocheck not found«-Fehlermeldung, und bootet erneut - ad infinitum. Ich finds toll. Mein Leben wird nie langweilig. Mein vermutlich sehr kurzes Leben.

Froschi

Dienstag, 18. November 2003, 09.18 Uhr

Ich bin sooo enttäuscht: Wann immer im Fernsehen eine Explosion erfolgt, wird die Welt in ihren Grundfesten erschüttert, ein glutroter Feuerball bahnt sich seinen Weg zur Sonne, um ihr den Platz als hellstes Objekt aller Zeiten streitig zu machen. Wenn ein Pistolenschuß erfolgt, verändert sich die Art und Weise, wie wir unsere Welt sehen: ein Flammenstrahl schießt in subjektiver Zeitlupe aus der Mündung, dreckiger Ruß bedeckt die Szenerie, alles wird verzerrt. Und wenn schließlich zwei Autos zusammenkrachen, dann sollte immer etwas Spektakuläres vonstatten gehen. Zuerst eine sirenenhafte Reifenquietsch-Kakophonie, danach ein gewaltiges Scheppern, mehrere Dutzend in alle Windrichtungen durch die Luft gewirbelte, eigentlich nichts mit der Sache zu tun habende Wagen, gefolgt von einer dämonisch die tapfer kämpfende Morgensonne verhüllenden Explosion, nach der der obligatorische brennende Reifen die Szenerie eiernd kullernd verlässt, sich seinen Weg vorbei an verkohlten Leichenteilen und schwelenden Benzinpfützen bahnend. Alles Bullshit! Habe ich heute morgen selbst an einer Kreuzung gesehen: zwei Autos rummsen ineinander, es quietscht ein bißchen, das wars. Wann wird die Realität endlich der Fernsehwelt entsprechen?

Froschi

Montag, 17. November 2003, 14.47 Uhr

Ich denke schon wieder nach: Wir alle kennen das Gefühl des Fremdschämens. Wenn sich ein Zeitgenosse besonders tölpelhaft oder extrem peinlich der Öffentlichkeit darbietet, steigt in dem eigenen Selbst ein merkwürdig tiefes Gefühl der Abneigung die Rückenhaut empor, die einen selbst froh macht, nicht diese Person zu sein, die gerade den Hohn der Menschheit über sich ergießt. Bekannt, ja? Schön. Ich habe heute ein ähnliches, aber ungleich positiveres Gefühl kennengelernt: das Fremdaufgeregtsein! Jump hatte heute ein wichtiges Bewerbungsgespräch hier in Good ol' Minga. Und je näher der Zeitpunkt seiner Qualen näher rückte, desto mehr verspürte ich ein Kribbeln in mir, das mit den üblichen Nervositätszeichen einherging: nasse Hände, wiederholtes am-Kinn-reiben, tausende paralleler Gedanken, die die jeweils eigene Priorität gnadenlos selbstüberschätzend nach oben hetzen und um Aufmerksamkeit buhlen, immer wieder Überlegungen, wie man selbst es anstellen würde, wo die Bärenfallen und Selbstschußanlagen lauern. Nicht uninteressant. Könnte ein Hinweis auf etwaige telepathische Fähigkeiten beim Menschen sein, die einfach noch nicht ausgebildet genug sind, um wirklich nützlich zu sein. Wollen mal sehen, was unsere Kindeskindeskindeskinder damit anfangen.

Jubiläum, Jubiläum! Peg und ich sind genau 2 1/2 Jahre und einen Tag zusammen. Wenn das mal kein Grund für ein neues Icon (Links oben? Genau.) ist!

Froschi

Donnerstag, 13. November 2003, 10.42 Uhr

Ick hab' Spaßßß: Hey, langwird das das Karaokieren zur festen Institution. Wir sind seit besagtem erstem Landschmetterer wöchentlich im Club, und werden irgendwie immer mehr - gestern trabten wir zu zehnt im »Bondi« an. Ausgezeichnet, ausgezeichnet. Und irgendwann kriegen wir auch das Frischfleisch ans Mikro.. eines Taaaages.. harharharharhar! Falls noch wer zusteigen mag: Sonnenstraße 8. In München. Logisch.

Ich muss mal werben: Ja, Werbung in eigener Sache muss auch mal sein. Deswegen stellt Euch jetzt bitte schwingende Fanfaren, hochjauchzendes Volk, Konfetti für jedermann, Rosenduft und eine männlich-überzeugende Stimme vor: das Brötchengeber-Redesign ist abgeschlossen, seit kurzem erstrahlt 4Players im schönsten Design ever. Wo gibt. Wer da nicht täglich 17 mal vorbeisurft, gehört vom Laster überfahren. Mehrmals.

ES IST DONNERSTAG, DER 13TE!!!: Aaaaaah! AAAAAARGH! RAAAAAAAAAAAAAAHHH! Und draußen nebelt's schon! WAAAAAAAAAAAH!!

Froschi

Montag, 10. November 2003, 06.54 Uhr

Ich bin erstaunt: Während ich gestern abend verbissen auf dem Gameboy herumhackte, im erfolglosen Versuch, dem finalen Blackthorne-Endgegner (für Leute, die alles wissen müssen: Sarlac) ein oder zwei Harken zu zeigen, erfreute sich Peg an Trivialunterhaltung in Form der Fame-Academy. Neben allgemeinem Hurra ob des Rauswurfs der wohl mutterzickigen Inesse fiel mir vor allem die extrem penetrante Werbung für »den neuen Song aus der Fame Academy« auf, der »von den Studenten selbst geschrieben« auf die Menschheit losgelassen wird - natürlich steampowered by His Teachness Himself Diiitschäääy BouBou. Ich bin jetzt noch zu müde, auf diesem Lovestory-Lyrics-blabla-night-blabla-holdmetight-rememberwhenwewatchedthemoon-verseuchten Etwas herumzureiten. Ich finde es nur auffallend auffällig, dass es tatsächlich eine Sensation zu sein scheint, dass noch irgendjemand (außer Bohlen) Songs schreibt.

Trotz aller meiner (vollkommen abgebrachten) Bedenken gegen dieses produzierte lyrische Einerlei halte ich das irgendwie für einen Schritt in die richtige Richtung - auch wenn es durchaus ohne größere Umwege in die inneren Kreise der Hölle führen könnte. Wie auch immer: letzten Endes würden wir alle (inklusive unserer Ohren und des gesunden Menschenverstandes) davon profitieren, wenn zukünftige Casting-Kandidaten vor dem obligatorischen Rausschmiß eigene Songs auf dem eigenen Instrument vortragen würden. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, warum das nie der Fall sein wird: tatsächlich sonstwie begabte Kandidaten könnten eines Tages nachdenken, und dann versuchen, mit ihrer Begabung Kohle zu machen - anstatt weiter an Diddäs Seilen zu wackeln. Andererseits wäre die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering, dass wir dann nicht nur mit erschreckend falschen Stimmen, sondern auch mit extrem mißbrauchten Instrumenten gefoltert würden. Schöne neue Welt.

Ich drifte durch ferne Dimensionen: Nach all den Jahren des Zögerns, all den Momenten der Stärke habe ich mir jetzt doch (endlich! ENDLICH!!) einen Dolby Digital-Receiver gegönnt - der dank Pegs durchtrainierter Arme am Freitag seinen erstaunlich voluminös verpackten Weg von der Post nach Hause antrat. Etwas Anschluß-Hickhack und den Kauf eines optischen Leiters später tauchen wir jetzt durch Klang-Wunderwelten, die am üblichen Syndrom leiden: gerade die erste Matrix flüstert einem immer wieder Dinge wie »Wie konntest Du Dir eigentlich vorher diesen krickelkratz-Sound antun?« ins Ohr, woraufhin ich nur unwissend zucken kann. Eine lohnenswerte Investition, für jedermann.

Froschi

Donnerstag, 06. November 2003, 11.48 Uhr

Ich jaule: Soso, wir bekommen jetzt also neues Tralü-Zeugs für Polizeiwagen, damit sich unsere männlichen Cops und Copinnen endlich mal wie richtige Gangsta-Hunter vorkommen. Das Dadüüüdadaaaa ist ja auch ziemlich lame, gebe ich gerne zu - welcher harte Slum-Muddafugga lässt sich von solchem Jungfrauengelöt heute noch beeindrucken? Das coole, 13373, ungemein frische und einschüchternd laute wwweeeeeeeeeeeooooOOOOOOHHHHIIIIIIIIII spielt da schon in einer ganz anderen Liga. Was sage ich, das sind Welten sind das! Endlich ein richtiger Schritt in Sachen Verbrechensbekämpfung! Und wenn man den Jungs und Mädels jetzt noch rosa Bunny-Uniformen verpasst, hat man noch den Vorteil der sich unbeweglich lachenden bösen Jungs auf seiner Seite. Das schreibe ich gleich mal dem Polizeichef. Dem größten von allen. Der für alles verantwortlich sein tut. So besoffen wie der bei der Bestätigung der neuen Sirenen gewesen sein muss, kann er heute noch nicht wieder nüchtern sein.

Ich hau schon wieder ab: Jup, neue Spielefirma, neue Reise. Gameboy-Batterien geladen. Zwei Tage voller Anstrengung, Qual und Seelenleid - alles nur für Euch! Wenn ich eines Tages den (nicht vorhandenen) Löffel abgebe, gehe ich wenigstens als Märtyrer. Hach, was tut man nicht alles.. bis Samstag, sehr verehrte Zielgruppe..

Froschi

Montag, 03. November 2003, 09.08 Uhr

Er lebt, er lebt: Mein Rechner lebt! Er atmet! Er surrt! Er rappelt! Das ist fast zu schön, um wahr zu sein! Dank des heldenhaften Einsatzes von Michi und meiner Vielseitigkeit haben wir es auf die Reihe gebracht, sowohl Prozessorlüfter (Klacks) als auch Northbridgekühler (Herausforderung) zu wechseln, und das lachhafte Altmaterial der dafür geeigneten Altschrotttonne zu übereignen. Dabei eine knuffig liebenswert gemeinte Frage an die Motherboardhersteller: Jungens, seit wann tragt ihr eigentlich das Gehirn offen? Um den verdammten Kühler auszubauen, mußte ich das ganze Board rausschrauben, was mir wenig Freude, aber dafür eine staubigere Wohnung eingebracht hat - nun ja. Alles funktioniert auf jeden Fall wieder. Ich bin voller Freude. Soviel zum Wochenbeginn.

Froschi