..so ist das..

(Froschis Welt. Garantiert Weidenkätzchen-frei.)

Donnerstag, 31. Juli 2003, 10.07 Uhr

Ich bin gestresst, aber glücklich: Ziemlich viel zu tun gehabt die letzten Tage, weswegen ich mir ein privates Nicht-Tippgelübde abgerungen habe. Natürlich nur die Page betreffend. GC-Termine wollten den Presseschergen aus den Rippen geleiert, schlechte Spiele voller Freude verrissen, Kaffeetassen mit laschem Inhalt in schneller Folge geleert sein. Außerdem beglücken uns jetzt Michi und Nadine mit ihrer Anwesenheit, was für mich Grund genug ist, morgen zum Firmenbesäufnis an's andere Ende Deutschlands zu flüchten. Wie auch immer: den beiden nochmals ein Herzlich Willkommen in München, jeder bitte nur ein Kreuz! zur Begrüßung, und etwas mehr Kaffee für mich, vielen Dank.

Froschi

Montag, 28. Juli 2003, 12.37 Uhr

Ich verkünde, ich verkünde:

Der Pfad Gottes..

So sieht der große Teil unserer August-Planung aus. Eine Deutschland-zersäbelnde Tour von Süd nach Nord, vorbei und mitten durch Ost, dabei West konsequent meidend. Die Ostsee bringt hoffentlich die erwartete Entspannung, nebst heiterem Quallenwurf-Contest. Danach geht's ohne größere Umwege zur Games Convention, wo all die Sorglosigkeit der vergangenen Tage in Arbeit umzuschlagen droht. Oder Spaß bringt. Wieder etwas, das man nicht so genau vorhersagen kann. Wie so vieles.

(..je länger ich mir die Karte ansehe, desto mehr finde ich, dass Deutschland irgendwie eine ziemlich abartige Form hat. Nicht? Hm.)

Froschi

Sonntag, 27. Juli 2003, 18.00 Uhr

Ich hab' den falschen Beruf: Ich hätte Notar werden sollen. Man muss nur bei irgendwelchen Ziehungen daneben stehen, bedächtig kucken, einen intelligenten Blick durch die Brillengläser in Richtung Kamera werfen, und am Ende der ganzen Chose etwas wie »Ich kann bestätigen, dass hier alles ordnungsgemäß abgelaufen ist. Die Zahlen wurden korrekt gezogen. Die Raumtemperatur lieferte ideale Bedingungen für einen reibungslosen Ablauf der Auslosung« von sich geben. Warum schlägt einem der Berufsberater nie sowas vor?

Ich habe den Geist eines Terroristen: Peg und ich haben uns gestern abend überlegt, welches wohl das logischste Münchner Ziel eines üblich verdächtigen Rauschebartträgers mit Flugzeug wäre. Irgendwie gibt's hier gar nicht so viele verlockende Einschlagpunkte, vom oktoberlichen Massenbesäufnis mal abgesehen. Aber dann - ganz klar: das neue Mercedes Benz-Gebäude. Logisch! Das ist groß, das ist dekadent, und das ist vor allem des nächstens ein gutes Ziel, weil hell erleuchtet. Hat allerdings einen Nachteil: ist nicht bayerisch. Ich sehe schon das Dilemma: »Harrrr, diese Scheiß-Krautfresser, denen haben wir den Arsch aufgerissen.. HAAAAAHAHAHAHAHAHAWAS? WIE? Scheißeeeeeeeee - Schwaben! AAAAAAAAARRRGH!!!!«. Terrorist zu sein scheint schwerer als angenommen. Andererseits erspart uns das den Anblick von die Leopoldstraße rauf- und runterfliegenden Boeings..

Froschi

Samstag, 26. Juli 2003, 08.40 Uhr

Ich bin krank: Mir geht's schlecht. Hab entweder etwas sehr sehr Schlechtes gegessen, was mir trotzdem ausgesprochen gemundet haben muss, oder ich habe mir eine Magen-Darm-Grippe oder sowas eingefangen. Jedenfalls ist das Klo seit gestern nacht mein bester Freund. Das erklärt auch, warum ich an einem Samstag seit 7 Uhr wach bin. Der Sarkasmus-Gott muss wohl grad Sonderschichten schieben. Wollen mal sehen, was nachher aus unseren Minigolf-Plänen wird..

Ich bin voller Glück: Jahahuuuu, ich habe endlich meinen GBA SP! Triumph, Triumph, Triumph! Mein erster neuer Gameboy seit zwölf Jahren. Peg ist doch die liebste Maus der Welt, schließlich habe ich ihn von ihr bekommen. Zum Geburtstag. Der allerdings erst in zwei Wochen ist. Jaja, auch ich kann jammern und penetrieren. Harharhar. Längere Fahrten sind gerettet!

Froschi

Mittwoch, 23. Juli 2003, 18.38 Uhr

Ich bin ästhetisch peinlich berührt: Bin ich eigentlich der einzige, der den neuen Porsche Cayenne extrem hässlich findet? Prinzipiell ist gegen die absolut brauchbare Idee, einem Porsche etwas mehr Geländetauglichkeit (lies: 1-2 Meter neben der Straße) zu verleihen nichts einzuwenden. Vollkommen okay. Aber wer kam denn auf die Idee, einen Carrera horizontal zu zersäbeln, einen halben Meter Blech dazwischenzunageln und dann das Oberteil, leichenwagig modifiziert, wieder draufzuhebeln? Irgendwie erinnert mich das Teil an eine überquellende Milchschnitte oder diese lustigen Giraffenhalsfrauen. Irgendwie.. schräch. Aber dem typischen Münchner Zuvielgeldverdiener kann man ja jeden Krempel aufschwatzen.

Froschi

Dienstag, 22. Juli 2003, 20.07 Uhr

Ich bin extrem beruhigt: Der Lohn der Arbeit ist der Krampf im Nacken oder so, aber auf jeden Fall leide ich momentan unter extremer Zufriedenheit. Hier flutscht alles wie geschnippelt, selbst das Link-Konzept hatte ich mir ausgesprochen schwieriger vorgestellt, als es dann tatsächlich war. html ist im Endeffekt gar nicht so schwer, es läuft irgendwie nur dauernd vor mir davon. Auf jeden Teil werde ich einen mittelgroßen Teil meiner näheren Zukunft mit SelfHTML verbringen. Tolle Sache, das. Was werden sie wohl als nächstes erfinden?

Froschi

Montag, 21. Juli 2003, 09.23 Uhr

Ich hasse:

  • Radfahrer, die konsequent Radwege ignorieren und lieber den normalen Verkehr aufhalten.
  • den klassischen »19, gerade-noch-Realschulabschluß-geschafft, braungebrannt, stylisch-sonnenbebrillt, von-Vater-krassen-3er-geschenkt-bekommen«-Neuperlach-Penner, der unter Tarkan-Klängen weit jenseits von »startende Concorde«-Dezibelgrenzen zwischen zwei Spuren hin- und herzischt und dabei mit seiner Aische telefoniert.
  • LKW, die im dichtesten Berufsverkehr das Rückwärtsfahren in eine Einfahrt üben, die zu jeder Seite genau 3 cm breiter als der LKW ist.
  • Autofahrer, denen beim Anblick eines Straßencafés spontan das Thema »Kaffee« einfällt, was sie sofort nachverfolgen müssen, unabhängig davon, dass sie dadurch eine Spur blockieren.
  • Autofahrer, die sich nicht damit begnügen eine Spur zu blockieren, sondern auch noch mindestens eine Tür fahrerseitig auflassen.

    Kurz gesagt: ich hasse den Münchner Guten-Morgen-Verkehr. Graaaaar! Aber mit etwas Kaffee sieht die Welt doch gleich viel besser aus..

    Froschi

  • Sonntag, 20. Juli 2003, 20.02 Uhr

    Es ist am Geschafftesten: Okay, das Gästebuch steht auch - siehe »sag was«. War keine große Herausforderung, abgesehen von der elenden Umständerei beim Provider. Nun ja. Schreibt Euch die Daumen dick.

    Ich bin ein Hummer: Peg und ich haben ja seit letzter Woche die langjährige Tradition des sonntäglichen an-der-Isar-Planschen-und-Bräunens eingeführt, was schon letzte Woche für lustige Hautfarbe und schälende Platte gesorgt hat. Kein Grund also, es heute nicht wieder zu versuchen. Ich bin der Meinung, dass sich hier Beharrlichkeit auszahlt - irgendwann hat meine Haut die gewünschte Farbe, ob sie will oder nicht. Außerdem ist unsere Stelle an der Isar einfach klasse. Das nächste Mal sollten wir nur etwas zum Grillen mitnehmen - der nahende Duft seitens cleverer Zeitgenossen hat mich heute fast wahnsinnig gemacht. Vor Hunger. Gnarf.

    Froschi

    Samstag, 19. Juli 2003, 15.52 Uhr

    Es ist geschaffter: Puh - war ein ganz schönes Stück Arbeit, aber nun habe ich den »wer?«-Bereich nochmals komplett umgekrempelt (jedenfalls programmiertechnisch), ordentlich zugetextet und endlos Bilder zurechtgefummelt. Hiermit darf ich dann also Eure geschätzte Aufmerksamkeit auf diesen Bereich lenken? Ja? Danke. Mahlzeit.

    Froschi

    Freitag, 18. Juli 2003, 16.20 Uhr

    Es ist geschafft: Der »wer?«-Bereich glänzt endlich in vollem Lichte, strahlt heller als die Sonne, ist geschmeidiger als Seide auf Butter. Da kommen noch viel, viiiel mehr Bilder rein - mein Archiv ist wirklich umfangreich. Das wird schön. Tausendunddrei Dank an Jump und Morn, ohne die ich das frühestens in sieben Monaten hinbekommen hätte.

    Froschi

    Donnerstag, 17. Juli 2003, 13.43 Uhr

    Ich bin voller Glück: Das angekündigte Durchspielen von »Fortress of Fear« ist geglückt, das Zeitfenster betrug (alles in allem um den Daumen gepeilt) etwa zwei Stunden. Mann, muss ich damals schlecht gewesen sein.. aber da hatte ich ja auch kein Quicksave. Mal sehen: was könnte ich noch ausgraben, um gewisse Vergangenheitstraumata zu bewältigen?
    Interessant fand ich in dem Zusammenhang, dass unterbewußtes, seit Jahren erfolgreich verdrängtes und für den Rest des Lebens an sich vollkommen nutzneutrales Spielewissen wieder an die Oberfläche gekrochen kam: Dinge wie »..bei dem Vogel mußte ich einmal nach vorne springen, dann schnell zurück, zwei Mal zuhauen und dann wieder vor..« oder »..bei Malkil mußte ich zuerst auf die zweite Säule von vorne springen, da war ein Schlüssel versteckt..« funktionierten tatsächlich! Ich bin beeindruckt. Und auch etwas irritiert - hatte ich früher die falschen Prioritäten?

    Ich bin unter einem Berg Arbeit verschwunden: Hilfäääääääää!

    Froschi

    Mittwoch, 16. Juli 2003, 10.30 Uhr

    Ich bin platt: Wow, die USA müssen verschuldeter sein, als ein gutes Drittel der restlichen Welt zusammen - so liest es sich jedenfalls beim Spiegel. Ich bin beeindruckt. Kein ansatzweise funktionierendes soziales System, mehr Armut als in der durchschnittlichen dritten Welt, ein durch nicht existente Waffengesetze typischer Tages-Bodycount äquivalent zum normalen Schwarzenegger-Film, aber die bestausgerüstetste Armee der Welt. Über kurz oder lang wird Bush (oder sein legimitimer Klon) keine andere Wahl haben, als seine Schulden damit zu begleichen, die fordernden Länder zu Schurkenstaaten zu erklären und damit eine Überfalls-Legitimation zu haben. Für den Rest der Welt wäre es echt besser, wenn jemand einen Parkplatz auf dem weißen Haus bauen würde.

    Froschi

    Montag, 14. Juli 2003, 19.52 Uhr

    Ich bin weitgereist: So, frisch zurück aus der digitalen Karibik, und um einige Erfahrungen reicher:

  • Selbstmörder schmeißen sich grundsätzlich vor den Zug, in dem ich seit irrsinnigen 15 Minuten sitze. Sowas nennt sich dann in Bahndeutsch »Personenschaden«.
  • Selbstmörder, die sich vor meinen Zug schmeißen, gehen mit selbstmörderischen Wartezeiten einher. Ich wollte schon lange mal etwas über zwei Stunden in einem ICE schmoren.
  • Zugwechsel können tatsächlich mit »benötigte Reinigung« begründet werden.
  • Zugfahrten > 15 Minuten ohne GBA/Pratchett/Mineralwasser sind spontan tödlich.
  • Fahrende Züge schwanken schlimmer als eine Schaluppe im Zentrum einer Sintflut.
  • Ein ICE, so eindrucksvoll er von außen auch anzusehen sein mag, bietet innen ähnliche Beinfreiheit wie ein gestauchter Trabant.
  • Wario Ware Inc. ist ein saucooles Spiel.
  • Spaßiges Event, schönes Spiel, ereignislose Heimfahrt. Und eine Schatzkiste mit Fressalien, über die sich Peg gleich hergemacht hat (and so begins tha lutin' and tha plunderin'!), der ich jetzt irritierenderweise einen Gruß ausrichten soll. Also: Gruß.

    Froschi

    Montag, 14. Juli 2003, 07.09 Uhr

    Ich bin müde: Was mache ich um so eine gottlose Uhrzeit denn a.) wach und b.) am Rechner? Bin ich ein Nerd? Tatsächlich ist die Antwort heute etwas trivialer: in einer Stunde geht's nach Stuttgart, und ich versuche etwas pünktlich zu sein. Mal sehen: Brote schmieren - check. Discman einpacken - check. Pratchett einpacken (der mich als englischgewandten Nerd identifiziert) - check. Fahrkarten - nix da, die hat Dieter..

    Ich bin freudig: Steuerrückzahlung ist eingetrudelt, hurrahurrapreisetdasfinanzamt. (Natürlich) nicht ganz so hoch ausgefallen wie erhofft, aber dankbarerweise auch nicht so niedrig wie befürchtet. Der invasive Reichtum muss damit erstmal wieder ad acta gelegt werden, aber wenigstens kann ich einen kleineren Schurkenstaat damit kaufen. Oder mit Peg endlich den versprochenen Tanzkurs machen. Und so.

    Froschi

    Donnerstag, 10. Juli 2003, 16.55 Uhr

    Ich bin zufrieden: Habe gerade (resp. verteilt über die letzten drei Tage) »Gargoyle's Quest« durchgespielt - am Emulator. Habe zusammengerechnet höchstens drei Stunden dafür gebraucht, was eine enorme Leistung ist, wenn man bedenkt, dass ich damals, so 1991, am Gameboy knapp einen Monat ackern mußte, bis ich das zweischwerste Spiel der Welt durch hatte. Nun gibt es dafür zwei Erklärungsmöglichkeiten:

  • 1.) Ich habe über die Jahre Uber-1337-Skillz entwickelt, die mich zum absoluten Beherrscher des Pixels machen, oder
  • 2.) die Möglichkeit des Quicksavens und das damit verbundene super-leichte Umgehen aller hundsgemeinen Stellen zieht auch dem fiesesten Spiel den Zahn.
  • Natürlich weiß ich, dass Punkt 1 stimmt. Um das zu beweisen, stürze ich mich in Kürze auf »Fortress of Fear« - das Spiel, für dessen Komplettierung ich damals etwa gleich viel Zeit benötigte. Emulatoren sind das Salz in der Nerd-Suppe.

    Ich bin überall: Erstaunlich, was ich alles bin: den Googlismen sei Dank weiß ich jetzt besser über mich Bescheid.

    Froschi

    Dienstag, 8. Juli 2003, 09.57 Uhr

    Philosophie am Dienstag: Während ich mein Leben jeden Tag neu lebe, und die Zeit wie ein Windhauch an mir vorüberzieht, frage ich mich ab und zu Dinge wie »Habe ich den richtigen Beruf gewählt?«, »Warum hat jeder mehr Haare als ich?« oder »Hätte ich etwas anders machen sollen? Und wenn ja, was und wie?«. Doch dann trete ich zufällig vor einen Spiegel, erblicke ein breites Grinsen und weiß, dass keiner glücklicher sein kann als ich.

    Froschi

    Montag, 7. Juli 2003, 13.50 Uhr

    Ich bin irritiert: In jedem normalen Job, in jedem beliebigen Land der Welt ist ein gewisses Grundkontingent an Beherrschung der landestypischen Sprache ein Muss. Oder jedenfalls gern gesehen. In den Münchner Frittenhöllen ist das was anderes: hier wird nur eingestellt, wer jede Bestellung mit mindestens drei »Was?« resp. »Gönnen Sie nocmal widderhole?« kommentiert. Mitarbeiter des Monats wird, wer pro Tag die »Falsch verstandene und verkaufte Bestellung«-Quota anführt. Frisch importierte Legastheniker mit Stimmbandfäule landen grundsätzlich am Autoschalter, wo das Bestellvergnügen durch knisternde Funkerotik noch gesteigert wird. Warum widme ich diesen Sonderschulen eigentlich noch immer irgendwelche Aufmerksamkeit?

    Ich zappele: Gibt es etwas Schöneres, als ganz frische Musik zu entdecken, die nicht verkübelböckt ist oder in der MTVIVA-Dauerrotation bereits einen gewissen Eigen-Brechreiz entwickelt hat? Mein momentaner Favourite ist ja Lamb, die einfach schweinegeilen Trip-Hop fabrizieren. Ebenfalls neu (dank Midnight Club 2 in mein Leben getreten): Misstress Barbara, die trotz ihres selten dämlichen Namens und biologischer Nachteile (Frau) wundervollen Trance abliefert: »Never could have your heart«. Einer von tausend Gründen, zu dem wundervollen Spiel zu greifen.

    Erkenntnis des Tages: Momentan ist irgendwie eine ganz schlechte Zeit, um kein Geld zu haben. Gut, dafür gibt es wohl nie eine passende Gelegenheit, aber momentan scheint es mir besonders eklig zu sein: ausnahmslos alles wird teurer; Benzin, Zigaretten, Versicherungen, Lebensmittel - Dinge, die einem ein angenehmes Leben ermöglichen sollten, ziehen einem in Wirklichkeit das letzte Hemd aus. Ich sollte endlich stinkreicher Rockstar werden, auf dem Höhepunkt meiner Karriere mit einem Knall von der Bühne abtreten, und fürdermehr mit Frau und Hund auf einer von 200m hohem Stacheldrahtzaun umgebenen Privatinsel ein Rudel ruhiger Tage verleben. Oder ich entwickle ein 28-days-later-Virus, infiziere Mücken, warte kurz ab, und hab dann meine Ruhe. Alles nicht einfach.

    Froschi

    Donnerstag, 3. Juli 2003, 12.33 Uhr

    Ich bin in Gedanken: Heute morgen ist mir wieder mal aufgefallen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem (unterbewußt?) erlebten Wetter, Trauminhalten und dem fortschreitenden Verfall der Aufstehgewohnheiten geben muss: Ich hatte heute sehr angenehme/bizarre Träume - einer davon beinhaltete, dass ich einen Teil eines Backenzahns verlor, worüber ich allerdings nur hohnlachen konnte. Ein anderer (Ich kann zwischen Träumen hin und her zappen. Eine Kunst, die nicht jeder beherrscht.) verlegte mich und Peg nach Italien, in die wärmende Glut der dortig heller als woanders strahlenden Sonne. Ich war zufrieden mit mir und der Welt. Und auf einmal klingelt der Wecker. Und dann wieder. Und wieder. Ich habe es mit tapferer Beharrlichkeit geschafft, ihn zu ignorieren, wofür ich letztendlich mit erstaunlich vielen vergangenen Minuten und einem wirklich wirklich total müden Körper gestraft wurde. Ein Blick durch's Fenster bestätigte meinen Verdacht: da draußen sieht's scheiße aus. Was ist also die Quintessenz dieser Aussage? Wenn draußen Dreckswetter herrscht, verkriecht sich der Körper in angenehm merkwürdige Traumwelten, und ist nicht ansatzweise bereit, da wieder rauszukommen. Ein weiterer Grund, sich dauernd Wunderwetter zu wünschen. Dann kommt man wenigstens mit etwas Würde aus dem Bett. Was wohl Freud dazu sagen würde?

    Ich bin voller Enthusiasmus: Haaaa, das Konzert wird soooo geil! Kann's kaum erwarten! Warum wird sowas nicht öfter gemacht? Warum legen deutsche Spiele/r so wenig Wert auf wirklich gute Musik?

    Froschi

    Dienstag, 1. Juli 2003, 08.59 Uhr

    Ich bin stinkig, Teil 2: Mein Computer hält immer neue Überraschungen für mich parat: Bootsektor neu angelegt -> geht nicht. Windows-Reparatur benutzt -> er kann eine Datei (class_ss.dll) nicht kopieren (finde ich hochinteressant, so für ein Notfall-Reparatur-Programm). Windows-Reparatur nochmals benutzt, alles läuft gut, der Startbildschirm leuchtet mir entgegen.. und immer noch.. eine Viertelstunde zieht ins Land.. und noch eine.. Status Quo: unverändert schlecht. Ich hasse es.

    Ich lache: Manchen Menschen (speziell Frauen) sieht man wirklich sofort an, dass sie in der Politik tätig sind. Die wichtigsten Erkennungsmerkmale sind dicke Hüften, eine Vorliebe für farblich unerklärliche Hosenanzüge, ein unveränderbar festgeschraubtes falsches Lächeln und Haare aus der Hölle. Heute morgen unausweichlich an jeder größeren Kreuzung: Monica Lochner-Fischer, das Frisuren- und Augenring-Pendant zu einem grandios mißglückten Kreuzungsexperiment aus Angela Merkel und Karl Dall. Immerhin hat sie griffige Wahlthemen wie »Mehr Ganztagsschulen, mehr Chancen« und »Mehr Linux, mehr Freiheit«. Ganz klar, wo mein Kreuz landet.. ach nein, ich war ja Freispruch..

    Ich brauche Kaffee: All der Streß macht Paul müde und leblos. Ernstgemeinte Koffeinspenden bitte an meine Adresse.

    Froschi