..so ist das..

(Froschis Welt. Garantiert Weidenkätzchen-frei.)

Mittwoch, 31. Dezember 2003, 12.47 Uhr

Ich bin ganz Ohr: Ne, is klar: die letzten drei Tage kracht und deppert es heftig aus allen Richtungen. Habe das irgendwie nie verstanden - warum wertvolle Kracher schon Tage vor Silvester verballern? Man steckt einfach nicht drin, was?

Auf jeden Fall wollte ich euch und dem Universum im Allgemeinen einen guten unschliddrigen Rutsch und ein heftiges 2004 wünschen. Bin aber nicht wirklich gut in ernst gemeinten Wünschen und so, deswegen nur die Kurzfassung. Sauft nicht so viel. Das machen wir nämlich schon. Was tut man nicht alles, um der Menschheit zu helfen?

Froschi

Montag, 29. Dezember 2003, 12.29 Uhr

AU! Mein Rücken! Meine Hüfte! Au! Aaaaaaah! Au. Ich gehe nie wieder Schlittenfahren! Nienienienienienienienienie wieder, verdammt! Jedenfalls nicht auf einer wie auch immer gearteten Buckelpiste. Muss Timo für diese Idee seine eigenen Arme fressen lassen..

Froschi

Donnerstag, 25. Dezember 2003, 18.36 Uhr

McDonalds geht zu weit! Ich schreite mit:

Nicht mit uns!

Wir können uns von McDonalds nicht alles gefallen lassen! Wir haben ein Recht auf Bacon! Wir wurden nie gefragt, ob wir deluxe-Gelöt haben wollen! Wir haben ein Recht auf ordentlich verdorbene Mägen! Wir wollen keine Hippies in der Werbung! Wir wollen keine weiblichen Rapper! Protestiert mit! Vive la resistance!

Froschi

Mittwoch, 24. Dezember 2003, 15.35 Uhr

tschingtschingtsching.. Weihnachten, was? Kein Schnee draußen, was? Endlich eine gute Gelegenheit, mal so richtig auszuschlafen und abzuwaschen. Für den Fall, dass das unerwarteterweise doch jemand lesen sollte, weil er anstatt mit den lieben zu feiern am Rechner sitzt: Fröhliches Fest und heitere Matschballschlachten!

Froschi

Dienstag, 23. Dezember 2003, 08.58 Uhr

Weihnachtszeit, Nachdenkzeit.. Da schau her, ist's also schon wieder der 23te. Ein weiteres Jahr steht kurz vor der Vollendung, ein weiteres Mal beginnt die Phase der Gedanken, der Nächstenliebe und des Gammelns - zwei Wochen Urlaub sind fast schon zuviel des Guten. Begleitet von Tori Amos' Bibliothekarsgeschichten, die ich vorbehaltlos jedem empfehle, der von sich in irgendeiner wie auch immer gearteten Weise behauptet, einen brauchbaren Musikgeschmack sein eigen zu nennen, sitze ich den diesjährig letzten Tag im Büro, habe noch einen Schwung Arbeit vor mir und wehende Schneefetzen vor dem Fenster. Reminiszenzen schweifen durch's Gehirn, wie irgendwie jedes Jahr um diese Zeit: Wie war das Jahr so insgesamt? Was habe ich falsch, was richtig gemacht? Was hätte ich wohl besser anders machen sollen? Wessen Geburtstage habe ich so alles vergessen? Hm. Strange. Normalerweise werden solcherlei Gedanken konsequent ignoriert oder zumindest betäubt, aber wenn draußen die weiße Pracht pustet, der Weihnachtsbaum gar herrlich in den heimischen 20 Wänden glitzert und selbst das Primärhausmonster anschmiegsam wird, dann kommen einem merkwürdige Ideen. Ich vermute, dass das auch so eine Drüsen-Sache ist. Oder Pheromone-verwandt - weckt unterbewußte tierische Instinkte und öffnet Gedankenpforten, die vorher gut bewacht waren. Weihnachtszeit, Nachdenkzeit. Normal oder umfeldbedingt? Muss wohl aber normal sein. Sonst hätte ich das wohl hier nie geschrieben. Verrückte Welt, diese Welt. Was man besonders beim Wintereinkauf sieht - wobei ich dieses Jahr allerdings a.) cleverer und b.) viel früher fertig war. Eine gute Gelegenheit, mir selbst auf die Schulter zu klopfen.

Froschi

Montag, 22. Dezember 2003, 09.55 Uhr

Die Emanzipation geht zu weit! Dass die HdR-Trilogie nicht direkt aus den kürzesten Filmen der Welt besteht, ist nicht erst seit gestern bekannt. Folglich machen die meisten Kinos zwischendurch eine Raucher/Pinkel/Fummelpause, um den gebannten Massen ein wenig Kurzweil zu gestatten. Was solche Taten für Folgen vor Frauentoiletten haben, dürften die meisten wissen - lange, laaange Schlangen, die sich echt weit winden, inklusive verzweifelter Gesichter. Während der Männerlokus naturgemäß leer ist. Aber auch diese letzte Hochburg der Männlichkeit beginnt zu bröckeln - während man da steht und ob des Films sinniert, vernimmt man plötzlich hinter sich das Klappern von Absätzen nebst einer sich in Richtung Toilette windenden Parfümspur - Weibsvolk ist anwesend! Ich finde das nicht gut - wenn sich das ein Mann in einer Notsituation trauen würde, müsste er damit rechnen mehrere Handtaschen ins Gesicht geschlagen zu bekommen, einige Lippenstifte im Ohr herumzutragen und harte Absätze im Genital zu spüren. Frauen haben echt Schwein, dass Männer nicht so militaristisch und dauerbewaffnet sind. Wo soll das nur hinführen mit diesen radikalen Feministinnen?

Froschi

Sonntag, 21. Dezember 2003, 13.41 Uhr

Mann, hier ist was los: Gestern stieg unser großergigantischerweltausdenangelnhebener Herr der Ringe-Marathon: Zuerst die beiden Special Extended Editions zuhause auf DVD zu Gemüte führen, dann zum dritten Teil ins Kino zischen. Gigantischer Film, hat mich (unter Berücksichtigung einiger, zugunsten des homogenen Gesamtbilds aber vernachlässigbarer Kritikpunkte) stande pede weggeblasen. Wow. Aber: Wer tut sich alle drei Teile im Kino hintereinander an? Mir tat der Hintern schon nach dem einen Film weh. Und mein Genick auch. Und die Ohren erst. Achja..

..und weiter geht's: Bin mangels Zeit in Sachen Bulgarien nicht so weit vorangekommen wie ich's eigentlich vorhatte, aber immerhin steht der Montag! Also richtet euren geschätzten Blick bitte in Richtung erlebt-Bereich, in dem wundervolle Worte lauern. Ähm. Yo!

Froschi

Montag, 15. Dezember 2003, 13.16 Uhr

Hoch die Tassen: Es geschieht, es geschieht! Der Bulgarien-Report nimmt langsam feste Gestalt an. Doch schon. Leider etwas größer als erwartet, ich erwäge, das Ganze gleich in gebundener Form unter's Volk zu bringen. Jedenfalls findet ihr links ein neues Icon: »erlebt«. Da kommt jetzt und in Zukunft mein Reise-und-sonst-irgendwie-erlebt-Krempel rein. Momentan steht da der erste Teil (sprich: Tag) von Kautzhallilands Weltbräunungstour drin. Natürlich kommt in Kürze mehr, wir waren schließlich eine Woche unterwegs. Allerdings werde ich die Sache dann doch nach Tagen gestaffelt antreten lassen - ist wohl etwas einfacher zu lesen. Egal, schmökert drauflos!

Froschi

Freitag, 12. Dezember 2003, 14.39 Uhr

Ich entjungfere mich gerade: Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich mit Ebay bislang gar nix am Hut hatte. Nix. Nitschewo. Habs geflissentlich gemieden. Aber durch merkwürdige Ereignisse der letzten Tage, die mit einem Weihnachtsgeschenk, Peg's Kleiderwunsch und meinem steten Wühlen nach günstigen GBA-Modulen zu tun haben, ließ sich der Blick auf die Mutter aller New Economy-Erfolgsstories nicht vermeiden. Und siehe da, Ebay ist gar nicht der Bit-gegossene Teufel. Und langsam verstehe ich auch diese hibbeligen Typen aus der Werbung, deren Motto ich so fürchterlich finde: Eine von mir ins Auge gefasste Auktion endet in 1h 21min, und ich kontrolliere aller drei Minuten, wie der Stand ist. Schlimm. Ist das nicht der Beginn der Verluste aller Sozialkontakte? Hmmm. Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm. Ach wurscht, will dieses Modul!!

Froschi

Dienstag, 09. Dezember 2003, 08.47 Uhr

Ich wurde Zeuge.. der Macht des Menschen über die Natur. Der Kraft, mit der wir schutzloser Materie unseren Willen aufzwingen können. Der schieren Rohheit unserer Aktionen, mit denen wir das Antlitz unseres Mutterrunds nach Belieben formen und verändern können. Ich rede von Baggern. Ja, die Dinger mit einer Schaufel vorne dran. Da scheint einiges an Kraft hinterzustecken. Während ich im üblichen ich-brauche-einen-Kaffee-Stau stand, wurde schräg neben mir die Straße aufgerissen. Und ich meine: aufgerissen! Bagger schiebt Schaufel in ein Loch, verhakt sich in dem schläfrigen Asphalt und rupft scheinbar mühelos einfach so ein Stück Heimaterde aus dem zuckenden Boden. Hossa! Mit dem möchte ich nie Armdrücken machen.

Ich sehe merkwürdige Dinge: Bin ja kein großer Metal-Schrammschramm-Fan, von daher kann ich auch mit Rammstein eher wenig anfangen. Hab aber neulich eine Reportage über deren USA-Tournee gesehen, die ich nicht uninteressant fand. Man muss ja dazu im Vorfeld sicherheitshalber anmerken, dass es aus irgendeinem Grund bislang kaum eine deutsche Band geschafft, in God's own Country einigermaßen Fuß zu fassen - Kraftwerk hatten einige Erfolge, Nenas 99 Luftballons kamen recht gut an, aber sonst? Und dann ist da Rammstein. Konzert. Die Massen toben. Ein junger Langhaarträger schwingt ebendiese im 4/4-Takt. Ein Kamerateam quetscht ihn ein bißchen aus: »Man, they're making such a great sound - I really wish I knew what they're saying!« - grandios! In just diesem Moment ging mir auf, dass Rammstein auch ebenso gut über den Inhalt von Shampooflaschen oder die Menstruationsprobleme ihrer Freundinnen singen könnten: »Die Wurst.. aus dem Leib der Kuh.. mit ein paar POOOOOOOMMEEEEEEEESS!« - und die Leute würden trotzdem ekstatisch den Nacken schütteln. Das ist wohl das ganze Geheimnis. Wie sagte schon ein recht negativ eingestelltes Crewmitglied der Nebuchadnezzar? »Unwissenheit ist ein Segen«. So ist es. Deutsch hat da vermutlich eine Art Exotenstatus, während englische Texte (zurecht) als Kraut'scher Anbiederungsversuch verstanden und ignoriert werden. Wie auch immer: Ich brauche jetzt etwas lappländische Folklore.. fühle mich wild genug..

Hui, etwas Neues, etwas Neues: Jawoll, die Kommentar-Funktion funktioniert. Endlich. Wäre ich schizophren, könnte ich jetzt endlich mit mir selbst reden. Tscha.

Froschi

Montag, 08. Dezember 2003, 09.39 Uhr

Last Christmas.. ..i gave you my heart, but the very next day you gave it away... Jawoll, meine Damen und Herren, es ist wieder offiziell Winter. Das ist es nämlich immer, wenn Wham's Folterhymne einem unausweichlich penetrant aus jeglichen Medien entgegenhämmert - plingplongklingeling! Bimmelbimmelbambam! Auf der heutmorgigen Bürofahrt auf drei verschiedenen Radiosendern, übrigens fast zeitgleich. Erwartungsgemäß auch auf allen üblich verdächtigen Musiksendern - Ihr wißt schon, dieses heitere Video, indem sich unerklärliche-Frisuren-Träger gegenseitig hohnlachend durch den Schnee schubsen. Als ich mir diesen Sommer aufgrund akuter Sonnenüberdosis den Winter herbeiwünschte (siehe ein paar Monate vorher), habe ich den Weihnachtssatan vergessen, der damit automatisch erweckt wird - meine persönliche Box der Pandora. Vergebt mir.

Froschi

Sonntag, 07. Dezember 2003, 13.11 Uhr

Ich liiiiiebe Werbung: Es wird immer besser, die Unterhaltung potenziert sich. Bislang wurde ja das Klischee verbreitet, dass sich Frauen untereinander über relativ frauliche Probleme unterhalten: Lippenpflege, Taschenwahl, das Feindbild Mann. Alles anachronistischer Humbug, von böse denkenden Menschen in die Welt gesetzt. Die Frau von heute findet anregende Unterhaltung im Austausch von Darmzottenproblemen: »Du, ich hatte ja schon immer Darmprobleme.« "Jaja, ich auch." - großartig, diese Werbung. Dazu noch der in den Sand gemalte Darmkumpel, von Muscheln geschützt, vom tosenden Meer gewissermaßen gesandstrahlt. Mehr davon! Bitte! Ich freue mich schon auf zwei 15jährige, die gleich nach ihrer »Okay, dannnn.. den mitm Haus!«-Wahl über Pro und Contra neuer Gallenblasen-Mascara sinnieren..

Froschi

Montag, 01. Dezember 2003, 10.47 Uhr

Bin froh, dass ich ein Mann bin: Schwanger sein bringt einige Nachteile mit sich: Völlegefühl, Heißhunger nach den abstrusesten Zeugs-Kombinationen, Schmerzen und das Balg am Ende. Soweit klar. Allerdings bemerkte ich mit meinem Luchsauge auch, dass der Bauch dicker wird. Scheinbar hat das eine mit dem anderen zu tun. Der ästhetische Peitschenschlag unserer Gesellschaft hat nun schon seit einer Weile festgelegt, dass dicke Bäuche nicht eben der begehrteste Anblick der Welt ist - aus diesem Grund trage ich nichts bauchfreies. Und natürlich, weil ich immer noch nicht schwul bin. Aber zurück zum Thema. Die Frage die sich mir nun stellt: warum sollten Schwangere sowas tun? Gestern abend, AIDS-Gala, Sarah Connor. Die nicht müde wird zu betonen, in welchem Monat sie nun ist. Und natürlich über der Angst einflößend knirschenden Hose ein bauchfreies Top, unter dem es hervorquillt wie aus einem überkochenden Milchtopf. Brrrrr. Und wer ist schuld daran? Die Feldbusch, klar. Die den "kleinen Feldbusch"TM zur Marke erhoben hat, von dem es nach dem Buch und dem Überziehsack vermutlich in Kürze auch Sitzkissen, Puddingpulver und Kettensägen gibt. Großartig. Und ein weiterer Grund, seinen Kopf mehrmals möglichst hart gegen den Tisch zu knallen.

Ich habe ein neues Hobby: Alte Spielezeitschriften durchblättern. Gut, das Hobby ist an sich nicht neu, ganz besonders bei mir nicht, aber ich erwähnte es noch nie. Deswegen geht es als neu durch. Toll. Im Zusammenhang mit dem Erwerb von "Super Mario Advance 4" (was ja eine Umsetzung des 91er Klassikers "Super Mario Bros. 3" ist) sah ich mich genötigt, mein "Video Games"-Archiv aus dem Keller zu hebeln und durchzuackern. Göttlich. Altbekannte Gesichter, mal ganz jung. Klassische Spiele, damals knackfrisch. Screenshots aus der Hölle, Texte aus güldenen Händen. Those were the days, my friends. Von diesen Tagen sollten wir uns alle eine eklig fette Scheibe abschneiden.

Froschi