Montag, 25. August 2003, 11.20 Uhr
Ich bin zurück: Kautzhalliland's Weltheilungstour 2003 ist endlich vollendet, das Übel ist überstanden. 2569 aufregende Kilometer auf Deutschlands Vorzeigeautobahnen und zurecht verschwiegenen Landstraßen. Natürlich erwischten wir an der Ostsee genau die drei Tage, an denen sich das Wetter nach zwei langen Sonnenmonaten zu penetranten Regenschauern entschloss. Natürlich war die Stau-Umleitung auf dem Weg nach Leipzig locker genau so lang wie der Stau selbst. Natürlich lief auf allen Radiostationen ausnahmlos dasselbe, was Nachrichten und Musik anging. Natürlich war die Games Convention mit allerlei Arbeit verbunden. Natürlich hat die Digicam ums Verrecken nicht funktioniert. Aber dennoch: wir hatten wahnsinnig viel Spaß, das Konzert war erwartungsgemäß der Hammer, die Fahrten im Nachhinein gar nicht so schlimm. Trotzdem ist es immer eine gute Sache zuhause anzukommen, und die Wohnung noch an einem Stück wiederzufinden. Was selbstverständlich auch die obligatorische Überraschung bereithält: Mein Rechner spinnt schon wieder rum. Ich hasse ihn dafür.
Ick bin een Mecklenbourg-Vorpommer: Ich habe einen Traum. Ich möchte in einem Bundesland leben, in dem Orte Namen wie Kinnbackenhagen oder Muuks tragen können, und Straßen tatsächlich Mückenstich oder Inspektorengang heißen dürfen. Ich möchte in einem Bundesland leben, in dem das Straßenschild »Belagwechsel« wirklich den Übergang von Asphalt zu prähistorischen Geröllbrocken prophezeit. Das wäre schön. Wenn es dort nur nicht so viele Mücken gäbe.. brrrrr..
Ich bin voller Fell: Godzilla ist zurück, Godzilla ist zurück! Unser hauseigenes Raubkuscheltier dreht seine Runden endlich wieder in heimatlichen Gefilden, nachdem der Kleene die letzten drei Wochen aufgrund Steffi H.'s akuter Unverträglichkeit bei Michi und Nadine verbringen mußte, und sich dort nicht ein Mal freiwillig rausgetraut hat. Schlimm. Gestern abend hat er wieder. Durfte sich ordentlich austoben; wir haben ihm sogar kurzzeitig ein Tischbein als Nageobjekt zur Verfügung gestellt, nur der Übung wegen. Flink wie ein Rubbelblitz. Toll. Wird bestimmt nicht lange dauern, bis er mir wieder auf'n Wecker geht.
Grußwort des Tages: Einen lieben Gruß, herzlichen Dank und sonstige Plattitüden in Richtung cooler Presseschergen der GC, grandioser Komponisten und Hersteller von unnützen, aber doch irgendwie praktischen Werbegeschenken - ihr habt diese Tage erträglich gemacht. Natürlich auch Lobgesänge in Richtung Mario, Kathrin, Moni, Peter, Doreen, Steffen und alle anderen, die uns ein wärmendes Heim darboten. Schmidtie, die olle Hippe, möge sich gleichsam geknuddelt wie verdammt fühlen, da sie freiwillig auf eine ausgesprochen witzige Party verzichtet hat. Und natürlich die wärmsten Salbungen in Richtung Peg, der ich außerdem den Titel »beste Sekretöse der Welt« verleihe, weil sie die ganzen sinnlosen Stichworte niederschreiben mußte, die mir während der Fahrt so eingefallen sind. Ich brauche ein Diktiergerät. Dringend. Sonst wird das nie was mit dem Buch.
Froschi